New Ensō – erste öffentliche Beta
(untested.sonnet.io)- Die neue öffentliche Beta-Version von Ensō wurde veröffentlicht
- Zu den wichtigsten Verbesserungen zählen eine vereinfachte UI, Accessibility-Themes, der Coffeeshop Mode und ein stärkerer Datenschutz
- Auf Basis von Nutzerfeedback wurde die UI größtenteils auf eine menüleistenbasierte Struktur umgestellt, außerdem wurden 5,5 Accessibility-Themes und eine neue Text-Rendering-Engine eingeführt
- Die Standardverteilung erfolgt nun über den AppStore; Analysefunktionen, übermäßige Anpassbarkeit und Unterstützung für RTL-Sprachen sollen später ergänzt werden
- Windows- und Linux-Unterstützung sowie experimentelle Funktionen wie Toybox werden ebenfalls erwogen
Einführung
Die neue öffentliche Beta-Version von Ensō (Codename: Occult Vampire Keanu) wurde veröffentlicht. Diese Version wurde mit starkem Fokus auf Bedienbarkeit, Konzentration und Accessibility umfassend verbessert und hebt Nutzbarkeit und Qualität auf ein neues Niveau.
Wichtigste enthaltene Funktionen
MISS-Philosophie: eine einfachere und fokussiertere Erfahrung
- Nach dem MISS-Prinzip (Make It Stupid Simple) lag der Schwerpunkt der Verbesserungen auf minimaler Ablenkung
- Statt neue Funktionen hinzuzufügen, wurde der Priorität auf Feinschliff der App und einen konsistenten Nutzerfluss gelegt
Kurzfassung
- Vereinfachte, auf Accessibility ausgerichtete UI
- Accessibility-orientierte Themes
- Coffeeshop Mode für mehr Privatsphäre an öffentlichen Orten
- Verbesserter Datenschutz
- Diverse kleinere Verbesserungen bei der Accessibility
Detaillierte Änderungen
Prägnantere und fokussiertere UI
- Die bisherige Inline-UI wurde größtenteils in die Menüleiste der Anwendung verlagert
- Shortcuts und Accessibility wurden ebenfalls verbessert
- Nutzer können die neue UI komfortabler verwenden
5,5 Accessibility-Themes
- Es gibt 5,5 vordefinierte Themes, abgestimmt auf Accessibility und verschiedene Umgebungen
- Schreiben bei normaler Beleuchtung
- Helles Licht, dunkles Licht, OLED-Bildschirme und extrem lichtarme Umgebungen (insbesondere nachts, für OLED)
- Eines der Themes ist noch nicht vollständig fertiggestellt
- Feedback zu benutzerdefinierten Themes und individuellen Anforderungen wird derzeit aufgenommen
Coffeeshop Mode
- Schreiben ist ohne Sorge, dass Text an öffentlichen Orten sichtbar wird, möglich
- Eingegebene Zeichen sind auf dem Bildschirm nicht sichtbar und nur für die schreibende Person nachvollziehbar
- Kann jederzeit einfach mit
⌘-Caktiviert oder deaktiviert werden - Besonders für Journaling und die Nutzung in öffentlichen Räumen hat sich der praktische Effekt klar gezeigt
Kleine zusätzliche Accessibility-Verbesserungen
- Auto-Korrektur, automatische Großschreibung, Rechtschreibkorrektur usw. können ein- oder ausgeschaltet werden
- Eine Funktion zur Anpassung der Textgröße wurde ergänzt (in der bisherigen nativen Version fehlte sie)
- Änderungen am Edit-Menü vermeiden unnötige KI-bezogene Einstellungen von MacOS
Neue Text-Rendering-Engine
- Bietet neue fein abgestimmte Typografie-Einstellungen
- Unterstützt verschiedene Anzeigemodi wie Coffeeshop sowie einen benutzerdefinierten Cursor
- Betont bessere Lesbarkeit, mehr Flexibilität bei der Eingabe sowie ein weiches und angenehmes Schreibgefühl
- Verfolgt einen minimalen Funktionsansatz mit Fokus auf hohe Qualität und Vertrautheit
Umstellung auf AppStore-Verteilung
- Ensō wird nun standardmäßig über den AppStore verteilt
