- Microsoft hat als Vorschau eine neue Plattform vorgestellt, die Windows Update auch für Updates von Drittanbieter-Apps öffnet
- Die neue Windows-Update-Orchestrierungsplattform ist dafür ausgelegt, alle Updates zentral zu verwalten, einschließlich Treibern und Business-Apps
- Update-Zeitpläne lassen sich anhand von Nutzeraktivität, Akkustand und Zeitfenstern mit umweltfreundlicher Energie optimieren
- Win32-, MSIX- und APPX-Apps werden unterstützt, und auch der Windows-Update-Verlauf umfasst App-Update-Historien
- Über die Grenzen von Microsoft Store oder Winget hinaus besteht die Möglichkeit, auch kundenspezifische Business-Apps einzubeziehen
Windows Update auf dem Weg zum Hub für alle App-Updates
- Microsoft hat kürzlich Pläne angekündigt, Windows Update über OS- und Treiber-Updates hinaus zu einer integrierten Update-Plattform für alle Apps auszubauen
- Diese Veränderung scheint insbesondere die Nachfrage in Unternehmensumgebungen nach einer zentralen Verwaltung auch interner Apps widerzuspiegeln
Überblick über die neue Orchestrierungsplattform
- Unter dem Namen Windows Update Orchestration Platform derzeit als Private Preview verfügbar
- Die Funktionalität von Windows Update wird erweitert, sodass auch App-Updates in die Terminplanung und Optimierung der Nutzererfahrung einbezogen werden
> „Wir bauen eine einheitliche intelligente Plattform, mit der sich jede Art von Update — Apps, Treiber und mehr — gemeinsam mit Windows Update orchestrieren lässt.“ — Microsoft-Produktmanagerin Angie Chen
Probleme bisheriger App-Update-Methoden
- Die meisten Windows-Apps betreiben je nach Hersteller eigene Update-Systeme
- Dadurch sind Update-Zeitpunkte und Qualität nicht konsistent
- Über den Microsoft Store lassen sich einige Apps zentral aktualisieren, viele Apps sind dort jedoch nicht gelistet oder es handelt sich um unternehmenseigene Anwendungen
Wichtige Funktionen und Vorteile
- Zeitplanung auf Basis von Nutzeraktivität, Akkustand und Zeitpunkten nachhaltiger Energieverfügbarkeit
- Integration in die Standard-Benachrichtigungs- und Verlaufs-UI von Windows Update
- Unterstützung für MSIX-/APPX-Apps sowie bestimmte Win32-Apps
- Erhält künftige Plattform-Updates automatisch
- Eröffnet die Möglichkeit, bestehende Installer zu ersetzen (z. B. könnten auch große Apps wie Adobe mit eigenem Hintergrund-Installer dazugehören)
Vergleich mit bestehenden Lösungen
| Methode | Beschreibung | Wichtigster Nachteil |
|---|---|---|
| Microsoft Store | Verwaltet App-Installation und -Updates über den Store | Begrenzte Zahl gelisteter Apps, schwer für Business-Apps nutzbar |
| Windows Package Manager (winget) | Kommandozeilen-Tool für Paketinstallation und -Updates | Vor allem für Power-User und Entwickler, für normale Nutzer wenig verbreitet |
| Windows-Update-Orchestrierung | Kann neben OS/Treibern auch allgemeine App-Updates zentral integrieren | Derzeit noch in der Private-Preview-Phase |
Ausblick
- Zunächst wird eine starke Nachfrage nach der Integration von Updates für Unternehmens-Apps erwartet
- Danach ist eine Ausweitung auf Adobe, Zoom und andere kommerzielle Software möglich
- Langfristig zielt die Richtung auf eine systemweite Vereinheitlichung von Updates ähnlich wie unter macOS
Microsoft verstärkt damit erneut den Versuch, die fragmentierte Erfahrung bei App-Updates zu vereinheitlichen, und ob Entwickler und Unternehmen aktiv mitziehen, dürfte zum Schlüsselfaktor für diesen Wandel im Ökosystem werden.
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Hacker-News-Kommentare
C:\Program Files, statt wie unter UNIX auf/bin,/etcund/varaufgeteilt zu sein. MS-DOS kümmerte sich außer um IO.SYS, MS-DOS.SYS, CONFIG.SYS und AUTOEXEC.BAT praktisch überhaupt nicht um Dateiorte. Als Windows 3.x populär wurde, setzte sich diese DOS-artige Arbeitsweise fort, und ein „integriertes Installationssystem“ kam erst sehr spät. Auch .MSI wurde erst relativ spät eingeführt, weshalb viele bestehende Programme es nie übernommen haben.