2 Punkte von GN⁺ 2025-08-24 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Es wird betont, dass man als Manager Fehler nicht vermeiden kann.
  • Als wichtige Management-Fähigkeit wird das „Reparieren“ nach einem Fehler hervorgehoben.
  • Ein schlechter Führungsstil, der Fehler leugnet oder vertuscht, schadet dem Vertrauen und dem Engagement im Team.
  • Der Schlüssel zum Aufbau von Vertrauen liegt darin, Fehler konkret anzuerkennen und das eigene Verhalten aufrichtig zu ändern.
  • Die wahre Aufgabe einer Führungskraft ist nicht Perfektion, sondern Wachstum und die Wiederherstellung von Beziehungen.

Einleitung: Als Manager macht man zwangsläufig Fehler

  • Wer zur Führungskraft befördert wird, erlebt viele große und kleine Fehler.
  • Es kommt vor, dass man mit falschem Feedback das Selbstvertrauen eines Teammitglieds schwächt oder eine Entscheidung trifft, die logisch erschien, aber völlig danebenlag.
  • Man vergisst Zusagen oder schafft es in Meetings manchmal nicht, die eigenen Emotionen im Zaum zu halten.

Wirklich wichtig ist die Haltung ‘nach’ dem Fehler

  • Nicht der Fehler selbst, sondern wie man danach damit umgeht, ist entscheidend.
  • In Dr. Becky Kennedys Erziehungsbuch "Good Inside" wird betont, dass für Eltern nicht Perfektion, sondern ‘Reparatur(repair)’ die wichtigste Fähigkeit ist.
    • Wichtig ist der Prozess, nach einem Fehler zurückzukehren, Verantwortung zu übernehmen und die Verbindung zur anderen Person wiederherzustellen.

Warum ‘Reparatur(Repair)’ im Management wichtig ist

  • Hervorragende Führungskräfte erkennen Fehler an und zeigen die Haltung, sie zu korrigieren.
  • Wenn man auf die schlimmsten Erfahrungen mit Vorgesetzten zurückblickt, ist nicht die Häufigkeit von Fehlern am schädlichsten, sondern die Haltung, sie niemals anzuerkennen.
    • Sie verbergen Fehler, wiederholen Fehlverhalten und weigern sich aus verletztem Stolz, es einzugestehen.

Die Auswirkungen von Fehlern auf Organisationen und die Frage des Vertrauens

  • Ein häufiges Muster: Führungskräfte machen nach außen überzogene Zusagen (zu Funktionen, Zeitplänen, Support usw.), ohne ausreichend mit dem Team zu sprechen.
  • Das Team bringt die Arbeit mit Überstunden gerade noch zu Ende, doch der Preis dafür sind technische Schulden, Erschöpfung und Unzufriedenheit.
  • Wenn die Führungskraft danach die Opfer des Teams ignoriert und kein Bedauern ausdrückt, verliert das Unternehmen seine besten Leute.
  • Umgekehrt gewinnt ein Manager, der ehrlich sagt: „Ich habe nicht ausreichend Rücksprache gehalten und euch in eine schwierige Lage gebracht. Nächstes Mal mache ich es anders.“, eher Vertrauen.

Unterschiedliche Erfahrungen und Unterschiede im Vertrauen

  • Auch der Autor selbst hat als Ingenieur die Fehler von Vorgesetzten ungefiltert gesehen und erlebt.
  • Je nachdem, ob eine Führungskraft Fehler transparent eingesteht oder nicht, verändern sich die Stimmung und das Vertrauen im gesamten Team dramatisch.
  • Wenn Verantwortung konkret übernommen, detailliert erklärt und eine Verhaltensänderung für das nächste Mal versprochen wird, wächst das Vertrauen des Teams sogar eher.

Wie effektive ‘Reparatur(Repair)’ aussieht

  1. Klar benennen, was genau der Fehler war
    • Statt des abstrakten „Es wurden Fehler gemacht.“ lieber klar sagen: „Ich habe dich in diesem Meeting gerade dreimal unterbrochen und deine Meinung übergangen.“
  2. Rücksicht auf die andere Person hat Vorrang
    • Nicht Selbstverteidigung oder Rechtfertigung (Stress, Hintergrunderklärungen), sondern das Bewusstsein für die Auswirkungen auf die andere Person ist entscheidend.
  3. Von echter Verhaltensänderung begleitet
    • Wenn man sich nur immer wieder entschuldigt und denselben Fehler wiederholt, wird die Entschuldigung zur Ausrede.
    • Ohne konkrete Veränderung verliert Aufrichtigkeit an Glaubwürdigkeit.
  4. Vertrauen wiederherzustellen braucht Zeit
    • Ein einziges Gespräch stellt volles Vertrauen nicht wieder her.
    • Es muss sich durch kontinuierlich verändertes Verhalten aufbauen.

Die Vorteile von ‘Reparatur(Repair)’ und das Wachstum von Führungskräften

  • Wenn Reparatur natürlich wird, gewinnt man als Führungskraft Vertrauen in Entscheidungen, Gespräche und das Eingehen von Risiken.
  • Man löst sich vom Perfektionismus und beginnt, Fehler als Chance für Wachstum und stärkere Beziehungen zu sehen.

Worauf man achten sollte

  • Verantwortungslosigkeit, wiederholte Fehler oder der Missbrauch von ‘Reparatur’ als Ausrede dürfen nicht vorkommen.
  • Für Führungskräfte ist nicht Perfektion entscheidend, sondern die Fähigkeit, echten Mehrwert zu schaffen, gemeinsam mit dem Team zu wachsen und die bestmögliche Arbeitsumgebung zu gestalten.

Fazit

  • Man muss anerkennen, dass Scheitern und Fehler manchmal unvermeidlich sind.
  • Der Kern guter Führung liegt darin, Fehler transparent anzuerkennen, Lehren daraus zu ziehen, sich zu verbessern und weiter voranzugehen.

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