- Es werden Erfahrungen damit geteilt, Spotify zu verlassen und stattdessen Jellyfin zu nutzen
- Nach der Kündigung von Spotify wurde nach alternativen Wegen gesucht, Musik zu hören; mehrere lokale Musikplayer wurden ausprobiert, doch die meisten waren entweder unkomfortabel oder hatten eine veraltete UX
- Es wurde sogar ein eigener webbasierter Musikplayer gebaut, doch dieser hatte Einschränkungen wie fehlende Offline-Nutzung
- Schließlich fiel die Wahl auf einen selbst gehosteten Medienserver mit Jellyfin, um eine Musikbibliothek aufzubauen
- Er bietet die Möglichkeit, Musik auf verschiedenen Geräten offline zu hören; durch Self-Hosting wurde digitale Autonomie gewonnen, und inzwischen wird der Einsatz auch auf andere Open-Source-Lösungen ausgeweitet
Abschied von Spotify
- Nach dem Ende der Spotify-Nutzung wurden mehrere alternative Lösungen ausprobiert
- Die endgültige Wahl fiel auf Jellyfin, einen Open-Source-Medienserver zum Self-Hosting
Lokale Musiksammlung und die Grenzen klassischer Player
- Musikdateien wie
mp3 und flac wurden gesammelt und lokal abgespielt
- Klassische Player wie Winamp haben zwar eine gute UI, sind aber bei der Navigation durch die Bibliothek unpraktisch
- VLC hat eine schwache Leistung bei der Verarbeitung von
flac-Dateien
- foobar2000 wurde wegen der zu komplexen Einrichtung wieder verworfen
Einen Web-Musikplayer selbst bauen
- Um htmx zu lernen, wurde ein einfacher Web-Musikplayer selbst entwickelt
- Im Browser war Musikstreaming über einen lokalen Server möglich
- Probleme:
- Ohne Internet oder wenn der Server ausgeschaltet war, war die Nutzung nicht möglich
- Für Offline-Funktionen hätte das Ganze in App-Form neu aufgebaut werden müssen
- Die fortlaufende Pflege des Projekts war aufwendig, daher wurde eine Alternative benötigt
Erfahrungen mit der Apple-Music-App
- Die Apple Music-App ist altmodisch, bietet als Musikplayer aber brauchbare Funktionen
- Sortierung, Synchronisierung und Offline-Nutzung sind möglich
- Nachteile:
- Die Synchronisierung der Bibliothek zwischen Geräten führte zu Speicherproblemen
- Es war ein „Battle Royale um den Speicherplatz“ nötig, um zu entscheiden, welche Songs bleiben und welche gelöscht werden
- Im Vergleich zum cloudbasierten Komfort von Spotify war das umständlich
Jellyfin entdecken und umsteigen
- Über ein YouTube-Video von Jeff Geerling wurde Jellyfin entdeckt
- Jellyfin ist nicht nur eine Alternative zu Netflix/Disney+, sondern kann auch als Plattform zum Musikhören genutzt werden
- Der einzige Nachteil: Man muss es selbst hosten
Tipps zum Self-Hosting
- Auch ohne Programmierkenntnisse ist die Installation nicht besonders schwierig
- Selbst ohne Geräte wie ein NAS lässt sich mit einem alten PC ein Homeserver aufbauen
- Nach der lokalen Installation war die Nutzung sofort möglich; die Ersteinrichtung war sehr einfach
Anbindung an Offline-Apps
- Client-Apps für Jellyfin:
- Über die Apps ist das Herunterladen von Musik und anschließende Offline-Wiedergabe möglich
Nächster Schritt für digitale Autonomie
- Nach dem Kauf eines kleinen Mini-PCs läuft Jellyfin nun dauerhaft
- Zusätzlich wird auch Immich gehostet → eine Alternative zu Google Photos
Wenn du Self-Hosting in Erwägung ziehst
- Wer mit dem Terminal vertraut ist, kann Self-Hosting problemlos selbst umsetzen
- Ist alles einmal eingerichtet, kann von jedem Gerät aus auf die eigene Musikbibliothek zugegriffen werden
- Wenn Open Source sich weiterentwickelt, werden wir immer mehr Funktionen auch ohne Cloud-Dienste selbst aufbauen können
Abschließender Eindruck
- Für die Zukunft besteht die Hoffnung, Musik, Filme, Fotos und Erinnerungen frei nicht auf „dem Computer anderer Leute“, sondern auf dem eigenen Server genießen zu können
- Open Source mag etwas langsamer sein, gilt aber als Weg in eine bessere und freiere Zukunft
2 Kommentare
Für Nutzer eines Synology-NAS könnte DS Audio ebenfalls eine Alternative sein.
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