4 Punkte von GN⁺ 2025-08-06 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • uBlock Origin Lite ist jetzt für den Safari-Browser verfügbar
    • Es ist eine leichte Version des beliebten Open-Source-Erweiterungsprogramms uBlock Origin, das Werbung und Tracker blockiert
  • Über den App Store kann es jetzt auf Apple-Geräten wie iPhone, iPad und Mac als Safari-spezifisch heruntergeladen und installiert werden
  • Die Kernfunktionen sind Werbeblockierung und Datenschutz durch das Blockieren von Tracking-Elementen auf Websites
  • Diese Version ist so konzipiert, dass sie im Vergleich zur Desktop-Version von uBlock Origin leichter und schneller läuft
  • Auch Nutzer von Apple-Geräten erhalten mit dieser App ein angenehmeres, werbefreies Web-Erlebnis

1 Kommentare

 
GN⁺ 2025-08-06
Hacker News Kommentar
  • Man sollte deutlich stärker darüber empört sein, dass Safaris Werbe-Blocking-Funktionen nach wie vor hinter Google Chrome MV3 zurückbleiben, insbesondere weil Apples declarativeNetRequest-Implementierung bis einschließlich iOS 18.6 nur halbwegs funktionierte; Apple macht lediglich das Nötigste und ist dafür fast immer straflos, wodurch sich im Grunde das eigentliche Problem ausbreitet, nämlich Apples „Reality Distortion Field“. Gleichzeitig verdienen andere Entwickler an Werbeblockern für Safari (zum Teil sogar mit Abos), obwohl diese oft schlechter sind als Werbeblocker in anderen Browsern, die kostenlos angeboten werden.
    • In den Safari-18.6-Release-Notes wird dieses Problem erwähnt (Safari 18.6 release notes). Weitere Quellen sind rar, aber in diesem Blogbeitrag wird beschrieben, dass dieser Fehler Werbeblocker mit declarativeNetRequest die komplette Cloudflare-Site-Landschaft kaputtmachen konnte. Während Google das Ende von Manifest V2 angekündigt hat, bewegt sich Apple offenbar Schritt für Schritt Richtung mindestens gleichwertiger Funktionalität wie Google MV3. Das ist weit weg von der Datenschutz-Leadership, die Apple bisher vorgab, aber es ist immerhin ein Fortschritt.
    • Ich stimme zu, dass Apple trotz minimaler Maßnahmen kaum ernsthaft kritisiert wird. Mir fehlt aber ein konkretes Beispiel für echte declarativeNetRequest-Nutzung in Safari. Die Safari-Werbeblocker-Landschaft läuft nach wie vor auf der Legacy-Content-Blocking-Technik aus 2015, und da diese ausreichend gut funktioniert, fehlt für Apple und die Werbeblocker-Entwickler offenbar der Druck, auf neue Technik umzusteigen.
    • Ich halte Firefox für die deutlich bessere Werbe-Blocking-Toolchain als Chrome. Früher gab es uBlock Origin auch als Safari-Extension, aber es wurde nach ein paar OS-Updates für mich entfernt. Da ich keinen Spyware-Browser von Google nutze, ist es erfreulich, dass Safari nun brauchbare Werbeblock-Funktionalität als Ersatz hat.
    • Ich denke, Apple hat den simplen Grund, Werbeblocker nicht aktiv verbessern zu wollen: rund 20 Milliarden Dollar Werbeumsatz pro Jahr.
    • Die Lösung ist simpel: keine Apple-Produkte oder -Apps entwickeln, nicht benutzen und offene Protokolle nutzen. Einfach so tun, als gäbe es Apple nicht. Geschlossene Ökosysteme sind der eigentliche Schaden.
