- Double bietet Investments für 1 US-Dollar pro Monat an, bei denen Indexbestandteile direkt gehalten werden, um prozentbasierte Kosten von ETFs und Mutual Funds zu senken
- Statt ETFs werden einzelne Aktien gekauft, sodass kontospezifische Anpassungen, Rebalancing und Tax-Loss-Harvesting innerhalb eines Kontos möglich sind
- Drei Monate nach der Veröffentlichung auf Show HN überschritt das verwaltete Vermögen 10 Mio. US-Dollar und zielt auf den großen Gebührenpool des US-Markts für ETFs und Mutual Funds
- Nutzer können aus mehr als 50 Strategien wählen oder selbst einen Index erstellen; die Portfolio-Engine übernimmt dabei Gewichtsanpassung, Wiederanlage von Bargeld und das Management des Tracking Errors
- Die Vermögenswerte werden bei Apex Clearing auf den Namen des Nutzers verwahrt, es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Beschreibung nicht als Finanzberatung zu verstehen ist
Index-Investing-Modell für 1 US-Dollar pro Monat
- Double ist ein über double.finance angebotener Index-Investing-Service, der Investments in mehr als 50 breit angelegte Aktienmarktindizes mit 0 % Kostenquote ermöglicht
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In der Verwaltung enthaltene Punkte
- Rebalancing und Wiederanlage von Bargeld werden übernommen
- Tax-Loss-Harvesting (TLH) ist eine Methode, bei der verlustreiche Aktien vorzeitig verkauft werden, um potenzielle Steuervorteile zu schaffen
- Das Preismodell ist keine Quote auf das verwaltete Vermögen, sondern eine feste Gebühr von 1 US-Dollar pro Monat
- Ein Demo-Video wird als Loom-Video bereitgestellt
- Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Beschreibung des Services keine Finanzberatung ist
Warum auf ETF- und Mutual-Fund-Gebühren gezielt wird
- Double will die Entwicklung, mit der Robinhood die Gebühren für den Aktienhandel gesenkt hat, in den Bereich von ETFs und Mutual Funds übertragen
- Finanzberater verlangen typischerweise 1 % AUM pro Jahr, die gewichtete durchschnittliche Kostenquote von ETFs liegt bei etwa 0,17 %, und besonders günstige Produkte wie VOO sinken bis auf 0,03 %
- Im Beispiel eines 500.000-US-Dollar-Portfolios, zu dem 30 Jahre lang monatlich 2.000 US-Dollar hinzuinvestiert werden, summieren sich die durch Gebühren verlorenen Beträge erheblich
- Finanzberater: 1,30 Mio. US-Dollar
- Durchschnittlicher ETF: 244.000 US-Dollar
- Kostengünstiger VOO: 42.951 US-Dollar
- Um prozentbasierte Gebühren zu eliminieren, setzt Double Index-Investing um, indem einzelne Bestandteile populärer Indizes direkt gekauft werden
- Wer einzelne Positionen hält, kann kontospezifische Anpassungen und Tax-Loss-Harvesting nutzen, was mit ETFs oder Mutual Funds schwerer umzusetzen ist
Strategiewahl und Umfang der Anpassung
- Es werden mehr als 50 Strategien angeboten, die populäre ETFs nachbilden und bei Aktienfusionen oder Indexänderungen aktualisiert werden
- Nutzer können Strategien auf verschiedene Weise anpassen
- Sektor- oder Titelgewichtungen anders festlegen
- Mit einem Aktien-/ETF-Screening-Tool selbst einen Index erstellen
- Zielgewichtungen setzen und anschließend Kapital einzahlen
- Unterstützung für die Übertragung bereits vorhandener Aktien
- Strategie- und Research-Seiten können auch ohne Konto auf der Explore-Seite ausprobiert werden
- Im Vergleich zu M1 Finance hebt Double Tax-Loss-Harvesting, einen breiteren Indexumfang und größere Anpassungsfreiheit hervor
- Beim Erstellen eines eigenen Index lassen sich Gewichtungen bis auf 0,1 % genau festlegen
- Bei M1 wird als Vergleichswert 1 % genannt
- Eine Gewichtung nach Marktkapitalisierung ist ebenfalls möglich
- Double konkurriert auch mit Robo-Advisors wie Wealthfront, bietet nach eigener Darstellung jedoch mehr Kontrolle über die Investments und erhebt keine AUM-Gebühr
