1. Anerkennen, dass wir Teil des Problems sind (Accept We Are Part of the Problem)
- Die Fähigkeit, zu erkennen, wie das eigene Handeln oder Entscheidungen zum Problem beigetragen haben, und Verantwortung dafür zu übernehmen.
2. Neue Interaktionsmuster fördern (Encourage New Interaction Patterns)
- Nicht starr an bestehenden Vorgehensweisen festhalten, sondern neue und kreative Wege für Kommunikation und Zusammenarbeit im Umfeld eröffnen.
- Das Team oder die Organisation dazu anregen, Informationen und Vorgehensweisen kennenzulernen, mit denen sie zuvor nicht in Berührung gekommen sind.
3. Geduld bewahren und Vielfalt respektieren (Patient Divergence)
- Eine Kultur schaffen, die vorschnell erzwungene Lösungen vermeidet und unterschiedliche Ideen und Perspektiven gründlich auslotet.
- Verschiedene Möglichkeiten abstimmen, dabei aber auf eine natürliche Konvergenz warten.
4. Plausible Einflussfaktoren identifizieren (Identify Plausible Contributors)
- Sich nicht auf eine einzige Ursache versteifen, sondern mehrere mögliche Faktoren untersuchen und das Problem breit angehen.
- Auch widersprüchliche Faktoren einbeziehen, um komplexe Probleme ganzheitlich zu betrachten.
5. Die Kraft der Gegenwart nutzen (Power of the Present)
- Nicht nur auf das Ziel blicken, sondern sich auf die Elemente konzentrieren, die in der aktuellen Situation gut funktionieren.
6. Unterschiedliche Perspektiven verbinden (Blend Diverse Perspectives)
- Auch herausfordernde Sichtweisen aufnehmen und an den Berührungspunkten verschiedener Meinungen neue Möglichkeiten erschließen.
- Sich vor der Haltung hüten, „ich weiß bereits alles“.
7. Geduld und Selbstreparaturfähigkeit (Patience and Self-Repair)
- Die Fähigkeit, statt ständig einzugreifen abzuwarten, bis sich eine Situation auf natürliche Weise löst.
- Als Führungskraft nicht immer selbst sofort eingreifen, sondern dem Team oder dem Umfeld mit der Zeit Raum geben, Probleme eigenständig zu lösen.
8. Auswirkungen antizipieren (Anticipate Effects)
- Auch unerwartete Folgewirkungen des eigenen Handelns frühzeitig mitdenken und Veränderungen in der Situation aufmerksam beobachten.
- Erforderlich sind sorgfältige Entscheidungen, die auch Nebenwirkungen berücksichtigen.
9. Neugier und leichtes Vorgehen (Curiosity and Light Touch)
- Unmittelbare Urteile zurückhalten und Gedanken sowie Gefühle offen erkunden.
- In Momenten der Veränderung eine flexible Neugier bewahren.
10. Beide Seiten anerkennen (Both/And)
- Auch wenn etwas auf den ersten Blick wie eine Entweder-oder-Entscheidung wirkt, in komplexen Situationen bewusst „beides“ zulassen, um neue Ansätze zu finden.
- Nicht nur einen Teil auswählen, sondern auf ausgewogene Lösungen hinarbeiten.
11. Sicher intervenieren (Intervene Safely)
- Mit Eingriffen Risiken steuern, etwa indem negative Auswirkungen minimiert und positive Muster gestärkt werden.
12. Intuition und Schlussfolgerung ausbalancieren (Abduction and Intuition)
- Logische Daten und menschliche Intuition angemessen nutzen, um Ansatzpunkte zu finden.
- Je unklarer das Problem, desto wichtiger wird erfahrungsbasierte Intuition.
13. Unterschiedliche Stärken und Fähigkeiten akzeptieren (Accept Diverse Strengths and Skills)
- Auch weniger vertraute Kompetenzen wertschätzen und das Potenzial im Team bestmöglich entfalten.
- Das Risiko von Geringschätzung erkennen und bewusst inklusiv handeln.
14. Die Lage gemeinsam erfassen und das Umfeld gestalten (Collaboratively Sense and Shape)
- Die Deutung des Problems und die Richtung der Veränderung nicht monopolisieren, sondern gemeinsam kooperieren und konkrete Veränderungen anstoßen.
- Offene Gespräche mit Teammitgliedern führen und Orientierung geben.
15. Kohärenz statt Gleichschaltung anstreben (Coherence vs. Alignment)
- Statt vollständiger Übereinstimmung innerhalb zentraler Leitplanken individuelle Autonomie und Erkundung fördern.
- Auf nachhaltige Kohärenz hinarbeiten.
16. Samen säen und Wachstum ermöglichen (Plant Seeds—Help Them Grow)
- Ergebnisse nicht im Voraus festlegen, sondern ein Umfeld schaffen, in dem organisches Wachstum möglich ist.
- Die Bedeutung von Flexibilität bei Umfang und Zeit hervorheben.
17. Arbeitsweisen gezielt anpassen (Tailor Ways of Working)
- Je nach Charakter der Aufgabe unterschiedliche Umsetzungs- und Experimentiermethoden kombiniert einsetzen.
- Vorgehensweisen je nach Situation und Ziel differenziert wählen.
18. Sich der Unsicherheit stellen (Facing Uncertainty)
- Zwischen schnellen Ergebnissen und unsicheren Bereichen die Balance halten und Herausforderungen als Chancen begreifen.
- Das Wachstum des Teams unterstützen und komplexe Probleme aktiv angehen.
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