- Ich habe unzählige Apps wie Notion, Todoist, Things 3 ausprobiert, bin am Ende aber wieder zu einer simplen Textdatei namens todo.txt zurückgekehrt
- Apps haben meine Produktivität durch Abogebühren, Synchronisierungsfehler und den Aufwand für zu viele Funktionen eher verschlechtert
- Aktuell nutze ich ein System mit einer einzigen Textdatei, in der ich Aufgaben nach Datum notiere und laufend Notizen ergänze
- Die Vorteile sind jederzeitiger Zugriff, schnelles Erfassen und Suchen, volle Kontrolle und ein langfristig beständiges Format
- Der Kern von Produktivität ist nicht das Tool, sondern der einfache Prozess aus aufschreiben, prüfen und ausführen
- Wichtig ist eine einfache und nachhaltige Methode
Einleitung: Die endlose Suche nach der Produktivitäts-App
- Über Jahre hinweg habe ich verschiedenste Apps verwendet, darunter Notion, Todoist, Things 3, OmniFocus, Asana, Trello, Any.do, TickTick und sogar eine selbst gebaute To-do-App
- Dabei ging viel Zeit für das Einrichten komplexer Kategorien, Tags, Projekte und Labels verloren
- Probleme der Apps selbst, etwa Monetarisierung, Synchronisierungsfehler oder Firmenübernahmen, waren immer wieder frustrierend
- Ich habe erlebt, wie ineffizient es ist, mehr Zeit in die Verwaltung eines komplexen Systems als in die eigentliche Arbeit zu stecken
Eigene Erfahrungen mit den einzelnen Apps
- Notion: Ich habe mir sogar ein komplexes Life-OS gebaut, es aber schon nach wenigen Tagen nicht mehr genutzt
- Todoist: Ich habe nur noch das Punktesystem wie ein Spiel verfolgt, statt die eigentliche Arbeit zu erledigen
- Things 3: Schön und teuer, aber ich habe trotzdem ständig Dinge vergessen
- Trello: Ich habe Kanban-Boards gebaut, aber für Einzelpersonen statt eines Startups passt das nicht gut
- OmniFocus: So mächtig, dass allein das Lernen zu viel Aufwand war und mehr Zeit kostete als die eigentliche Arbeit
Der entscheidende Wendepunkt
- An einem Tag mit leerem Handy-Akku habe ich meine Aufgaben einfach sofort auf einen Post-it-Zettel geschrieben
- Mit nur vier schlicht notierten Aufgaben habe ich alles erledigt
- Eine einfache Liste ohne komplexe Funktionen sorgt am Ende für höhere Produktivität
Mein aktuelles System: genau eine Textdatei
Warum das funktioniert
- Die Datei liegt immer auf meinem Desktop
- Per Tastenkürzel kann ich sie sofort öffnen, der Zugriff ist also extrem schnell
- Mit AI (z. B. Cursor/Claude Code, Neovim + Supermaven) lässt sich die Planung automatisch ergänzen, nötig ist das aber nicht
- Neue Aufgaben sind schnell hinzugefügt, ganz ohne unnötige UI-Navigation oder Klicks
- Mit Textsuche (Cmd+F) lassen sich frühere Einträge schnell wiederfinden
- Die Datei gehört zu 100 % mir – unabhängig von Dienstabschaltungen oder Updates
- Weil es keine funktionale Schönfärberei gibt, ist man ehrlicher zu sich selbst – festgehalten wird nur, ob etwas erledigt wurde oder nicht
- Dauerhafte Kompatibilität – auch Textdateien von vor 20 Jahren lassen sich heute sofort öffnen
Das eigentliche Geheimnis von Produktivität
- Alles, was im Kopf herumschwirrt, auf Papier oder in eine Datei auslagern
- Die Liste konsequent überprüfen
- Die Dinge tatsächlich erledigen
- Alles andere ist nur als Komplexität verkleidete Aufschieberei
Kurze Antworten auf häufige Fragen
- Erinnerungen? : Für zeitbasierte Dinge nutze ich den Kalender
- Projektstruktur? : Ich notiere sie mit Tags wie
[PROJECT]
- Zusammenarbeit? : Für die Arbeit nutze ich Arbeitstools, persönliche To-dos bleiben in der txt-Datei
- Mobil nutzen? : Die Datei wird z. B. über Dropbox synchronisiert und lässt sich in jedem Texteditor bearbeiten
Fazit: eine unerwartete Schlussfolgerung
- Meine Produktivität ist viel höher als zu der Zeit, als ich komplexe Apps genutzt habe
- Das beste Produktivitätssystem ist das, das man tatsächlich dauerhaft weiterbenutzt
- Weil es nicht schwer ist und überhaupt nichts eingerichtet werden muss, bleibt man leicht dabei
Selbst ausprobieren: praktische Anleitung
- Datei
todo.txt anlegen
- Die Aufgaben für morgen aufschreiben
- Die Aufgaben tatsächlich erledigen
- Währenddessen Notizen ergänzen
- Wenn nötig, einfach mit einer neuen Datumssektion weitermachen
- Wer das nur eine Woche lang ausprobiert, merkt schnell: Einfachheit schlägt Raffinesse fast immer
- Wenn es nicht funktioniert, kann man jederzeit wieder eine neue App ausprobieren
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