- Databricks hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Neon getroffen, das entwicklerzentriertes serverloses Postgres anbietet
- Neon bietet über eine Architektur mit getrennter Storage- und Compute-Ebene eine serverlose Datenbankplattform, die für Entwickler und AI-Systeme optimiert ist
- Mit der Einführung von Neon ist der Anteil der von AI-Agenten erzeugten Datenbanken rasant von 30 % auf über 80 % gestiegen
- Databricks und Neon teilen eine Open-Source-Philosophie und eine DNA der Infrastrukturinnovation
- Auch nach der Übernahme sollen der Support für die Neon-Plattform und die zukunftsorientierte Roadmap durch die Ressourcen von Databricks gestärkt werden
Bekanntgabe der Übernahme und ihre Bedeutung
- Databricks hat eine Vereinbarung zur Übernahme von Neon getroffen, das entwicklerzentriertes serverloses Postgres anbietet
- Die Mitgründer von Neon gehören zu den wenigen Experten weltweit, die Postgres mit einer vollständig getrennten Storage- und Compute-Architektur entwerfen können
- Dieses Team hat sich darauf konzentriert, eine serverlose Postgres-Plattform für die Unterstützung großer Entwicklerzahlen im AI-Zeitalter bereitzustellen
Innovationsmission rund um Postgres
- Die Mitgründer von Neon kamen vor rund vier Jahren zusammen, um veraltete Datenbankarchitekturen zu erneuern
- Die zentralen Ziele waren wie folgt
- Sie prognostizierten die faktische Standardisierung von Postgres und entwickelten die Vision einer serverlosen Plattform
- Der Fokus lag auf Geschwindigkeit, damit Entwickler in wenigen Sekunden neue Instanzen erstellen können
- Durch automatische Skalierung der Datenbank und die Vereinfachung von Abläufen sollten Sorgen vor Über- und Unterprovisionierung beseitigt werden
- Mit sofortiger Unterstützung für Branching und Forking sollten Datenbanktests und Experimente erleichtert werden
- Das Neon-Team erreichte diese Ziele mit einer Architektur, bei der Storage und Compute unabhängig voneinander skalieren können
- Seit dem Launch loben Entwickler die Geschwindigkeit, die Einfachheit und die Git-artigen Branching-/Forking-Funktionen
Veränderungen im Zeitalter der AI-Agenten
- Seit dem GA von Neon machten AI-Agenten 30 % aller DB-Erstellungen aus, zuletzt stieg dieser Anteil auf über 80 %
- AI-Agenten haben inzwischen ähnliche Anforderungen wie Entwickler
- Zu den Stärken von Neon zählen
- Das Open-Source-Ökosystem von Postgres: Moderne LLMs wurden mit Postgres-Daten trainiert, weshalb AI-Agenten den Einsatz von Neon gut beherrschen
- Hohe Geschwindigkeit: Da höhere Geschwindigkeit als beim Menschen erforderlich ist, ist ultraschnelle Instanzbereitstellung essenziell
- Flexible Skalierung und Preisgestaltung: Durch die getrennte serverlose Architektur sind sehr niedrige Kosten und die Unterstützung vieler AI-Agenten möglich
- Branching und Forking: Experimente und Validierung für die sprunghaften Versuche von AI-Agenten werden einfacher
Die gemeinsame DNA von Databricks und Neon
- Die Gründer Nikita Shamgunov, Heikki Linnakangas und Stas Kelvich sind in der Branche bekannte Experten für Datenbanktechnologie
- Sie verfügen jeweils über umfangreiche Erfahrung und Originalität, etwa bei SingleStore oder als Postgres-Committer
- Sowohl Databricks als auch Neon legen großen Wert auf technologische Spitzeninnovation auf der Infrastrukturebene und Open-Source-Werte
- Apache Spark und Postgres verbindet zudem, dass beide als Open-Source-Projekte an der UC Berkeley entstanden sind
Zukünftige Vision und Nutzen für Anwender
- Der OLTP-Datenbankmarkt (mit einem Volumen von rund 100 Milliarden US-Dollar) wird derzeit von Produkten aus vergangenen Jahrzehnten geprägt
- Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Entwickler und AI-Agenten die Innovation vorantreiben
- Databricks und Neon streben die entwicklerfreundlichste und AI-Agenten-freundlichste DB-Plattform an
- Bestehende Neon-Kunden und -Partner können weiterhin mit Support und Innovation sowie der Umsetzung der Roadmap rechnen
- Mit den Ressourcen von Databricks sollen eine Stärkung der Plattform und stabiles Wachstum sichergestellt werden
- Auf dem Data + AI Summit (San Francisco, 9.–12. Juni) soll die weitere Vision ausführlich vorgestellt werden
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
(1) AWS RDS nutzten wir bereits, aber es war teuer und hatte Skalierungs- und Betriebsprobleme
(2) AWS Aurora löst einige Betriebsprobleme, bringt aber andere Nachteile mit sich und hat ähnliche Grenzen wie andere wire-kompatible Postgres-Alternativen
(3) CockroachDB war sehr interessant, hatte aber Toolchain- und tiefgehende Kompatibilitätsprobleme; damals war es noch Open Source
(4) Neon wirkte noch unausgereift, deshalb haben wir es nicht eingeführt, aber es war spannend und schien viele Probleme lösen zu können
(5) Yugabyte war ebenfalls technisch interessant, hatte aber verschiedene Kompatibilitätsprobleme
Wir haben auch darüber nachgedacht, Postgres selbst zu hosten, aber der Eigenbetriebsaufwand für Kubernetes und Postgres war zu hoch. Eigene Replikations- und Betriebsfunktionen waren noch nicht ausgereift, und bei Upgrades war das vollständige Entladen und erneute Laden aller Daten sehr mühsam. Skalierung und Automatisierung waren nicht einfach