- Die bestehende Gumroad-Version bleibt erhalten, wird aber nicht mehr gepflegt
- Nutzererlebnis beim Bezahlen, OTA-Updates und die einfache Verteilung wurden alle verbessert
- Da bemängelt wurde, dass Gumroad-Zahlungsseiten weniger vertrauenswürdig wirken, erfolgte der Wechsel zum AppStore
Nicht enthaltene Punkte
Datenanalyse (Analytics)
- Ensō wurde durch mehr als 6 Jahre Nutzerfeedback weiterentwickelt
- Früher wurden anonym nur Impressionen erfasst, derzeit sind jedoch sämtlicher Netzwerkverkehr und jede Datenübertragung vollständig blockiert
- Es wurde eine neue Seite zur Datenschutzrichtlinie eingerichtet (mit zusätzlichem Referenzlink)
Personalisierung/Anpassbarkeit
- Soll später ergänzt werden
- Zu viele Optionen können die Konzentration der Nutzer beeinträchtigen
- Wichtig ist ein Gleichgewicht zwischen Auffindbarkeit und Fokus
Unterstützung für RTL-Sprachen (rechts nach links)
- Soll im nächsten Test-Build enthalten sein
- Berücksichtigt Feedback von Nutzern nichtlateinischer Schriftsysteme wie Persisch, Arabisch und Hebräisch
- Die Code-Änderung ist einfach, die Wirkung aber sehr groß
Inline-Editor-UI
- Früher wurde die UI im selben Bereich wie der Text angezeigt, das wurde jetzt geändert
- Im Fokus steht die Balance zwischen Auffindbarkeit von Inhalten, einfacher Bedienung und Vertrautheit
- Unnötige Menüs wurden zugunsten einer erfahrungsgemäß besseren UI weggelassen
Nächste Schritte
- Testfeedback sammeln und darauf reagieren
- Grundlegende Marketingmaterialien vorbereiten und communityzentrierte Promotion starten
- Unterstützung für RTL-Sprachen ergänzen
- Offizieller Release
Ideen, die erwogen werden
- Unterstützung für Windows und Linux (Tester werden gesucht)
- Quick Save: automatisches Speichern von Notizen auf Zeitstempelbasis mit
⌘+S - Toybox: Menü mit experimentellen Werkzeugen
- Schreib-Prompts, Timer, visuelle Experimente usw.
- Da Toybox einen stark experimentellen Charakter hat, wird es als separate App oder als verstecktes Menü erwogen
Entwicklungsweise
- Kurze, intensive Iterationen werden parallel zu längeren Arbeitsphasen durchgeführt
- Mehrere Funktionen werden gleichzeitig entworfen und getestet, mit einem interaktionszentrierten Ansatz
- Unfertige oder frühe Ergebnisse werden grundsätzlich gern geteilt, bei Ensō stehen jedoch ein ausreichender Reifegrad und Ownership im Vordergrund
Gewonnene Erkenntnisse
- Ensō strebt keine funktions- oder teilweise Veröffentlichung, sondern eine ausgereifte Gesamterfahrung an
- Der Fokus liegt auf gutem UX und Typografie, die unauffällig bleiben und dennoch ein angenehmes Gefühl vermitteln
- Die Reife von Tauri und die einfache Verteilung auf dem Mac haben sich stark verbessert
- Die Umsetzung eines Theme-Switchers ist komplexer als erwartet, weshalb nachvollziehbar ist, warum viele Apps dies in mehreren Stufen anbieten
- Bevorzugt wird eine browserbasierte Text-Rendering-Engine (insbesondere Safari), da sie eine feine typografische Kontrolle ermöglicht
- Es gibt Grenzen, etwa das Fehlen einer Methode, die native Hervorhebungsfarbe des OS auszulesen
- Die kostenlose Web-Version bleibt bestehen; angestrebt wird schrittweises Wachstum auf Basis von Vertrauen und Qualität
Abschluss
Vielen Dank fürs Lesen.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
- Man könnte auch so etwas in Betracht ziehen:
Keine zusätzliche Software nötig, nicht bearbeitbar außer mit Backspace, und eine perfekte ablenkungsfreie Umgebung ohne Auswahl, Rechtschreibprüfung, Formatierung oder sonstige Extras.