- Neon ist ein Dienst, der einen neuen Ansatz für die Entwicklung von Postgres-Datenbanken bietet, und wurde kürzlich offiziell veröffentlicht.
- Postgres ist eine der beliebtesten Datenbanken für Entwickler, hat jedoch Schwierigkeiten bei Skalierbarkeit und Disaster Recovery.
- Entwickler wünschen sich eine schnelle Erstellung von Postgres-Clustern, automatische Skalierung nach oben und unten, die sofortige Erstellung von Branches für unabhängiges Arbeiten sowie schnelle Point-in-Time-Recovery.
Architektur und Merkmale von Neon
- Es wird eine Architektur verwendet, die sich Ideen von Amazon Aurora entlehnt und Storage und Compute voneinander trennt.
- Alle Änderungen werden als Open Source bereitgestellt und Upstream eingereicht.
- Nutzer erhalten eine vollständige Postgres-Erfahrung.
- Mit der Branching-Funktion können Entwickler unabhängig und ohne Konflikte arbeiten.
- Compute kann unabhängig von der Last skaliert werden.
- Branches werden in Sekunden erstellt und haben durch Copy-on-Write nur geringen Speicher-Overhead.
- Die Erstellung und Replikation von Datenbanken oder Servern nimmt nicht viel Zeit in Anspruch.
Die Entwicklung von Neon
- Seit Dezember 2022 ist der Dienst ohne Einladung nutzbar.
- Die Branching-Funktion wurde allen Nutzern bereitgestellt.
- Durch API-Unterstützung wurde die Automatisierung der Postgres-Verwaltung möglich.
- Mit der Veröffentlichung eines serverlosen Treibers wurde die Bereitstellungsgeschwindigkeit für JS/TS verbessert.
- Durch die Vercel-Integration können für jede Preview DB-Branches erstellt werden.
- Mit der Einführung der automatischen Skalierung sind manuelle Arbeiten nicht mehr nötig.
- Über die CLI ist die direkte Verwaltung im Terminal möglich.
- Der Fokus lag auf der Skalierung auf 0 und der Verbesserung des Cold-Start-Verhaltens.
Meinung von GN⁺
- Neon ist ein interessanter Dienst mit starkem Fokus auf die Verbesserung der Developer Experience. Besonders die Datenbank-Branching-Funktion dürfte die Entwicklungsgeschwindigkeit deutlich erhöhen.
- Allerdings gibt es bei einer realen Einführung Punkte zu beachten, etwa ob alle Postgres-Funktionen vollständig unterstützt werden und wie Migrationen durchgeführt werden sollten.
- Die Kompatibilität mit bestehendem Postgres, Stabilität und Performance scheinen geprüft werden zu müssen. Da es sich noch um eine frühe Phase nach dem Launch handelt, ist ein vorsichtiger Ansatz sinnvoll.
- Ähnliche Dienste sind Amazon Aurora, Google Cloud Spanner und Citus. Ein Vergleich der jeweiligen Vor- und Nachteile dürfte sinnvoll sein.
- Da Neon auf Postgres basiert, bleibt dessen Stärke erhalten. Gerade die Möglichkeit, vertraute Entwickler-Tools zu nutzen und gleichzeitig die Produktivität zu steigern, könnte ein besonderer Vorteil von Neon sein.
2 Kommentare
Neon - Open-Source-Serverless-Postgres
Hier hat es nach zwei Jahren nun den GA-Status erreicht. Interessant – es wirkt ein wenig so, als würde es mit Supabase konkurrieren.
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