  • Ich bin auf dem iPhone auf einen Link geklickt und in den App Store gegangen, der Download-Button war sichtbar, und ich dachte, nun kann ich endlich auch mobil Werbung blockieren. Nach der Installation erschien in der App die Aufforderung, sie in Safari zu aktivieren. Das wirkte komisch, aber ich folgte der Anleitung: zu Einstellungen > Safari > Erweiterungen > uBlock Origin Lite gewechselt, aber dort stand „uBO Lite ist auf dieser Safari-Version nicht verfügbar“. Der gesamte Ablauf fühlte sich wie eine Aneinanderreihung von Fehlversuchen an. Ich konnte nicht verstehen, warum eine nicht funktionierende App überhaupt im iPhone-App-Store verfügbar sein sollte. Ist iOS-Safari wirklich so anders als Mac Safari?
    • Aus eigener Erfahrung mit mehrfachen iOS-Safari-Erweiterungs-Apps gibt es keine API, mit der eine App eine Safari-Erweiterung selbst aktivieren kann; selbst ein Deep Link, der die Nutzenden direkt zu Einstellungen > Safari > Erweiterungen führt, existiert unter iOS nicht. Man kann Nutzer nur über einen Hinweistext leiten. Unter macOS gibt es dafür eine Direkt-API, und ich hoffe, iOS bekommt so etwas irgendwann ebenfalls.
    • Für iOS wird iOS 18.6 benötigt; nach dem Update funktionierte es.
    • Seit Jahren verwende ich Firefox Focus als Werbeblocker in Safari. Eigentlich nutze ich den Browser nicht, sondern nur Safari, und die Integration war bislang gut mit brauchbarer Wirkung.
  • Der Duckduckgo-Browser hat im Apple Store eine bessere Bewertung als Firefox; falls jemand ihn ausprobiert hat, würde mich interessieren, ob er sich in der Praxis wirklich besser anfühlt. Leider kann man auf iOS wie wegen Apples Richtlinien keinen uBlock in Firefox installieren, wie man es auf Android tut (dieser Kommentar entstand im Kontext der App-Store-Policy-Diskussion).
  • Es wurde ein iOS-/iPadOS-freier uBlock Origin Lite-Link geteilt: uBlock Origin Lite App Store Link
    • Ich habe die Ländercode-URL von cn auf au geändert und so die australische Store-Version gefunden: Australien-Link
  • (Der Kommentar, in dem ich bei App Store um ein Link-Update gebeten und gemeldet habe, dass es aktualisiert sei, wurde hier ausgelassen, da er inhaltlich wenig trägt.)
  • Sucht man im App Store nach „ublock origin lite“, landet er ohne Anführungszeichen an Position 13, mit Anführungszeichen bei Position 4, beim zweiten Versuch auf Platz 3, beim dritten sind oben wieder willkürlich Sponsor-Werbungen eingesprungen; die wechselnden Ergebnisse sind zumindest interessant.
    • Auch heute noch ist die Suchfunktion in vielen Webseiten oder In-App-Suchen einfach unbrauchbar. Mindestens eine 100%-Teiltreffer-Suche sollte klar hervorgehoben und ganz oben dargestellt werden. Es braucht Sortierkriterien. Der Windows-Startmenü-Indexer ist direkt nach dem Login so langsam bei lokaler Dateisuche, dass er stattdessen nur Onlineergebnisse zeigt. Auch das KDE-Menü bewertet Treffer manchmal danach, ob ein Wort in der Beschreibung statt im Namen vorkommt. Die Grundprinzipien der Suche (Teillinie, Präfix-Match usw.) sind eigentlich simpel, aber werden unnötig verkompliziert und liefern schlechte Ergebnisse.
    • Wird im App Store nach uBlock gesucht, sind ganz oben Werbeanzeigen anderer Werbeblocker, und der zweite Treffer „Ublock“ trägt zwar das Tag „Origin“, ist aber ein klarer Spam, der versucht, den Ruf von uBlock Origin zu missbrauchen und Nutzer zu täuschen. Im Apple App Store gibt es viel zu viele solcher Betrugs-Apps. Das ist nicht nur schlechte Suche, sondern ein Versagen bei Anti-Fraud-Regeln – und manchmal wirkt es so, als ob die schlechte Suchqualität absichtlich in Kauf genommen wird.
