- Das Rätsel, mit nur viermal der Ziffer 2 eine Zielzahl zu bilden, erweitert den darstellbaren Bereich stark, je mehr mathematische Operationen erlaubt sind
- Mit den vier Grundrechenarten lassen sich 1 bis 6 bilden; fügt man Exponenten, Fakultät und Quadratwurzel hinzu, sind auch Werte wie 18, 28, 256 und 65536 darstellbar
- Wenn man die Schreibweise
22als zwei Zweien zählt und zusätzlich die Gammafunktion, Integrale, periodische Dezimalzahlen, den Kombinationsoperator und sogar komplexe Zahlen erlaubt, werden die Lösungen deutlich vielfältiger - Paul Diracs allgemeine Lösung bildet mit verschachtelten Quadratwurzeln und dem Logarithmus zur Basis 2 jede beliebige natürliche Zahl n; n ist dabei keine in der Formel verwendete Zahl, sondern die Anzahl der Quadratwurzel-Wiederholungen
- Die ursprüngliche allgemeine Formel verwendet die Zahl 2 nur dreimal, aber wenn man eine 2 durch
√(2+2)ersetzt, erhält man eine Form mit genau vier Zweien
Wie sich das Vier-Zweien-Rätsel erweitert
- Die Regel besteht darin, mit genau viermal der Ziffer 2 und mathematischen Operationen eine Ziel-Naturzahl zu bilden
- Schon mit den Grundrechenarten auf Grundschulniveau lassen sich kleine Zahlen direkt bilden
1 = (2+2)/(2+2)2 = 2/2 + 2/23 = 2·2 - 2/24 = 2+2+2-25 = 2·2 + 2/26 = 2·2·2 - 2
- Wenn Exponenten und Fakultät erlaubt sind, wächst der darstellbare Bereich stark
18 = 2^(2^2) + 228 = (2+2)! + 2 + 2256 = (2+2)^(2+2)65536 = 2^(2^(2^2))
- Auch die Schreibweise,
22als zwei Zweien zu zählen, kann verwendet werden26 = 22 + 2 + 211 = 22 / √(2+2)444 = 222 · 2
- Die 7 gilt als schwer darstellbar, aber wenn man die Gammafunktion zulässt, ergibt sich
7 = Γ(2) + 2 + 2 + 2 - Mit einem noch breiteren Werkzeugkasten gibt es wie im Math StackExchange thread auch Lösungen mit Integralen, periodischen Dezimalzahlen und dem Kombinationsoperator
- Ein Beispiel mit komplexen Zahlen ist
12 = |2 + 2√(-2)|²
Diracs allgemeine Lösung mit verschachtelten Quadratwurzeln
- Schon Mathematiker in den 1920er Jahren hatten Freude an diesem Rätsel, und Paul Dirac fand eine allgemeine Lösung für alle Zahlen
- Der Kern besteht darin, auf die 2 wiederholt die Quadratwurzel anzuwenden
√2 = 2^(1/2) = 2^(2^-1)√√2 = 2^(1/4) = 2^(2^-2)√√√2 = 2^(1/8) = 2^(2^-3)
- Wendet man die Quadratwurzel n-mal an, erhält man die Form
√√...√2 = 2^(2^-n) - Wendet man darauf zweimal den Logarithmus zur Basis 2 an, erhält man
-nlog₂(2^(2^-n)) = 2^-nlog₂(log₂(2^(2^-n))) = -n
- Daraus ergibt sich die allgemeine Formel
n = -log₂(log₂(√√...√2))- Dabei wird die Quadratwurzel n-mal wiederholt
- Da diese Formel die Zahl 2 nur dreimal verwendet, kann man die 2 in der Basis durch
√(2+2)ersetzen, um genau vier Zweien zu verwendenn = -log_{√(2+2)}(log₂(√√...√2))
- Zum Beispiel lässt sich 7 ausdrücken, indem man die Quadratwurzel siebenmal verschachtelt
7 = -log_{√(2+2)}(log₂(√√√√√√√2))
- In dieser Methode ist
nkeine Zahl, die direkt in der Formel auftaucht, sondern ein Wert, der die Anzahl der Quadratwurzel-Wiederholungen zählt; die verbleibende Aufgabe besteht darin, so viele Quadratwurzelzeichen zu zeichnen, wie benötigt werden
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare