2 Punkte von GN⁺ 2025-03-31 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Das Verschwinden eines renommierten Informatikers und die Ermittlungen des FBI

  • Hintergrund: Der renommierte Informatiker Xiaofeng Wang von der Indiana University ist nicht mehr erreichbar; sein Professorenprofil, sein E-Mail-Konto und seine Telefonnummer wurden gelöscht. Das FBI durchsuchte sein Haus, der Grund dafür ist jedoch unbekannt.

  • Wangs Karriere: Wang war stellvertretender Forschungsdekan an der Luddy School der Indiana University und Fellow von IEEE und AAAS. Er war Mitautor zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten in verschiedenen Forschungsfeldern wie Kryptografie, Systemsicherheit und Datenschutz.

  • Merkwürdige Umstände: In den vergangenen Wochen wurden die Profile von Wang und seiner Ehefrau Nianli Ma stillschweigend von der Indiana University entfernt. Ihre Häuser in Bloomington und Carmel wurden vom FBI durchsucht; während der Durchsuchungen wurden zahlreiche Kisten abtransportiert.

  • Aktivitäten des FBI: Das FBI führte die Durchsuchungen mit gerichtlicher Genehmigung durch, machte jedoch keine Angaben zu den konkreten Gründen der Maßnahme oder dazu, ob Wang und Ma in Gewahrsam genommen wurden. Auch in den Unterlagen des Bundesgerichts waren keine zugehörigen Dokumente zu finden.

  • Reaktionen aus der Forschung: Matthew Green, Kryptografie-Professor an der Johns Hopkins University, sagte, die Situation sei alles andere als normal, und äußerte Besorgnis darüber, dass Wang seit zwei Wochen verschwunden sei. Auch Professor Matt Blaze von der Georgetown University stellte infrage, warum die Universität Wangs Existenz faktisch gelöscht habe.

  • Berichterstattung lokaler Medien: Während der Durchsuchung des Hauses in Carmel rief das FBI über ein Megafon: "FBI, kommen Sie heraus!" Eine Frau kam mit einem Mobiltelefon in der Hand heraus, das von den Beamten beschlagnahmt wurde. Die Durchsuchung dauerte etwa vier Stunden, und mehrere Kisten mit Beweismitteln wurden sichergestellt.

  • Bitte um weitere Informationen: Sobald neue Informationen zu dem Fall bekannt werden, soll der Bericht aktualisiert werden. Personen mit direkten Kenntnissen des Falls werden gebeten, die Reporterin über Signal zu kontaktieren.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2025-03-31
Hacker-News-Kommentare
  • Dieser Fall wurde bislang noch nicht in den Mainstream-Medien berichtet. Dass die US-Regierung Menschen verschwinden lässt, ist nicht hinnehmbar.
  • Es gibt das Indiana-University-Profil von Xiaofeng Wang, seine Google-Scholar-Seite sowie archivierte Versionen der Indiana-University-Website.
  • Wer ein PACER-Konto hat, sollte nachsehen.
  • Das Muster des Falls passt nicht gut zu ICE. Der Grund ist, dass die Indiana University bei den Ermittlungen kooperiert hat.
  • Die Bilanz bei Spionageermittlungen gegen Menschen chinesischer Herkunft ist nicht gut. Das ist keine Verteidigung dieser Untersuchung.
  • Es werden Links zu seiner alten Website und zu einer von ihm entwickelten App bereitgestellt.
  • Diese Seiten sind nicht mehr verfügbar. Das wirkt verdächtig.
  • Dass FBI und Anwälte involviert sind, die Universität Daten gelöscht hat und es in öffentlichen Registern nichts gibt, könnte mit dem FISA-Gericht zusammenhängen.
  • Wahrscheinlich werden wir die Vorwürfe in diesem Fall oder das, was tatsächlich geschehen ist, nie erfahren.
  • Falls er ein so brillanter Kryptotheoretiker war, dass er eine Backdoor in einen von NIST genehmigten Algorithmus einbauen konnte, wäre das interessant.
  • Es wirkt, als sei die China Initiative wieder angelaufen.
    • Zwei Gesetzentwürfe, die die Republikaner am 11. September 2024 im Repräsentantenhaus verabschiedet haben, werden als Wiederbelebung der China Initiative beschrieben.
    • Die China Initiative war ein Programm des US-Justizministeriums, um chinesische Spione anzuklagen und Wirtschaftsspionage zu verhindern.
    • Dieses Programm hatte negative Auswirkungen auf viele chinesischstämmige amerikanische Akademiker und Wissenschaftler.
  • Es wäre nicht überraschend, wenn er zwangsweise in sein Herkunftsland zurückgeführt worden wäre.
  • Dass das FBI sein Haus durchsucht hat, deutet darauf hin, dass er als ausländischer Agent involviert war oder als nachrichtendienstliche Quelle kompromittiert wurde.
  • Dagegen, dass das FBI seine Arbeit macht, gibt es nichts einzuwenden. Aber dass die Universität Daten gelöscht hat, ist töricht.
  • Dieser Fall muss nicht unbedingt geopolitisch sein oder mit Kryptografie zu tun haben. Er könnte auch einfach ein gewöhnliches Verbrechen begangen haben.
  • Dass die Universität ihn beurlaubt hat, könnte dazu geführt haben, dass er vor einer Festnahme geflohen ist.
  • Es kann viele Gründe geben, warum das FBI beteiligt ist.
    • (1) Es könnte eine Angelegenheit für das FBI sein.
    • (2) Wenn er seiner Familie nicht gesagt hat, wohin er gegangen ist, könnte die Familie gerichtlich zur Offenlegung von Informationen gezwungen werden.
    • (3) Das FBI könnte wegen der Verwirrung involviert worden sein.
  • In dieser Geschichte bleiben viele Lücken.
  • Hoffentlich kommen in einem halben Jahr mehr Informationen ans Licht.
  • Hoffentlich sind alle in Sicherheit und handeln legal.