- Zwei Arbeiten zu SETI@home wurden im Juni 2025 angenommen und sollen in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift 《The Astronomical Journal》 veröffentlicht werden
- "SETI@home: Data Acquisition and Front-End Processing": Beschreibt den Datenrekorder, den Splitter und das Client-Programm von SETI@home und behandelt außerdem fünf Detektionstypen, die Parameter und Statistiken jedes Typs sowie die Algorithmen zu ihrer Erkennung
- "SETI@home: Data Analysis and Findings": Beschreibt das Backend (Nebula) von SETI@home und dessen Ergebnisse (RFI-Entfernung, Kandidatenerkennung, Ranking) und erläutert außerdem, wie künstliche Signale (oder „birdy“) zur Algorithmusoptimierung und zur Abschätzung der Gesamtsensitivität verwendet wurden
- Derzeit läuft am in China gelegenen FAST-Observatorium die erneute Beobachtung der 92 besten von Nebula gefundenen Kandidatenobjekte
- Die Schlussfolgerungen der Arbeiten bestehen aus drei Teilen
- Was SETI@home im Unterschied zu anderen Projekten neu geleistet hat
- Was man hätte verbessern sollen, wenn man SETI@home noch einmal von Grund auf neu starten könnte
- Lehren für künftige Radio-SETI-Projekte, insbesondere Himmelsdurchmusterungsprojekte
- Mit der Veröffentlichung der Arbeiten erhalten die enormen Anstrengungen der freiwilligen Helfer, die in SETI@home eingeflossen sind (sowie die Stromkosten und CO2-Emissionen), einen Zweck und eine Bedeutung
- Für den Autor sind diese Arbeiten ein zutiefst befriedigender Abschluss von 25 Jahren harter Arbeit, die nach 15 Jahren Einsatz für die ursprüngliche Entwicklung von SETI@home auch die Entwicklung von BOINC und die Portierung von SETI@home auf BOINC umfassten
- Wie schon Carl Sagans Essay 《Pale Blue Dot》 zeigt, verspürt die Menschheit insgesamt ein starkes Verlangen danach, andere intelligente Lebensformen zu finden, um die Einsamkeit zu überwinden, die daraus entsteht, dass die Erde durch die Leere treibt.
- „Ich sehe SETI@home als ein Projekt, bei dem eine Million Menschen gemeinsam ins All greifen, in der Hoffnung, andere Intelligenzen zu finden. SETI@home ist vielleicht quixotisch, aber unter den Bestrebungen der Menschheit beispiellos. Lasst uns darüber nachdenken und stolz auf das sein, was wir gemeinsam erreicht haben (I think of SETI@home as a million people reaching out together into space, hoping to find other minds. SETI@home is perhaps quixotic, but it's unparalleled among human endeavors. Let's reflect on this, and be proud of what we accomplished together).“
1 Kommentare
In letzter Zeit habe ich wegen des SETI-Brettspiels auch nach Dingen rund um SETI gesucht, deshalb freut es mich umso mehr, das jetzt als Nachricht zu sehen.
Das SETI-Brettspiel macht wirklich großen Spaß. Ich würde es auch Leuten empfehlen, die sich mit Brettspielen nicht gut auskennen.
Wenn man jungen Leuten, die SETI selbst gar nicht kennen, zuerst das Projekt erklärt, ist schon der Hintergrund spannend, und das Spielthema passt einfach perfekt.
Ein Brettspiel aus dem Jahr 2025 ist aktuell schon auf Platz 43 der Gesamtwertung aller Brettspiele gestiegen, also dürfte es bald in die Top 10 kommen.