1 Punkte von GN⁺ 2025-06-21 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Eine Kinokamera an einem Formula-One-(F1-)Rennwagen zu montieren ist nahezu unmöglich
  • Apple entwickelte für realistische POV-Rennszenen im F1-Film (Apple Original) ein maßgeschneidertes Kameramodul mit iPhone-Kamerasensor und A‑Serie-Chip für echte F1-Autos
  • Das Modul wurde 2023 und 2024 auch in einigen Fahrzeugen bei realen F1-Rennen eingesetzt

Entwicklung des maßgeschneiderten Kameramoduls

  • Äußerlich ähnelt es dem bestehenden F1-Übertragungskameramodul, im Inneren besteht es jedoch aus einem iPhone-Kamerasensor und einem A‑Serie-Chip (vermutlich der A17 Pro des iPhone 15 Pro, 48-MP-Hauptsensor), einem iPhone-Akku sowie einem ND-Filter (Neutral Density) zur Belichtungssteuerung
  • Auch das Gewicht wurde an das bestehende Modul angepasst, damit weder Fahrzeugleistung noch Reglement beeinflusst werden
  • Selbst unter extremen Bedingungen bei Geschwindigkeit, Vibration und Temperatur wurde durch Tests auf Stoß-, Vibrations- und Hitzebeständigkeit eine Leistung erreicht, die die F1-Anforderungen übertrifft

Software und Einsatz

  • Auf iOS-Basis wurde eine maßgeschneiderte Kamera-Firmware eingesetzt, die Aufnahmen im Apple-ProRes-Codec und im Log-Format ermöglicht, damit Filmschnitt-Teams bei Farbkorrektur und Postproduktion frei arbeiten können
  • Durch diese angepasste Firmware wurden im iPhone 15 Pro tatsächlich Log-Encoding und Unterstützung für ACES (Academy Color Encoding System) neu eingeführt
  • Da keine drahtlose Kommunikation vorhanden ist, werden die Kameraeinstellungen vor Ort über eine dedizierte iPad-App per USB-C angepasst und die Aufnahme gesteuert, darunter Framerate, Belichtung, Shutter-Winkel und Weißabgleich
  • Mit diesem Modul aufgenommene Bilder wurden an verschiedenen Stellen im Film eingefügt

iPhone-Videodreh und die Filmindustrie

  • In jüngster Zeit nehmen Filmproduktionen mit dem iPhone stetig zu, etwa Sean Bakers 'Tangerine' oder Danny Boyles '28 Years Later'
  • Am Set werden die Grenzen des Smartphones mit Beleuchtung, Third-Party-Objektiven, Stativen und verschiedenem weiterem Equipment überwunden
  • Die Weiterentwicklung von Smartphone-Kameras eröffnet mehr Kreativen Chancen zur Videoproduktion
  • Gleichzeitig gibt es weiterhin Blockbuster wie Christopher Nolans 'The Odyssey', die konsequent auf IMAX-Filmkameras setzen

Schlusswort

  • Apple nutzte das Filmprojekt „F1“, um Hardware-Innovationen direkt am Set einzusetzen und durch die direkte Zusammenarbeit mit Filmschaffenden neue Funktionen zu entwickeln
  • Dass Apple selbst eine maßgeschneiderte Mini-Kamera gebaut hat, zeigt die Verbindung aus Spitzentechnologie und Filmindustrie für den perfekten Shot

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