    • Die Suchqualität von Apple ist absichtlich heruntergefahren; am Ende zählt dort eben eher Geld als Qualität.
    • Bei neuen Apps kann es dauern, bis sie in den Top-Ergebnissen landen. Das steht wohl auch im Zusammenhang mit Apples Richtlinien, damit bösartige Apps nicht sofort über Namensmissbrauch nach oben springen. (Trotzdem scheint es solche Missbrauchsfälle weiterhin zu geben.)
    • Überall ist die Suche heute schlechter geworden. Auf Google liefert die Suche nach „terms reddit“ ein deutlich besseres Ergebnis als die Reddit-eigene Suche. Unter macOS ist die Finder-Suche wertlos, wenn man den exakten Dateinamen nicht kennt, und Spotlight zeigt oft stattdessen ein PDF aus 2017 statt passender Textdateien an. Ich frage mich, warum die Suche so schwer geworden ist.
  • Falls jemand daran interessiert ist: Die Originalversion (nicht Light) von uBlock Origin funktioniert auf Orion (Kakis WebKit-basierter Browser) sowohl auf iPhone als auch auf Mac gut, und es ist super, dass man sie jetzt auch in Safari nutzen kann – denn diese Plattformen setzen Safari als Standardbrowser voraus.
    • Ich nutze den Orion-Browser auf iPhone und Mac schon lange und mag ihn sehr, aber in letzter Zeit gibt es immer mehr Fehler und er wird langsamer. Um RAM-Verbrauch und Ruckler zu begrenzen, muss ich ihn mehrmals am Tag neu starten; er wirkt ziemlich „beta“, aber ich sende weiterhin Bug Reports.
    • Nach mehreren Monaten Orion zu nutzen, habe ich ihn für Menschen, die Firefox-Erweiterungen auf Android brauchen, für die beste Option gehalten. Er ist immer noch im Beta-Stadium und hat öfter Tab-Bugs, aber dieser Kompromiss hat sich bisher gelohnt.
    • Orion unterstützt nicht alle Firefox/Chromium-Erweiterungen; manche funktionieren nur teilweise. Dass kein Fehler auftritt, heißt nicht, dass alles sauber läuft. Mir gefällt nicht, dass Kagi leicht den Eindruck erweckt, alles würden funktionieren: Kompatibilitätsliste der in Orion unterstützten Erweiterungen
  • Ich habe AdGuard in den letzten Jahren problemlos genutzt; außer ein paar Lecks in der Filterung ist mir sonst nichts passiert. Vielleicht hat jemand Vergleiche zu anderen Werbeblockern.
    • Auf macOS hält AdGuard sich als Menüleisten-App, lädt mehrere Erweiterungen in Safari und wirkt dadurch schwerfällig und umständlich. uBOL dagegen hat nur genau eine Safari-Extension und ist deutlich aufgeräumter.
    • Eine alternative Lösung, die ich schon seit Jahren gut nutze, ist 1Blocker.
    • Als ich erfahren habe, dass das AdGuard-Team aus Russland stammt, habe ich mein Abo gekündigt; das allein reicht für mich als klaren Unterschied.
    • AdGuard bleibt auf iOS in mehreren Erweiterungen stärker, weil es dadurch Filter-Limits umgehen kann; deshalb ist es dort aktuell oft überlegen. uBlock Origin Lite kann zum Beispiel Google-Login-Popups nicht blockieren.
    • Auf macOS läuft AdGuard immer als Electron-basierte Hintergrund-App.
  • uBlock Origin Lite wirkt bei Standard-Einstellungen oft besser als AdGuard.
  • Die Installation war erfolgreich, aber das Aktivierungskästchen der Erweiterung war ausgegraut und nicht anklickbar (Safari 18.5 on macOS Sequoia 15.5). Neustarts des Browsers und Neuinstallation der Erweiterung halfen nicht.
    • Die Lösung war ein Update auf Sequoia 15.6, also Safari 18.6.
  • Brave bringt eine starke integrierte Werbeblock-Funktion mit. Mich würde interessieren, warum so viele Menschen Brave trotzdem nicht nutzen.