- Navy SEAL Team 6 drang Anfang 2019 an einen nordkoreanischen Strand ein und führte eine hochgeheime Mission durch
- Ziel der USA war es, ein elektronisches Gerät zu installieren, um die Kommunikation von Kim Jong-un abzuhören
- Als die Mission scheiterte, trafen die SEALs im dunklen Meer auf ein nordkoreanisches Fischerboot, worauf es zu einem Zusammenstoß kam
- Als den SEALs die Entdeckung drohte, töteten sie sämtliche nordkoreanischen Fischer und zogen sich zurück, ohne die Mission abzuschließen
- Weder die USA noch Nordkorea haben den Einsatz offiziell bestätigt, und es wird auch auf mögliche Gesetzesverstöße hingewiesen, da führende Kongressmitglieder nicht informiert wurden
Überblick über die Mission
- Anfang 2019 drangen Mitglieder des Navy SEAL Team 6 in einer kalten Winternacht durch ein völlig dunkles Meer an die nordkoreanische Küste vor
- Ihr Ziel war es, inmitten laufender Atomverhandlungen zwischen den USA und Nordkorea heimlich ein elektronisches Gerät zu installieren, mit dem sich die Kommunikation von Kim Jong-un abhören ließ
- Die Mission war mit extrem hohen Risiken und großer Tragweite verbunden, sodass sie die direkte Genehmigung des US-Präsidenten erforderte
Ablauf und Scheitern der Operation
- Die Red Squadron von SEAL Team 6 wurde eingesetzt und führte die Mission nach monatelangem Training aus
- Am Tag des Einsatzes näherten sie sich in schwarzen Neoprenanzügen und mit Nachtsichtgeräten einer vergleichsweise wenig belebten Küste
- Unerwartet tauchte jedoch in der Nähe ein nordkoreanisches Fischerboot auf, wodurch die Entdeckung der SEALs drohte
- In der Konfrontation eröffneten die SEALs das Feuer; alle Besatzungsmitglieder des nordkoreanischen Boots kamen dabei ums Leben
- Letztlich zog sich SEAL Team 6 aufs Meer zurück, ohne das Abhörgerät installiert zu haben
Nicht offengelegt & Kontroverse
- Diese Mission von 2019 wurde weder von den USA noch von Nordkorea jemals offiziell offengelegt
- Die Trump-Regierung informierte nicht einmal die führenden Mitglieder des Kongresses, die die Geheimdienstaktivitäten überwachen, über den Einsatz
- Experten weisen deshalb auf die Möglichkeit eines Verstoßes gegen US-Recht hin
Bedeutung und Folgen
- Die Mission war eine heikle Angelegenheit, die die Atomverhandlungen mit Nordkorea direkt hätte beeinflussen können
- Mit dem Scheitern des Einsatzes bestand sogar das Risiko, dass es zu einer Geiselnahme oder zu einem bewaffneten Konflikt mit einem Atomwaffenstaat kommen könnte
- Da die einschlägigen Details bis heute als geheim eingestuft sind, ist der Bericht der New York Times der erste, der den Vorfall öffentlich macht
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