- Die niederländischen Geheimdienste haben kürzlich den Informationsaustausch mit den USA eingeschränkt.
- Die Entscheidung wird auf die politische Lageänderung in Washington zurückgeführt.
- Die Zusammenarbeit mit europäischen Nachrichtendiensten in Dänemark, Frankreich, Deutschland und anderen Ländern wird im Gegenteil eher ausgebaut.
- Die niederländischen Dienste verfolgen beim Austausch mit der CIA und NSA einen selektiven Ansatz.
- Die offiziellen Beziehungen zwischen den Behörden werden aufrechterhalten, faktisch wird jedoch ein kritischer Umgang mit den Kriterien für den Austausch praktiziert.
Beschränkung des Informationsaustauschs zwischen den niederländischen Nachrichtendiensten und den USA
Überblick
- Die niederländische AIVD (Allgemeiner Informations- und Sicherheitsdienst) und MIVD (Militärischer Informations- und Sicherheitsdienst) haben den Hintergrund für die Beschränkung des Informationsaustauschs mit US-Behörden erläutert.
- In einem gemeinsamen Interview der beiden Leitungen wurde bestätigt, dass diese Entscheidung auf die politische Veränderung in Washington zurückzuführen ist.
Äußerungen der Leiter und Kontext
- Erik Akerboom (AIVD) und Peter Reesink (MIVD) führten ein Interview mit der De Volkskrant.
- Beide betonten, dass die Zusammenarbeitsbeziehung mit US-Nachrichtendiensten an sich „exzellent“ sei.
- Sie sind jedoch der Ansicht, dass sie darüber entscheiden, welche Informationen an US-Behörden wie CIA und NSA weitergegeben werden, und zwar selektiv.
- In einem Zitat sagt Reesink: „Es ist tatsächlich so, dass bestimmte Informationen nicht mehr ausgetauscht werden.“
- Akerboom ergänzte, dass man „den Fall für jeden einzelnen Fall sorgfältig abwägen“ müsse.
- Es wurde nicht konkret offenlegt, welche Daten geteilt werden und welche nicht, was jedoch andeutet, dass deutlich kritischer vorgegangen wird als früher.
Stärkung der Zusammenarbeit in Europa
- Nach Angaben der beiden Leitungen wird die Zusammenarbeit mit Nachrichtendiensten in Zentral- und Nordeuropa ausgeweitet.
- Insbesondere wird mit Nachrichtendiensten in Skandinavien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Polen eine Vertiefung des Informationsaustauschs durchgeführt.
Fazit
- Die Informationsaustauschpolitik der niederländischen Dienste bewegt sich zwischen Vertrauensfragen gegenüber den USA, politischer Risikoabwägung und fallweiser sorgfältiger Entscheidung.
- Gleichzeitig wird die Kohäsion innerhalb des europäischen Informationsnetzwerks weiter gestärkt.
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