- Ein US-amerikanischer Tech-Arbeitnehmer war von dem Problem der Ghost-Jobanzeigen (Stellenanzeigen ohne tatsächliche Einstellungsabsicht) frustriert und treibt nun einen neuen landesweiten Gesetzesvorschlag zu deren Verbot voran
- Ghost-Jobanzeigen sind irreführende Stellenausschreibungen, die Unternehmen veröffentlichen, obwohl sie tatsächlich niemanden einstellen wollen
- Das Gesetz würde Arbeitgebern verbieten, Stellenanzeigen ohne Einstellungsabsicht zu veröffentlichen, und bei Verstößen Geldstrafen vorsehen
- Zur Transparenz im Bewerbungsprozess und zum Schutz von Jobsuchenden rückt die Notwendigkeit einer aktiven staatlichen Regulierung in den Vordergrund
- Zuletzt wurden verschiedene Ursachen für Ghost-Jobanzeigen zu einem gesellschaftlichen Problem, darunter Datensammlung über Wettbewerber, Veröffentlichung ohne interne Genehmigung und Absicherung unbesetzter Positionen
Was sind Ghost-Jobanzeigen
- Ghost-Jobanzeigen sind Stellenanzeigen, die veröffentlicht werden, obwohl keine tatsächliche Einstellungsabsicht besteht
- Unternehmen schalten solche irreführenden Anzeigen etwa, um einen Bewerberpool aufrechtzuerhalten, Daten über Konkurrenzunternehmen zu gewinnen oder ein positives Image zu erzeugen
- Dadurch verschwenden Bewerber unnötig Zeit und Energie, und es kommt zu einem Vertrauensverlust im gesamten Markt
Der Vorschlag des Tech-Arbeitnehmers und die Kernpunkte
- Ein ehemaliger Beschäftigter der Tech-Branche hat die schädlichen Auswirkungen von Ghost-Jobanzeigen direkt erlebt und dadurch die Notwendigkeit eines landesweiten gesetzlichen Verbots in die öffentliche Debatte eingebracht
- Der vorgeschlagene Gesetzentwurf sieht vor:
- dass nur Anzeigen mit tatsächlicher Einstellungsabsicht veröffentlicht werden dürfen
- dass bei Verstößen Geldbußen und verwaltungsrechtliche Sanktionen verhängt werden
- Der Staat soll Online-Jobplattformen und Stellenanzeigen von Unternehmen beaufsichtigen und überwachen und sich auf die Identifizierung und Ahndung von Verstößen konzentrieren
- Ziel ist der Schutz der Transparenz im Bewerbungsprozess für Jobsuchende und die Wiederherstellung des Vertrauens in den Arbeitsmarkt
Warum sich Ghost-Jobanzeigen verbreiten
- In einem Umfeld von Konjunkturabschwächung und zurückhaltender Einstellungspolitik veröffentlichen einige Unternehmen weiterhin Positionen ohne interne Freigabe oder mit bereits feststehender Nichtbesetzung
- Das verursacht sowohl für wechselwillige Jobsuchende als auch für Unternehmen Zeitaufwand, Kosten und psychische Belastung
- Zudem gibt es verschiedene verdeckte Motive, etwa zur Beobachtung von Wettbewerbern, zur Gewinnung von Marktdaten oder für interne Personalbewertungen
Regulierung und erwartete gesellschaftliche Effekte
- Mit einer gesetzlichen Regelung müssten Unternehmen gründlich prüfen lassen, ob ihre tatsächliche Einstellungsabsicht mit der Anzeige übereinstimmt
- Für Jobsuchende würde die Wahrscheinlichkeit steigen, schon vor Einreichung einer Bewerbung die Verlässlichkeit einer Anzeige besser einschätzen zu können
- Erwartet werden eine höhere Glaubwürdigkeit von Stelleninformationen in der gesamten Branche sowie weniger Verschwendung von Zeit und Ressourcen
- Dadurch könnte sich eine transparente Einstellungskultur etablieren
Aktueller Stand und weitere Entwicklung
- Auch außerhalb der USA breiten sich in einigen Ländern Bestrebungen zur Eindämmung von Ghost-Jobanzeigen zunehmend aus
- Globale Jobplattformen verschärfen ebenfalls ihre Richtlinien zum Umgang mit irreführenden Informationen
- Bis zur tatsächlichen Verabschiedung und Umsetzung eines Gesetzes bleiben jedoch Fragen zu Prüfmechanismen, Kooperation der Plattformen und Beweislast offen
Fazit
- Das Problem der Ghost-Jobanzeigen ist mehr als nur eine Unannehmlichkeit; es ist ein gesellschaftliches Thema, das direkt mit Vertrauen und Effizienz der gesamten Branche verknüpft ist
- Eine wirksame Gesetzgebung und praktikable Umsetzungsmaßnahmen sind der Schlüssel zur Schaffung eines nachhaltigen Arbeitsmarkts für die Talentgewinnung
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