9 Punkte von davespark 2025-10-29 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen

F-Droid hat einen Blogbeitrag veröffentlicht, in dem die Plattform Googles neues Entwicklerprogramm kritisiert, weil es die Softwarefreiheit von Besitzern von Android-Geräten einschränke, und Googles Behauptung widerlegt, dass „Sideloading nicht verschwindet“. Der Beitrag weist darauf hin, dass Googles Richtlinie die Rechte der Nutzer, die Freiheit von Entwicklern und die digitale Souveränität von Staaten verletzt.

Die Unhaltbarkeit von Googles Behauptungen
  • Google behauptet, Sideloading (die Installation von Apps aus anderen Quellen als dem offiziellen Store) bleibe erhalten, doch das stimmt nicht. Durch die neue „Developer Verification Requirement“ müssen alle Apps von Google genehmigt werden, und Entwickler müssen eine Registrierungsgebühr zahlen, einen amtlichen Ausweis vorlegen und den Bedingungen zustimmen.
  • Sideloading bedeutet schlicht, Software ohne Vermittler zu installieren, doch Googles Richtlinie verbietet dies de facto.
Auswirkungen auf Nutzer, Entwickler und Staaten
  • Verbraucher: Das Versprechen von Androids „Offenheit“ wird gebrochen, und es lassen sich nur noch von Google als vertrauenswürdig eingestufte Programme installieren. Dies wird durch OS-Updates irreversibel durchgesetzt.
  • Entwickler: Sie können Apps nicht mehr direkt weitergeben; eine Genehmigung durch Google ist zwingend erforderlich.
  • Staaten: Sie geben Bürgerrechte und Souveränität an Google ab und werden anfällig für Forderungen autoritärer Regime. (Beispiel: frühere Fälle der Entfernung legaler Apps)
  • Diese Richtlinie gilt für mehr als 95 % der Android-Geräte außerhalb Chinas, einschließlich Samsung Galaxy Store, F-Droid usw.
Entgegnung auf die Sicherheitsargumente
  • Google behauptet, Malware aus Internetquellen sei 50-mal häufiger als im Play Store, doch dafür gibt es kaum Belege. Vielmehr sind bösartige Apps im Play Store selbst ein Problem (Beispiel: 224 entfernte Apps, 19 Millionen Downloads).
  • Die Sicherheitsentscheidungen eines einzelnen Unternehmens können zugunsten kommerzieller Interessen verzerrt sein.
Was dagegen getan werden kann
  • Nutzer können über keepandroidopen.org ihre gewählten Vertreter dazu auffordern, die Offenheit von Android zu verteidigen.
  • Entwickler sollten eine Registrierung für Googles Programm vermeiden.
  • Widerstand aus Community, Medien und Zivilgesellschaft ist nötig, und mehr als die Hälfte aller Android-Nutzer ist betroffen.

Zusammengefasst sollte Google das Recht der Nutzer respektieren, auf ihren eigenen Geräten zu entscheiden, welcher Software sie vertrauen. Diese Richtlinie bedroht Open-Source-Distributionen wie F-Droid.

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