8 Punkte von GN⁺ 2025-04-22 | 2 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Anthropic hat eine Dokumentation zu fortgeschrittenen Nutzungsmethoden von Claude Code, dem CLI-Agenten-Tool auf Basis von Claude, veröffentlicht
  • Wenn bestimmte Schlüsselwörter („think“, „ultrathink“ usw.) verwendet werden, nutzt Claude mehr Rechenressourcen (Token) und denkt dadurch tiefer nach
  • „think“ → 4.000 Token, „megathink“ → 10.000 Token, „ultrathink“ → bis zu 31.999 Token
  • Dies wurde direkt im internen Code von Claude Code bestätigt und scheint eher eine Funktion von Claude Code als von Claude selbst zu sein
  • Entwickler können diese Funktion nutzen, um Claude als agentenbasiertes Coding-Tool einzusetzen, das komplexe Probleme effektiver verarbeitet

Fortgeschrittene Nutzung von Claude Code

  • Anthropic hat eine Dokumentation veröffentlicht, die erklärt, wie sich der hauseigene CLI-Coding-Agent Claude Code effizient nutzen lässt
  • Das Tool verwendet das Claude-Modell für Coding-Aufgaben und bietet eine Funktion, mit der sich die Intensität des Nachdenkens per Befehl steuern lässt
  • Durch die Verwendung von Schlüsselwörtern der „think“-Familie nutzt Claude für die jeweilige Aufgabe mehr Rechenressourcen

Funktion zur Steuerung der Denkintensität

  • Claude Code passt je nach Schlüsselwort die Anzahl der Token (Menge der Denkressourcen) an, die Claude verwenden darf
  • Im internen Code wurde folgende Zuordnung bestätigt:
    • „think“ → 4.000 Token
    • „think hard“ / „think more“ / „megathink“ → 10.000 Token
    • „ultrathink“ / „think very hard“ / „think super hard“ usw. → 31.999 Token
  • Dadurch lassen sich bei komplexen oder mehrstufigen Problemlösungen mehr Rechenzeit und Ressourcen bereitstellen

Analyse der internen Implementierung

  • Claude Code ist nicht Open Source, wurde aber in JavaScript geschrieben und lässt sich teilweise analysieren
  • Entwickler nutzten prettier und ripgrep, um die Lesbarkeit des Codes zu verbessern und nach bestimmten Schlüsselwörtern zu suchen
  • So ließ sich die Logik zur Zuweisung von Denkressourcen anhand der Schlüsselwörter direkt im Code nachvollziehen

Ist das eine Funktion von Claude selbst?

  • Die Funktion „ultrathink“ scheint nicht Teil des Claude-Modells selbst, sondern in Claude Code integriert zu sein
  • Claude selbst verfügt zwar ebenfalls über eine Extended-Thinking-Funktion, die schlüsselwortbasierte Verstärkung des Nachdenkens ist aber vermutlich eine spezifische Funktion des CLI-Tools

Praktische Nutzung

  • Diese Funktion ist sehr nützlich, wenn Claude als agentenbasiertes Entwicklungswerkzeug verwendet wird
  • Bei Aufgaben wie Problemlösung, Code-Erstellung oder Analyse hilft sie dabei, präzisere und ausgefeiltere Ergebnisse zu erzielen
  • Dass sich die Denkressourcen allein über Schlüsselwörter steuern lassen, macht das Werkzeug besonders intuitiv und leistungsfähig

2 Kommentare

 
madsyntst 2025-04-22

Ob Mensch oder KI – man muss ihnen wohl sagen: „Erst nachdenken, dann reden“.....

 
GN⁺ 2025-04-22
Hacker-News-Kommentare
  • Wie @dickfickling bereits erwähnt hat, ist ultrathink in der Anthropic-Dokumentation ausdrücklich genannt
  • Ich weiß nicht, wie hoch die maximal erlaubten budget_tokens im Thinking-Modus von Claude 3.7 sind, aber das SDK zeigt ein Beispiel mit 32k, was mit den Ergebnissen des Artikels übereinstimmt
  • Ich hoffe, wir kommen schnell über diese Ebene von Zaubersprüchen hinaus
  • Ich gehe davon aus, dass sich das Modell ständig verändert
    • Es ist extrem frustrierend, dass die meisten Nicht-Entwickler denken, LLMs würden auf Fragen immer exakt richtig antworten
    • Sie sind für kreative Ausgaben konzipiert und können selbst bei niedriger Temperatur noch halluzinieren
  • Ich frage mich, warum man das Denkbudget nicht explizit angibt, anstatt Zahlen durch Begriffe wie ultrathink zu ersetzen
  • Es ist zwar ein niedliches Wort und interessant zu wissen, dass das clientseitig verwaltet wird, aber ich frage mich, ob das einem ohnehin schon unsicheren Tool nicht noch mehr Unsicherheit hinzufügt
  • Es wäre gut, wenn solche „geheimen Schlüsselwörter“ in der UI direkter sichtbar wären
    • Es wäre interessant, wenn das in einer Form angeboten würde, die man in einen Entwickler-/Experimentiermodus umschalten kann
  • Das könnte vielleicht ein Beweis für AGI sein
    • Ich persönlich schaffe an den meisten Tagen höchstens infrathink
  • Das könnte nützliche Information sein, da ich bereits zu Gemini 2.5 gewechselt bin
    • 96 % günstiger
  • Es überrascht mich, dass im Code ein Schlüsselwort zur Erweiterung des Kontextfensters implementiert ist
    • Um das zu finden, war ein wenig Reverse Engineering nötig
  • Ich warte wohl auf Hyperthink
  • Tengu think? Ist damit der japanische Tengu gemeint?
  • Es ging sehr schnell vom Blog zu Twitter, dann wieder zum Blog und weiter zu HN
    • Die Geschwindigkeit von Informationen ist heutzutage erstaunlich