26 Punkte von GN⁺ 2025-08-12 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Ich habe unzählige Apps wie Notion, Todoist, Things 3 ausprobiert, bin am Ende aber wieder zu einer simplen Textdatei namens todo.txt zurückgekehrt
  • Apps haben meine Produktivität durch Abogebühren, Synchronisierungsfehler und den Aufwand für zu viele Funktionen eher verschlechtert
  • Aktuell nutze ich ein System mit einer einzigen Textdatei, in der ich Aufgaben nach Datum notiere und laufend Notizen ergänze
  • Die Vorteile sind jederzeitiger Zugriff, schnelles Erfassen und Suchen, volle Kontrolle und ein langfristig beständiges Format
  • Der Kern von Produktivität ist nicht das Tool, sondern der einfache Prozess aus aufschreiben, prüfen und ausführen
    • Wichtig ist eine einfache und nachhaltige Methode

Einleitung: Die endlose Suche nach der Produktivitäts-App

  • Über Jahre hinweg habe ich verschiedenste Apps verwendet, darunter Notion, Todoist, Things 3, OmniFocus, Asana, Trello, Any.do, TickTick und sogar eine selbst gebaute To-do-App
  • Dabei ging viel Zeit für das Einrichten komplexer Kategorien, Tags, Projekte und Labels verloren
  • Probleme der Apps selbst, etwa Monetarisierung, Synchronisierungsfehler oder Firmenübernahmen, waren immer wieder frustrierend
  • Ich habe erlebt, wie ineffizient es ist, mehr Zeit in die Verwaltung eines komplexen Systems als in die eigentliche Arbeit zu stecken

Eigene Erfahrungen mit den einzelnen Apps

  • Notion: Ich habe mir sogar ein komplexes Life-OS gebaut, es aber schon nach wenigen Tagen nicht mehr genutzt
  • Todoist: Ich habe nur noch das Punktesystem wie ein Spiel verfolgt, statt die eigentliche Arbeit zu erledigen
  • Things 3: Schön und teuer, aber ich habe trotzdem ständig Dinge vergessen
  • Trello: Ich habe Kanban-Boards gebaut, aber für Einzelpersonen statt eines Startups passt das nicht gut
  • OmniFocus: So mächtig, dass allein das Lernen zu viel Aufwand war und mehr Zeit kostete als die eigentliche Arbeit

Der entscheidende Wendepunkt

  • An einem Tag mit leerem Handy-Akku habe ich meine Aufgaben einfach sofort auf einen Post-it-Zettel geschrieben
  • Mit nur vier schlicht notierten Aufgaben habe ich alles erledigt
  • Eine einfache Liste ohne komplexe Funktionen sorgt am Ende für höhere Produktivität

Mein aktuelles System: genau eine Textdatei

  • Ich schreibe alle Aufgaben in eine einzige Textdatei
    날짜  
    시간 할 일  
    - 서브 메모  
    추가적인 할 일  
    
  • Jeden Abend schreibe ich den Plan für den nächsten Tag als Text auf
  • Aufgaben mit fester Zeit bekommen eine Zeitangabe, Unterpunkte notiere ich mit einem Bindestrich
  • Erledigte Aufgaben lösche ich oder versehe sie mit einer Ergebnisnotiz, offene Aufgaben werden verschoben
  • Wenn man diese Methode beibehält, funktioniert sie zugleich auch als Journal – also als Aufzeichnung davon, mit wem man was gemacht und welche Entscheidungen man getroffen hat

Warum das funktioniert

  • Die Datei liegt immer auf meinem Desktop
  • Per Tastenkürzel kann ich sie sofort öffnen, der Zugriff ist also extrem schnell
  • Mit AI (z. B. Cursor/Claude Code, Neovim + Supermaven) lässt sich die Planung automatisch ergänzen, nötig ist das aber nicht
  • Neue Aufgaben sind schnell hinzugefügt, ganz ohne unnötige UI-Navigation oder Klicks
  • Mit Textsuche (Cmd+F) lassen sich frühere Einträge schnell wiederfinden
  • Die Datei gehört zu 100 % mir – unabhängig von Dienstabschaltungen oder Updates
  • Weil es keine funktionale Schönfärberei gibt, ist man ehrlicher zu sich selbst – festgehalten wird nur, ob etwas erledigt wurde oder nicht
  • Dauerhafte Kompatibilität – auch Textdateien von vor 20 Jahren lassen sich heute sofort öffnen

Das eigentliche Geheimnis von Produktivität

  1. Alles, was im Kopf herumschwirrt, auf Papier oder in eine Datei auslagern
  2. Die Liste konsequent überprüfen
  3. Die Dinge tatsächlich erledigen
  • Alles andere ist nur als Komplexität verkleidete Aufschieberei

Kurze Antworten auf häufige Fragen

  • Erinnerungen? : Für zeitbasierte Dinge nutze ich den Kalender
  • Projektstruktur? : Ich notiere sie mit Tags wie [PROJECT]
  • Zusammenarbeit? : Für die Arbeit nutze ich Arbeitstools, persönliche To-dos bleiben in der txt-Datei
  • Mobil nutzen? : Die Datei wird z. B. über Dropbox synchronisiert und lässt sich in jedem Texteditor bearbeiten

Fazit: eine unerwartete Schlussfolgerung

  • Meine Produktivität ist viel höher als zu der Zeit, als ich komplexe Apps genutzt habe
  • Das beste Produktivitätssystem ist das, das man tatsächlich dauerhaft weiterbenutzt
  • Weil es nicht schwer ist und überhaupt nichts eingerichtet werden muss, bleibt man leicht dabei

Selbst ausprobieren: praktische Anleitung

  1. Datei todo.txt anlegen
  2. Die Aufgaben für morgen aufschreiben
  3. Die Aufgaben tatsächlich erledigen
  4. Währenddessen Notizen ergänzen
  5. Wenn nötig, einfach mit einer neuen Datumssektion weitermachen
  • Wer das nur eine Woche lang ausprobiert, merkt schnell: Einfachheit schlägt Raffinesse fast immer
  • Wenn es nicht funktioniert, kann man jederzeit wieder eine neue App ausprobieren

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