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Ein Bienenstachel ist wie ein Angelhaken
- Wenn eine Honigbiene einen Menschen sticht, dringt der Stachel nicht einfach wie eine Nadel ein, sondern besitzt Widerhaken.
- Wenn die Biene nach dem Stich wegfliegen will, bleibt der Stachel wegen dieser Widerhaken stecken, sodass der Hinterleib der Biene aufreißt und sie stirbt.
- Es stellt sich die Frage, warum ein solcher suizidaler Mechanismus evolutionär ausgewählt wurde.
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Biologische Giftpumpe
- Wenn der Stachel herausgerissen wird, bleiben der Giftsack und eine muskuläre Pumpe zurück, die weiterhin Gift injiziert.
- Diese Giftpumpe arbeitet unabhängig vom Nervensystem der Biene und verabreicht das Gift dadurch besonders effektiv.
- Im Vergleich zu Wespen ist die Art, wie Bienen Gift injizieren, wirkungsvoller.
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Superorganismus, Immunsystem und Leben im Kollektiv
- Bienen sterben, um den Schwarm zu verteidigen.
- Da Arbeiterinnen sich nicht fortpflanzen, ist ihr Tod evolutionär kein großes Problem.
- Ähnlich wie Neutrophile im Immunsystem trägt der Tod einer Arbeiterin zum Überleben der größeren Gemeinschaft bei.
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Gruppenselektion
- Darwin sah in sozialen Insekten eine Herausforderung für die Theorie der natürlichen Selektion.
- Die Theorie der Gruppenselektion erklärt, dass Altruismus evolvieren kann, wenn er die Überlebensfähigkeit einer Gruppe erhöht.
- Altruismus nützt eher dem Überleben der Gruppe als dem des Individuums.
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Verwandtenselektion und biologischer Altruismus
- William D. Hamilton erklärte mit der Theorie der Verwandtenselektion, wie sich Altruismus evolutionär entwickeln kann.
- Die genetische Struktur der Bienen, die Haplodiploidie, erhöht die genetische Verwandtschaft zwischen Schwestern und fördert dadurch Altruismus.
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Inklusive Fitness und die Haplodiploidie-Hypothese
- Inklusive Fitness bezeichnet das Konzept, Gene über Verwandte weiterzugeben.
- Schwestern bei Bienen sind genetisch zu etwa drei Vierteln verwandt, sodass es vorteilhaft sein kann, über die Königin mehr Schwestern hervorzubringen.
- Damit lässt sich die Evolution des Superorganismus über Verwandtenselektion erklären.
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Grenzen der Haplodiploidie-Hypothese
- Nicht alle haplodiploiden Arten sind sozial, und einige diploide Arten sind ebenfalls sozial.
- Wenn sich die Königin mit mehreren Männchen paart oder das Geschlechterverhältnis ausgeglichen ist, greift die Hypothese nicht.
- Es wurden verschiedene Modelle vorgeschlagen, die weiterhin erforscht werden.
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Fazit
- Warum Bienen nach dem Stechen sterben, wird durch mehrere Theorien erklärt, etwa durch ihre Rolle als Teil eines Superorganismus oder durch Verwandtenselektion.
- Eine eindeutige Antwort gibt es nicht, und die Debatte unter Biologen dauert an.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Der Stachel der Königin hat keine Widerhaken, daher stirbt sie nicht, wenn sie sticht. Das liegt daran, dass die Königin nicht leicht sterben sollte und ihren Stachel nutzen muss, um andere Königinnen zu töten.
Der Stachel einer Biene verhakt sich nicht, wenn sie andere Insekten sticht. Das liegt daran, dass sich deren Exoskelett von der Haut von Säugetieren unterscheidet und die Widerhaken deshalb nicht hängen bleiben.
Das Buch „The Red Queen“ behandelt die Verbreitung von Genen.
In der Evolutionsbiologie kann die Erklärung „Survival of the fittest“ durch die Existenz anderer Arten widerlegt werden. Zum Beispiel kann der mit Widerhaken versehene Stachel der Biene durch den Stachel ohne Widerhaken der Wespe infrage gestellt werden.
Evolutionäre Erklärungen sind oft nicht beweisbar und haben eine zirkuläre Logik.
Es gibt eine mythische Geschichte, dass Zeus die Biene verfluchte. Die Biene wird zur Königin und sammelt mit den Arbeiterinnen Honig, stirbt jedoch, wenn sie ihren Stachel benutzt.
Meinung eines Hobbyimkers: Wenn eine Arbeiterin einen Menschen sticht, bleiben Stachel und Giftsack zurück, der Hinterleib reißt auf und sie stirbt. Das soll dazu dienen, dass der Giftsack weiterarbeitet und möglichst viel Schmerz verursacht.
Honigbienen sind ein Superorganismus, bei dem das Überleben des Schwarms wichtiger ist als das Überleben der einzelnen Biene.