Was die Portfolio-Engine übernimmt
- Die Engine prüft das Portfolio täglich und optimiert gleichzeitig Handelbarkeit, Tax-Loss-Harvesting, Tracking Error und Wiederanlage von Bargeld
- Tax-Loss-Harvesting und Portfolio-Optimierung lassen sich gut als lineares Optimierungsproblem ausdrücken, bei dem mehrere Ziele miteinander konkurrieren
- Beispielhafte Ziele sind Tracking-Qualität, Steuer-Alpha und Transaktionskosten
- Für Tax-Loss-Harvesting in großen Direct-Indexing-Portfolios eignet sich ein Faktormodell besser als die zunächst angenommene paarbasierte Ersatzstrategie
- Für kleinere Strategien werden auch paarbasierte Ansätze verwendet
Technische und operative Einschränkungen bei der Umsetzung
- Beim Aufbau der Portfolio-Software zeigte sich, dass es für Aktien praktisch keine dauerhaften Identifikatoren gibt, die sich leicht modellieren und übertragen lassen
- Double handelt mit der Verwahrstelle Apex über CUSIP, doch CUSIPs ändern sich bei Ereignissen wie Aktiensplits oder Umstrukturierungen häufig
- Selbst wenn Double den Betrieb einstellen sollte, werden die Vermögenswerte der Nutzer bei Apex Clearing auf den Namen des jeweiligen Nutzers verwahrt
- Es wird darauf hingewiesen, dass es auch in diesem Fall Verfahren gibt, die beim Zugriff auf die Vermögenswerte und bei deren Übertragung helfen
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Kommentar zu den Spread-Kosten von ETFs: Der Spread eines ETFs ist kleiner als die Summe der Spreads der einzelnen Aktien. Das liegt an ETF-Market-Makern und Arbitrageuren; beim Kauf der Einzelaktien muss man die Spread-Kosten für alle Positionen zahlen. Diese Kosten sind nicht groß, aber im Vergleich zur Kostenquote von 17 Basispunkten pro Jahr bei VOO dennoch relevant.
Kommentar zum Preismodell von 1 $/Monat: Der Verkauf für 1 $/Monat in einem Markt, in dem die meisten Anbieter deutlich mehr verdienen, ist sogar günstiger als billige B2C-Services. Es braucht ein Ertragsmodell, dem Kunden vertrauen können.
Bedenken zur finanziellen Sicherheit: Nach dem Synapse-Vorfall möchte man sicher sein, dass die SIPC-Versicherung tatsächlich Geldverluste absichert. Es gibt Misstrauen gegenüber neuen Fintech-Produkten.
Frage zum Servicevergleich: Wie unterscheidet sich dieser Service von kostenlosen Mutual Funds bei Fidelity oder Schwab? Es gibt Fragen dazu, ob Liquiditätsprobleme oder Spread-Kosten entstehen können.
Frage zu Payment for Order Flow und Leihgebühren: Es wird gefragt, ob geplant ist, den Order Flow an Market Maker wie Citadel zu verkaufen und ob Leihgebühren an die Anleger zurückgegeben werden.
Positive Einschätzung des neuen Services: Während Vanguard und Fidelity lange bei Standard-ETFs geblieben sind, bietet dieser Service feinere Gewichtungsanpassungen und tägliches Tax-Loss-Harvesting. Es besteht die Hoffnung, dass Nutzer eine Wahlmöglichkeit beim Aktienverleih erhalten.
Kommentar zur Preisgestaltung: Eine AUM-basierte Bepreisung ist nicht gewünscht, aber 1 $ ist zu niedrig. Als früher Kunde wäre man bereit, mehr zu zahlen.
Beschwerde über die Beschränkung auf die USA: Es sollte klarer kommuniziert werden, dass der Service für Personen außerhalb der USA nicht verfügbar ist. Problematisch ist auch, dass es keine Möglichkeit zur Kontolöschung gibt.
Vorschlag für eine „Soft-Short“-Option: Es wäre möglich, einen Index anzubieten, der bestimmte Aktien ausschließt. Das wäre ein Weg, die unbegrenzten Verluste einer normalen Short-Position zu vermeiden.
Kommentar zu Rebalancing und Tax-Loss-Harvesting: Rebalancing ist ein steuerpflichtiges Ereignis, und ein Fokus auf neue Einzahlungen könnte der bessere Ansatz sein. Tax-Loss-Harvesting als Methode zum Steuersparen darzustellen, kann irreführend sein.