5 Punkte von GN⁺ 2025-10-31 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Ab Chrome 154, das in einem Jahr im Oktober 2026 erscheint, wird die Standard-Browsereinstellung auf „Always Use Secure Connections“ umgestellt
  • Diese Einstellung zeigt eine Warnung an und bittet um Erlaubnis, wenn Nutzer eine öffentliche Website ohne HTTPS aufrufen
  • Die HTTPS-Akzeptanz stieg von 30–45 % im Jahr 2015 auf 95–99 % im Jahr 2020, stagniert seitdem jedoch
  • Chrome plant, einen HTTPS-Erzwingungsmodus standardmäßig nur für öffentliche Websites anzuwenden, um die Unannehmlichkeiten für Nutzer zu minimieren und gleichzeitig das Sicherheitsniveau zu erhöhen
  • Ziel dieser Änderung ist es, die Sicherheit im gesamten Web zu stärken und die verbleibenden HTTP-Risiken zu minimieren

Änderung der Chrome-Standardeinstellungen

  • Ab Chrome 154, das im Oktober 2026 erscheint, ist die Einstellung „Always Use Secure Connections“ standardmäßig aktiviert
    • Beim ersten Aufruf einer öffentlichen Website ohne HTTPS zeigt Chrome eine Warnung an und bittet um Erlaubnis
    • In Chrome 147 (April 2026) wird dies zunächst für mehr als 1 Milliarde Nutzer mit Enhanced Safe Browsing eingeführt
  • Nutzer können diese Einstellung bei Bedarf deaktivieren

Stand der HTTPS-Verbreitung

  • Google verfolgt seit mehr als 10 Jahren die HTTPS-Nutzungsrate in Chrome über den HTTPS-Transparenzbericht
    • Anstieg von 30–45 % im Jahr 2015 auf 95–99 % im Jahr 2020
    • Seitdem stagniert das Wachstum
  • Dank der hohen Akzeptanz lassen sich nun stärkere Maßnahmen gegen den verbleibenden HTTP-Traffic in Betracht ziehen

Balance zwischen Nutzersicherheit und minimalen Warnungen

  • Auch wenn 95 % des gesamten Traffics HTTPS sind, bleiben die restlichen 5 % der HTTP-Zugriffe weiterhin ein Risikofaktor
  • Chrome reduziert Unannehmlichkeiten für Nutzer, indem wiederholte Warnungen für dieselbe Website vermieden werden
    • Für häufig besuchte unsichere Websites werden keine wiederholten Warnungen angezeigt
  • Private Websites (z. B. 192.168.0.1, Intranet usw.) nutzen weiterhin häufig HTTP, da Zertifikate schwer auszustellen sind
    • Da solche Websites ein geringeres Risiko darstellen, werden Warnungen nur auf öffentliche Websites beschränkt
  • Experimente zeigen: Im Modus nur für öffentliche Websites liegt die Rate der Nutzerwarnungen unter 3 %, und die meisten Nutzer erleben höchstens eine Warnung pro Woche

Aktuelle HTTP-Nutzung und Verbesserungsmaßnahmen

  • Ein erheblicher Teil des HTTP-Traffics entsteht durch erste Anfragen, die auf HTTPS weitergeleitet werden
  • Konfigurationsseiten von Geräten im lokalen Netzwerk nutzen wegen Zertifikatsproblemen oft HTTP
  • Chrome führt die Funktion Local Network Access Permission ein
    • Auch von HTTPS-Seiten aus ist nach Zustimmung des Nutzers der Zugriff auf das lokale Netzwerk möglich
    • Dadurch steigen die Möglichkeiten, Konfigurationsseiten lokaler Geräte auf HTTPS umzustellen

Hinweise für Entwickler und IT-Administratoren

  • Website-Entwicklern und IT-Administratoren wird empfohlen, die Einstellung „Always Use Secure Connections“ ab sofort zu aktivieren, um potenziell betroffene Websites zu prüfen
  • In verwalteten Chrome-Umgebungen (Unternehmen, Bildungseinrichtungen usw.) lassen sich über die offizielle Anleitung folgende Punkte prüfen:
    • Bedingungen für die Anzeige von Warnungen
    • Möglichkeiten zur Abmilderung
    • Methoden zur organisationsspezifischen Richtlinienkonfiguration

Weitere Pläne

  • Google verfolgt zusätzlich das Ziel, die Hürden für die Einführung von HTTPS bei Websites im lokalen Netzwerk zu senken

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