- Navers KI-Suche „AI Briefing“ wurde am 27.3. offiziell eingeführt
- Der Anwendungsbereich ist sehr eingeschränkt; angeboten werden nur vier Formate: offizieller Typ/Multiquellen-Typ, Kurzcontent-Typ, regionaler Place-Typ und KI-Shopping-Guide-Typ
- Eine „halbgare“ KI-Suche mit schwacher semantischer Suche: Selbst in den Beispielen gab es keine natürlichsprachlichen Anfragen
- Aktuell basiert AI Briefing zwar auf einer RAG-Struktur, setzt semantische Suche aber nicht flächendeckend ein
- Statt Nutzerfragen zu vektorisieren und die Absicht zu erkennen, liegt der Schwerpunkt auf der Keyword-Extraktion; selbst komplexe Fragen werden nicht sauber verarbeitet
- Naver bettet Suchanfragen mit dem eigenen Small Language Model Rapter ein und wandelt sie in Keywords um, ist für die Analyse komplexer Intentionen jedoch ungeeignet
- Warum wurde semantische Suche nicht umfassend eingeführt?
- 1. Erhalt der Erlösstruktur (Suchwerbung)
- 2. Fixierung auf Geschwindigkeit der Suchergebnisse und Grenzen eines noch nicht ausreichend ausgereiften Modells
- Navers AI Briefing ist bislang nur ein Niveau, bei dem KI-Funktionen teilweise auf die Legacy-Keyword-Suche aufgesetzt wurden
- Der globale Trend bei KI-Suche ist bereits in der Phase der Integration von inferenzbasierter + semantischer Suche
- Auch in Korea gewinnen KI-Such-Startups wie oo.ai an Bedeutung, die schnelle KI-Suche mit Fokus auf semantische Suche in den Vordergrund stellen
- Das aktuelle Naver AI Briefing entspricht nicht den Nutzerbedürfnissen; sowohl die Zufriedenheit mit den Suchergebnissen als auch die Berücksichtigung der Suchintention sind unzureichend
- Mit anderen Worten: Es liegt bislang hinter den in- und ausländischen Trends zurück: zu wenig flächendeckende semantische Suche, eine Strategie mit Priorität auf Geschwindigkeit und Abhängigkeit von Werbeerlösen
- In dieser Phase des Wandels ist der Zeitpunkt gekommen, an dem eine „Strategie zur Wende, um wieder Nummer 1 zu werden“ gefragt ist
- Ohne die Entwicklung eines globalen Produkts, das zum KI-Zeitalter passt, oder aggressive M&A dürfte ein Erfolg wie bei Line nach der Übernahme von 1noon im Jahr 2006 schwer zu wiederholen sein
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