1 Punkte von GN⁺ 2025-12-14 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Mithilfe der CRISPR-Geneditierungstechnologie wurde ein neuer Stamm entwickelt, der effizienter, nährstoffreicher und nachhaltiger ist als bisherige Varianten
  • Es handelt sich um Fusarium venenatum, eine Art, die wegen ihres fleischähnlichen Geschmacks und ihrer Textur bereits in mehreren Ländern für Lebensmittel zugelassen ist
  • Das Forschungsteam entfernte das Gen für Chitinsynthase und das Gen für Pyruvatdecarboxylase, um die Verdaulichkeit und die Stoffwechseleffizienz zu verbessern
  • Der neue Stamm FCPD senkte bei der Proteinproduktion den Zuckereinsatz um 44 %, erhöhte die Geschwindigkeit um 88 % und verringerte die Treibhausgasemissionen um bis zu 60 %
  • Die Technologie wird als bedeutender Fortschritt bewertet, da sie zugleich nachhaltige Lebensmittelproduktion und eine Verringerung der Umweltbelastung ermöglichen kann

Neuer mit CRISPR entwickelter Proteinstamm

  • Das Forschungsteam entwickelte mithilfe der CRISPR-Geneditierungstechnologie einen Fusarium-venenatum-Stamm, der effizienter und nährstoffreicher ist als bisherige Pilzstämme
    • Dieser Pilz ist wegen seines fleischähnlichen Geschmacks und seiner Textur bereits in mehreren Ländern für Lebensmittel zugelassen
    • Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Trends in Biotechnology veröffentlicht
  • Da die konventionelle Tierhaltung weltweit rund 14 % der Treibhausgasemissionen verursacht, erfüllt die Studie den Bedarf an umweltfreundlichen alternativen Proteinen

Geneditierungsprozess und Funktionsverbesserungen

  • Das Forschungsteam optimierte Struktur und Stoffwechsel des Pilzes, indem es zwei Gene entfernte
    • Zunächst wurde das Gen für Chitinsynthase entfernt, wodurch die Zellwand dünner wurde und sich die Verdaulichkeit sowie die Bioverfügbarkeit des Proteins verbesserten
    • Anschließend wurde das Gen für Pyruvatdecarboxylase entfernt, um die Stoffwechseleffizienz zu steigern
  • Dadurch benötigt der neue Stamm FCPD zur Produktion derselben Proteinmenge 44 % weniger Zucker und kann mit 88 % höherer Geschwindigkeit produzieren

Umweltvorteile und Produktionseffizienz

  • Bei der Massenproduktion reduziert FCPD die Treibhausgasemissionen im Vergleich zur bisherigen Pilzproteinproduktion um bis zu 60 %
  • Im Vergleich zur Hühnerfleischproduktion in China zeigt sich eine 70 % geringere Landnutzung und ein 78 % geringeres Risiko der Süßwasserverschmutzung
  • Diese Ergebnisse zeigen, dass es sich unabhängig vom Produktionsstandort um eine Proteinquelle mit niedrigem ökologischen Fußabdruck handelt

Bedeutung als nachhaltige Lebensmitteltechnologie

  • Das Forschungsteam erklärte, dass solche geneditierten Lebensmittel den weltweiten Nahrungsmittelbedarf decken könnten, ohne die Umweltkosten der konventionellen Landwirtschaft zu verursachen
  • Die Studie wird als wichtiger Fortschritt im Bereich nachhaltiger Lebensmitteltechnologien bewertet
  • Die zugehörige Arbeit ist im Open Access verfügbar; weitere Informationen finden sich auf den Websites von EurekAlert! und Cell

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