1 Punkte von GN⁺ 2025-08-21 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Sequoia Capital führte die Series-B-Finanzierung an, mit der sich Zed insgesamt mehr als 42 Millionen US-Dollar gesichert hat
  • Nach der Entwicklung einer ultraschnellen IDE verfolgt Zed nun eine neue Form der Zusammenarbeit, bei der Code und Unterhaltung dauerhaft miteinander verbunden sind
  • Bestehende Git-basierte Zusammenarbeit ist snapshotbasiert und stößt daher bei kontinuierlicher Zusammenarbeit in Echtzeit und mit AI-Agenten an Grenzen
  • Zed entwickelt mit DeltaDB ein operationales Versionsverwaltungssystem, das feingranulare Änderungshistorien und codebezogene Diskussionen dauerhaft mit dem Code verknüpft
  • Zed und DeltaDB werden als Open Source veröffentlicht und bauen an einer zukünftigen Softwareentwicklungserfahrung, in der AI und Entwickler gemeinsam arbeiten

Series-B-Finanzierung und Vision von Zed

Zed hat eine Series-B-Finanzierung in Höhe von 32 Millionen US-Dollar unter der Führung von Sequoia Capital erhalten. Auch bestehende Investoren beteiligten sich, womit das gesamte Finanzierungsvolumen auf über 42 Millionen US-Dollar gestiegen ist.

In den vergangenen vier Jahren lag der Fokus darauf, die schnellste IDE der Welt zu bauen. Das bildet zugleich die Grundlage für eine neue Art der Software-Zusammenarbeit.

Zeds Ziel ist es, Gespräche über Code jederzeit mit dem jeweiligen Code verbunden zu halten und so das Problem des Kontextverlusts zu lösen, der durch veraltete Snapshots oder verstreute Tools entsteht.

Der erste Schritt war zunächst die Entwicklung eines Hochleistungs-Editors. Mit dieser Finanzierung wird nun der nächste Schritt möglich: die Entwicklung einer operationalen Versionsverwaltung sowie der Ausbau nahtloser Zusammenarbeit mit Teams und AI-Agenten.

Grenzen der Zusammenarbeit und Zeds Ansatz

Softwareentwicklung ist das Ergebnis eines fortlaufenden Dialogs mit sich selbst, mit Teammitgliedern und inzwischen auch mit generativen AI-Modellen.

In bestehenden Kollaborationstools sind Gespräche und Erkenntnisse nicht im Code selbst verankert, sondern über externe Tools oder Snapshots verteilt.

Git ermöglicht Zusammenarbeit über Commits und Branches, doch bis zu einem Commit bleibt man in einer isolierten Arbeitskopie gefangen.

In Pull Requests lassen sich Änderungen leicht diskutieren, doch Gespräche über bestimmte Codebereiche oder frühere Versionen hängen umständlich an Snapshots.

Wenn Snapshots veralten oder Nachrichten alt werden, verlieren Gespräche ihre Verbindung zum aktuellen Code, und wichtiger Kontext geht verloren.

Die Grenzen von Snapshots in der Zusammenarbeit mit AI

Für echte Zusammenarbeit mit AI-Agenten ist es nicht effizient, sich nur auf Commits oder Pull Requests zu stützen.

Mit AI braucht es schnelle Feedbackschleifen, doch für jede Unterhaltung neue Snapshots zu erzeugen, ist nicht realistisch, und die vorhandenen Tools unterstützen nur asynchrone Commit-Abläufe.

Alle Interaktionen mit AI in einen commitbasierten Workflow zu zwingen, erfüllt die wesentlichen Anforderungen moderner Zusammenarbeit nicht.

Die Patch-Methoden heutiger AI-Editoren behandeln nur vorübergehende Probleme und unterstützen nicht die eigentliche Form der Zusammenarbeit: den kontinuierlichen Dialog.

DeltaDB und ein neues Paradigma der Versionsverwaltung

Zed baut ein System, das nicht in Commit-Einheiten denkt, sondern jede Bearbeitung und den Diskussionsprozess selbst aufzeichnet.

In diesem System sammeln sich alle Bearbeitungen, Entscheidungen und Gespräche zusammen mit dem Code an und sind nicht länger an die starre Struktur von Commits gebunden.

Dafür entwickelt Zed ein neues Versionsverwaltungssystem namens DeltaDB.

DeltaDB nutzt CRDTs (Conflict-free Replicated Data Types), um Änderungen in Echtzeit zu verarbeiten und zu synchronisieren.

Dabei arbeitet es mit Git zusammen, unterstützt aber ebenso Echtzeitinteraktion wie asynchrone Zusammenarbeit und kann die Änderungshistorie dauerhaft an jeder Stelle im Code verankern.

Innovation der Developer Experience

Zeds Ziel ist es, die Codebasis in eine lebendige Historie der Softwareentwicklung zu verwandeln und sämtliche Informationen und Kontexte, die Menschen und AI gemeinsam erarbeitet haben, mit dem Code zu verbinden.

Dadurch wird nicht nur der Code selbst gespeichert, sondern auch Hintergrundwissen dazu, wie und warum dieser Code entstanden ist, sodass auch AI mit reichhaltigem Kontext versorgt werden kann.

Wenn zum Beispiel ein neuer Engineer einen Error-Trace verfolgt und die betreffende Zeile auswählt, kann er nachvollziehen, warum dieser Code geschrieben wurde, welche Diskussionen dazu geführt wurden und welche Vermutungen die AI hatte.

Man kann sofort eine Diskussion mit der verantwortlichen Person starten, sich auch per Audio-Call verbinden, und diese Aufzeichnung bleibt automatisch mit dem betreffenden Code verknüpft.

Open-Source-Strategie und Ausblick

Zed wird als Open Source veröffentlicht und kann von allen genutzt werden; optional wird es auch kostenpflichtige Dienste geben.

Für DeltaDB verfolgt das Team dieselbe Strategie und will im weiteren Entwicklungsverlauf detailliertere Informationen veröffentlichen.

Das Unternehmen hat nun Technologie, Vision und Kapital, um eine neue Form der Zusammenarbeit zu verwirklichen, an der sowohl Teammitglieder als auch AI teilnehmen können, und rekrutiert Entwickler, die sich für eine innovative Entwicklungskultur interessieren.

Zed-Editor ausprobieren und Stellenangebote

Zed kann auf macOS und Linux direkt ausprobiert und heruntergeladen werden.

Gesucht werden Engineers und Product Designer in verschiedenen Bereichen wie Kollaboration, Verbesserung des Editors, AI/Machine Learning und Font-Rendering.

Wer interessiert ist, kann sich über die offizielle Karriereseite bewerben.

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