1 Punkte von GN⁺ 2025-08-17 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Zahnpasta mit dem Protein Keratin ist wirksam bei der Reparatur von geschädigtem Zahnschmelz
  • Keratin bildet auf der Zahnoberfläche eine Schutzschicht, die wie natürlicher Zahnschmelz wirkt
  • Keratin blockiert Zahnerosion, die herkömmliche Fluorid-Zahnpasta nicht vollständig verhindern kann
  • Die Technologie könnte als Zahnpasta für den Alltag oder als Gel für professionelle Behandlungen angeboten werden
  • Besonders hervorgehoben werden die Vorteile gegenüber traditionellen Materialien in Bezug auf Nachhaltigkeit und Biokompatibilität

Forschungshintergrund und wichtigste Erkenntnisse

  • Ein Forschungsteam des King's College London hat bekannt gegeben, dass aus Haaren, Haut, Wolle und ähnlichen Quellen gewonnenes Keratin den Zahnschmelz reparieren und beginnende Erosion verhindern kann
  • Wenn Keratin mit Mineralien im Speichel in Kontakt kommt, bildet es eine Schutzbeschichtung, die Struktur und Funktion natürlichen Zahnschmelzes nachahmt
  • Im Gegensatz zu Knochen oder Haaren kann Zahnschmelz nach einem Verlust nicht auf natürliche Weise regeneriert werden

Ursachen von Zahnerosion und die Rolle von Keratin

  • Durch saure Lebensmittel, Getränke, schlechte Mundhygiene, Alterung und andere Faktoren wird der Zahnschmelz angegriffen und geschädigt
  • Das führt zu empfindlichen Zähnen, Schmerzen und schließlich sogar zu Zahnverlust
  • Bisher wurde das Fortschreiten vor allem mit Fluorid-Zahnpasta verlangsamt, doch Keratin könnte die Zähne schützen und Empfindlichkeit lindern, indem es eine dichte Mineralschicht bildet, die die Erosion selbst vollständig blockiert

Klinische Anwendung und erwartete Wirkung

  • Die Technologie könnte als Zahnpasta für die tägliche Anwendung oder für intensivere Pflege als von Fachleuten aufgetragenes Gel (ähnlich einem Nagellack) angeboten werden
  • Konkrete Wege zur klinischen Umsetzung werden bereits geprüft, mit dem Ziel einer Kommerzialisierung in 2 bis 3 Jahren

Technisches Prinzip und wissenschaftliche Grundlage

  • In dieser Studie verwendete das Forschungsteam Keratin, das aus Wolle gewonnen wurde
  • Wird Keratin auf die Zahnoberfläche aufgetragen und trifft dort auf Mineralien aus dem Speichel, entsteht ein zahnschmelzähnliches Scaffold mit hochgradig organisierter Kristallstruktur
  • Mit der Zeit trägt dieses Scaffold zur Bildung einer Schutzbeschichtung bei, die kontinuierlich Kalzium- und Phosphationen anzieht und den Zahn umhüllt
  • Das stellt einen bedeutenden Fortschritt für die regenerative Zahnmedizin dar

Nachhaltigkeit und Ausblick

  • Keratin kann aus biologischen Abfällen wie Haaren und Haut gewonnen werden, was auch den Anforderungen an die Nachhaltigkeit medizinischer Materialien entspricht
  • Gegenüber Kunststoffharzen, die in herkömmlichen restaurativen Behandlungen verwendet werden, bietet es Vorteile bei Haltbarkeit, Ungiftigkeit und natürlicher Farbgebung
  • Die Forschung steht zudem im Zusammenhang mit zirkulären Innovationen an der Schnittstelle von Abfallverwertung und Gesundheitswesen

Einschätzung des Forschungsteams und Erwartungen

  • Die Wissenschaftlerin Dr. Sara Gamea sagte, diese Technologie biete eine biokompatible Alternative, die die Grenzen zwischen Biologie und Zahnmedizin überschreitet
  • Dr. Elsharkawy erklärte, er erwarte mit dem Einsatz von Biomaterialien den Beginn einer Ära, in der über bestehende Behandlungen hinaus auch die Wiederherstellung biologischer Funktionen möglich wird
  • Mit Industriepartnerschaften und weiterer Entwicklung könnte eine Zeit beginnen, in der mit einfachen Ressourcen wie Haaren stärkere und gesündere Zähne möglich werden

Noch keine Kommentare.

Noch keine Kommentare.