- In der iOS-26.2-Betaversion wurde auch für die Region Japan die Installation alternativer App-Marktplätze aktiviert
- Nutzer können App-Marktplätze wie AltStore PAL und den Epic Games Store installieren und Apps herunterladen
- Bisher war dies eine auf EU-Mitgliedstaaten beschränkte Funktion, doch nach einem neuen Gesetz in Japan wird der Geltungsbereich erweitert
- Die japanische Regierung hat in den Leitlinien zum Wettbewerbsgesetz für mobile Software ausdrücklich festgelegt, dass Apple und Google alternative Zahlungen und App-Stores nicht blockieren dürfen
- Das voraussichtlich vor dem offiziellen Inkrafttreten am 18. Dezember veröffentlichte iOS 26.2 setzt dies bereits um; auch Fortnite soll noch in diesem Jahr auf iOS in Japan zurückkehren
Zulassung von Drittanbieter-App-Stores in Japan
- Mit der Veröffentlichung der ersten Entwickler-Beta von iOS 26.2 wurde in Japan die Funktion zur Installation alternativer App-Stores bestätigt
Erweiterung einer bislang auf die EU beschränkten Funktion
- Bislang konnten nur Nutzer in den 27 EU-Mitgliedstaaten Apps über alternative App-Marktplätze installieren
- Die Funktion wurde erstmals in iOS 17.4 / iPadOS 18 eingeführt, um den Digital Markets Act (DMA) einzuhalten
- Japan soll als erstes Land außerhalb der EU hinzukommen
Relevante Gesetze und Regulierung in Japan
- Im Juni 2024 verabschiedete das japanische Parlament ein Gesetz zur Zulassung von Drittanbieter-App-Stores und alternativen Zahlungen
- Ziel ist es, die Marktdominanz großer Tech-Unternehmen abzuschwächen
- Im August 2025 veröffentlichte die japanische Wettbewerbsbehörde (JFTC) die Leitlinien zum Wettbewerbsgesetz für mobile Software
- Plattformbetreibern wie Apple und Google wird darin untersagt, alternative Stores und Zahlungen einzuschränken
Zeitplan und Ausblick
- Die Leitlinien sollen am 18. Dezember 2025 in Kraft treten
- Die finale Version von iOS 26.2 wird voraussichtlich zwischen dem 9. und 16. Dezember verteilt
- Epic Games hat angekündigt, Fortnite und den eigenen Store noch in diesem Jahr in Japan zu starten
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Ich frage mich, ob man in bestimmten Regionen die verpflichtende Notarisierung (notarization) nicht durchsetzen kann.
Dieses System scheint faktisch Apples Gatekeeper-Status aufrechtzuerhalten. Viele Teile der App-Store-Richtlinien gelten weiterhin auch für den Notarisierungsprozess.
Das widerspricht dem Sinn des DMA (Digital Markets Act), nämlich Drittanbieter-App-Stores zu öffnen.
Die Europäische Kommission scheint sich derzeit nicht daran zu stören, dass Apple weiterhin die Gatekeeper-Rolle behält.
Ein Witz dazu: „Wie hält man den Boden sauber? Indem man MacRumors sagt: ‚Das ist Tim Cooks Stiefel.‘“
Zugehöriger Link
Ein Billionen-Dollar-Unternehmen, bei dem nicht einmal das Scrollen im Texteditor richtig funktioniert.
Dann wäre dieser Boden sauber genug für eine Herzoperation.
Der Titel „vor Ablauf der Regulierungsfrist“ ist zum Schreien komisch. Tatsächlich ist die Frist Neujahr.
Laut offiziellem Dokument wird das Gesetz innerhalb von anderthalb Jahren nach seiner Verkündung wirksam.
Nur Apple kann so eine Änderung nach anderthalb Jahren herausbringen und trotzdem sagen, man habe es „vor Ablauf der Frist“ getan.
Apple ist ein hardwarezentriertes Unternehmen und hat mit eigenen CPUs und Ähnlichem bereits starke Markteintrittsbarrieren.
Selbst wenn das OS Open Source würde, müsste man am Ende trotzdem Apple-Hardware kaufen, um es vernünftig zu nutzen.
Das Problem sind die App-Store-Gebühren. Sie sind offenbar so profitabel, dass man das Gate nicht loslassen will.
Apple ist inzwischen eher ein Unternehmen mit servicegetriebenen Umsätzen als eine Hardware-Firma.
