Impostor-Syndrom
-
Was ist das Impostor-Syndrom?
- Ein psychologisches Phänomen, bei dem man trotz hoher Leistungen wiederholt Angst und Selbstzweifel empfindet, etwa in dem Sinne: „Ich bin ein Hochstapler“ oder „Irgendwann wird auffliegen, wer ich wirklich bin“.
-
Es kann jeden treffen
- Auch erfolgreiche Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen wie Gründer, Künstler und Wissenschaftler erleben es.
- Beispiele: Mike Myers, Jodie Foster, Heo Jun-yi und andere haben offen darüber gesprochen, dass sie sich zeitweise nicht qualifiziert fühlten.
-
Wichtige Symptome und Merkmale
- Erfolge oder Lob werden eher Glück oder Zufall zugeschrieben als den eigenen Fähigkeiten.
- Man hat das Gefühl, im Vergleich zu anderen nicht gut genug zu sein.
- Misserfolge werden als Folge eigener Unfähigkeit gedeutet, Erfolge dagegen als Ergebnis äußerer Faktoren.
- Man zweifelt endlos an sich selbst, etwa mit Gedanken wie: „Ich bin nicht gut in dieser Arbeit … noch nicht.“
-
Ursachen und psychologischer Hintergrund
- Perfektionismus und Selbstzweifel wirken zusammen.
- Man legt an sich selbst hohe Maßstäbe an und urteilt, ohne Perfektion nicht qualifiziert zu sein.
- Lob oder Erfolgserfahrungen aus der Entwicklungsgeschichte werden nicht innerlich verankert.
-
Die zwei Seiten des Impostor-Syndroms
- Negativ: Wenn Selbstzweifel zu stark werden, können sie zu Burnout, Rückzug oder Selbstverachtung führen.
- Positiv: Selbstzweifel können auch als Motivation wirken, mehr zu lernen und weiter zu wachsen.
-
Wege zur Überwindung und praktische Tipps
- Das Wort „noch nicht (not yet)“ hinzufügen, um Raum für Entwicklung anzuerkennen.
- Sich selbst als neugierigen Lernenden annehmen.
- Sich selbst zugestehen, es verdient zu haben, auf Augenhöhe mit den Kollegen zu stehen.
- Akzeptieren, dass Selbstzweifel ein natürlicher Teil von Wachstum sind.
- Sich daran erinnern, dass auch erfolgreiche Menschen dieselben Gefühle erlebt haben.
-
Fazit
- Selbstzweifel sind ein häufiges Phänomen; es gilt, den unmöglichen Maßstab des Perfektionismus loszulassen und weiter Herausforderungen anzunehmen.
- Es ist natürlich, im Prozess des persönlichen Wachstums ein Impostor-Syndrom zu erleben.
5 Kommentare
Sogar Admiral Yi Sun-sin, der als der größte Marineadmiral der Welt gilt, sagte von sich selbst, er sei nur ein gewöhnlicher General.
Mach dir also nicht zu viele Sorgen.
Ah, verstehe. Vielen Dank!
Das macht das Feedback anderer manchmal unglaublich beängstigend. Weil es ein Beruf ist, in dem man ständig etwas hinterherjagen muss, gerät man wohl leicht unterschwellig in Selbstzweifel.
Wir sollten darauf achten, dass Selbstobjektivierung nicht zu Selbstzweifeln wird.
Wenn es schlimmer wird, kann es sich auch zu sozialer Vermeidung entwickeln. Und ich denke, es liegt auch daran, dass die Betroffenen über lange Zeit dem Klima der Gruppe oder Organisation ausgesetzt waren, zu der sie gehören.