Bundesbehörden bestätigen Zusammenhang zwischen LastPass-Hack von 2022 und Cyberraub
(krebsonsecurity.com)-
LastPass-Hack im September 2023
- KrebsOnSecurity berichtete im September 2023, dass das LastPass-Master-Passwort gestohlen wurde und dies bei mehreren Opfern zu Cyberdiebstählen in Höhe von Hunderttausenden Dollar führte.
- US-Bundesermittler kamen bei der Untersuchung eines Krypto-Diebstahls im Umfang von 150 Millionen US-Dollar vom 30. Januar 2024 zu demselben Schluss.
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Fall des Krypto-Diebstahls
- Am 6. März 2024 gab die Bundesstaatsanwaltschaft für den Northern District of California bekannt, nach dem Cyberdiebstahl im Umfang von 150 Millionen US-Dollar Kryptowährungen im Wert von rund 24 Millionen US-Dollar sichergestellt zu haben.
- Bei dem Opfer soll es sich um den Ripple-Mitgründer Chris Larsen handeln.
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Ermittlungsergebnisse der Bundesbehörden
- Der US Secret Service und das FBI kamen bei den mit dem LastPass-Hack verbundenen Diebstählen zum selben Ergebnis.
- Sie bestätigten, dass die gestohlenen Daten und Passwörter genutzt wurden, um sich unrechtmäßig über die Online-Passwortmanager-Konten der Opfer Zugriff zu verschaffen und Kryptowährungen sowie weitere Daten zu entwenden.
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Gemeinsame Merkmale der Opfer
- Die Sicherheitsforscher Nick Bax und Taylor Monahan stellten fest, dass die Opfer keine typischen Angriffe wie auf E-Mail-Konten, Mobilfunkkonten oder SIM-Swapping erlebt hatten.
- Alle Opfer hatten Krypto-Seed-Phrasen in den "Secure Notes" ihrer LastPass-Konten gespeichert.
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Komplexes Diebstahlmuster
- Die gestohlenen Gelder wurden rasch über mehrere Konten bei verschiedenen Krypto-Börsen verschoben.
- Die Behörden gehen davon aus, dass dieses komplexe Diebstahlmuster durch die Zusammenarbeit mehrerer böswilliger Akteure zustande kam.
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Reaktion von LastPass
- LastPass erklärte, weder von Bundesermittlern noch aus anderen Quellen eindeutige Beweise dafür gesehen zu haben, dass die Diebstähle mit dem LastPass-Hack zusammenhängen.
- Im August 2022 teilte LastPass mit, im Softwareentwicklungsumfeld ungewöhnliche Aktivitäten entdeckt zu haben und dass dabei Teile des Quellcodes sowie technische Informationen gestohlen wurden.
- Im November 2022 informierte LastPass seine Kunden darüber, dass verschlüsselte Passwort-Tresore und personenbezogene Daten kompromittiert worden seien.
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Einschätzung von Sicherheitsexperten
- Viele Opfer nutzten Master-Passwörter mit geringer Komplexität, was darauf hindeutet, dass es sich wahrscheinlich um langjährige LastPass-Kunden handelte.
- LastPass verlangte von neuen Nutzern komplexere Passwörter, scheint dies jedoch bei älteren Kunden nicht durchgesetzt zu haben.
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Notwendigkeit stärkerer Sicherheitsmaßnahmen
- Forscher argumentieren, LastPass hätte seinen Kunden zu Passwortänderungen raten sollen.
- Trotz der ablehnenden Reaktion von LastPass betonen Sicherheitsforscher, dass zusätzliche Maßnahmen nötig seien, um weitere Hacks zu verhindern.
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