Eine entsprechende Diskussion gibt es auch in diesem Thread.
Würde der gesamte Stack Open Source, gäbe es innerhalb einer Woche einen Fork für Intel/AMD.
Die Optimierung wäre zwar mangelhaft, könnte aber Desktop-Linux bedrohen.
Derzeit ist die Installation von Graphene auf einem Pixel die realistischste Wahl für freie Software.
Der Großteil davon sind jedoch bloß Mautstellen wie App-Store-Gebühren, Apple-Pay-Gebühren und Apple-Card-Erlöse.
Apple Music oder TV+ sind in Wirklichkeit nur kleine Geschäfte.
Die nächsten zehn Jahre werden wohl ein Kampf Tech-Unternehmen gegen Regierungen.
Apple wird seine Politik weltweit wohl nicht ändern, solange es nicht dazu gezwungen wird.
Ich persönlich mag die Sicherheit des App Store, aber ich bin neugierig, was passiert, wenn es mehrere App-Stores gibt.
In der EU sind alternative Marktplätze bereits erlaubt; mich würde interessieren, ob jemand sie ausprobiert hat.
Außerdem werden Nutzer mit Warnfenstern konfrontiert, sodass normales Onboarding kaum möglich ist.
Der App Store garantiert faktisch ohnehin keine Sicherheit. Inzwischen ist es billiger, iOS-Schwachstellen zu kaufen.
Alt hat noch wenig Inhalte, erlaubt aber Sideloading durch das Hinzufügen mehrerer Quellen.
Der Markt ist noch im Alpha-Stadium, und Apple hat ihn absichtlich unbequem gemacht.
Am Ende scheint aber mangelnde Nachfrage das größere Problem zu sein.
Man braucht einen EU-Account, einen Faraday-Beutel, zwei ESP32, ein EU-VPN und ein iOS-Gerät mit unterstützter OS-Version.
Niemand wird gezwungen, sie zu installieren. Würde man dieselbe Logik auf den Mac anwenden, müsste man auch das Web oder Homebrew blockieren.
Ich frage mich, ob Apple wirklich weiter Gatekeeping betreibt, bis es gesetzlich dazu gezwungen wird.
Ein komplexes regionales Regulierungsmodell aufrechtzuerhalten ist doch eher ineffizient; ich verstehe nicht, warum man so stur daran festhält.
Nach Googles Ankündigung zur Code-Signierung habe ich über ein iPhone nachgedacht, aber es ist immer noch zu geschlossen.
Langfristig wird es sich wie in der EU und in Japan wohl zwangsläufig öffnen müssen.
Phil Schiller sagte, das sei eine schlechte Strategie, wurde aber ignoriert.
Zugehöriger Artikel
Je nach Region unterscheiden sich E-Mail-, Karten- und Zahlungsrichtlinien, und am Ende wird man von den Regulierungen einzelner Länder getrieben.
Es wäre klüger gewesen, es von Anfang an zu öffnen.
Apple und Google kassieren 15–30 % der Umsätze mobiler Apps.
Auch neue Geräte wie Sidephone oder Light Phone sind entsprechend eingeschränkt.
Früher waren die MacRumors-Kommentare voll mit Aussagen wie „Die EU ist irrational, baut doch euer eigenes OS“,
jetzt scheint die Situation völlig umgekehrt zu sein.
Ich habe viele Fragen zu Drittanbieter-Stores für Japan.
Ich würde gern wissen, ob man mit einem japanischen VPN auf den App Store zugreifen kann oder ob ein in Japan installierter Store auch im Ausland funktioniert.
Mich interessiert auch, ob diese Funktion auf Hardware-Ebene gesperrt ist.
Falls das jemand tatsächlich ausprobiert hat, würde ich gern davon hören.
Beispiel 1, Beispiel 2
Der Standort wird über Mobilfunk- und Wi-Fi-Metadaten geprüft, daher reicht ein VPN allein nicht aus.
Mit einem simplen VPN lässt sich das nicht täuschen.
man 8 countryddie Dokumentation des Daemons zur Ländererkennung ansehen.Google hat im Epic-Vergleich zugesagt, die Unterstützung für Drittanbieter-Stores weltweit auszubauen,
deshalb gehe ich davon aus, dass Apple am Ende auch in den USA dazu gezwungen wird und dann seine weltweite Politik ändert.
Apple wird hier sicher nicht so leicht nachgeben.
Irgendwo steckt bestimmt böswillige Formalerfüllung (malicious compliance) dahinter.