Vorteile der Nutzung als 8K-Monitor
- Programmierung, Textverarbeitung usw.:
- In Bezug auf Auflösung und Nutzbarkeit besser als mehrere 4K-Monitore
- Keine störenden Fensterrahmen durch fehlende Bezel
- Funktioniert gut mit Tiling Window Managern
- Sehr hohe Qualität bei der Textdarstellung
- Foto- und Videobearbeitung:
- Fotos lassen sich auf einem großen Bildschirm in scharfer Auflösung betrachten
- Werkzeugleisten können relativ klein gehalten werden, wodurch mehr Arbeitsfläche entsteht
- Unterstützt den D65-P3-Farbraum und bietet eine Farbwiedergabe auf dem Niveau professioneller Monitore
- CAD-Arbeiten:
- Feine Details sind gut sichtbar, daher gut für Wireframe-Rendering geeignet
- Selbst bei maximiertem Viewport bleibt die große Bildschirmfläche angenehm zum Arbeiten
- Gaming und Medien:
- Kann mit 4K 120Hz betrieben werden und eignet sich daher gut für Gaming auf großem Bildschirm
- Unterstützt 1440p als ganzzahliges Vielfaches, daher ohne Skalierungsartefakte
- Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- In etwa auf dem Preisniveau von vier 32-Zoll-4K-Monitoren
- Gute Konnektivität
- Unterstützt 8K 60Hz über HDMI 2.1
Nachteile und Hinweise
- Schreibtisch und Halterung:
- Um Inhalte über die gesamte Bildschirmfläche zu sehen, muss man weiter entfernt sitzen, daher ist ein großer Schreibtisch nötig
- Probleme bei der Bildqualität:
- Die Gleichmäßigkeit ist nicht perfekt, daher kann ein Dirty-Screen-Effekt auftreten
- Bei einigen Modellen kann auf 1px-Ebene ein Schachbrett-Effekt sichtbar sein (kann mit VRR behoben werden)
- Software-Probleme:
- NVIDIA-Linux-Treiber erfordern Version 535 oder höher
- Unter AMD Linux ist 8K 60Hz ohne DisplayPort-Adapter nicht möglich
- Die Einstellung Input Signal Plus ist erforderlich
- Es gibt Bugs beim Aufwachen aus dem Energiesparmodus
- Wenn ein DisplayPort-Gerät angeschlossen ist, wird es beim Booten möglicherweise nicht erkannt
- Display-Typ:
- Derzeit dominieren IPS- und VA-Panels
- OLED bringt Burn-in-Risiken mit sich und ist teuer
- Beschichtung:
- Meist wird eine glänzende Beschichtung verwendet, daher kann es Spiegelungen geben
Beispielgeräte
- Samsung Q900, Q800T, Q900TS, Q950TS, QN700B, QN800A/B/C/D, QN900A/B/C/D Serien
- LG Nanocell 97, 99 Serien
- Sony Z8H, Z9G Serien
- TCL Class 6 Serie 8K
FAQ
- Ist das nicht zu groß?
- Die Breite und Pixeldichte entsprechen ungefähr zwei 32-Zoll-Monitoren.
- Es gibt doch gar keine 8K-Filme, oder?
- Filme schaut man im 4K-120Hz-Modus. Das passt perfekt zu 24fps und 30fps.
- Kann eine GPU 8K-Gaming überhaupt stemmen?
- Gespielt wird in 4K 120Hz. Bei einigen Spielen könnte 8K 60Hz hilfreich sein.
- Wie wäre es mit einem Projektor?
- Günstige 8K-Projektoren gibt es nicht, und die Pixeldichte reicht nicht für die Darstellung von Text.
- Und Apple Vision Pro?
- Die Pixeldichte reicht noch nicht aus, um Tabellenkalkulationen komfortabel anzusehen.
Meinung von GN⁺
- Einen 8K-TV als Monitor zu verwenden, ist eine sehr interessante Idee
- Beseitigt die Nachteile eines Multi-Monitor-Setups und bietet zugleich hervorragende Auflösung und Nutzbarkeit
- Liefert Bildqualität und Funktionen auf dem Niveau professioneller Monitore zu einem vernünftigen Preis
- Dennoch ist Vorsicht geboten, da es einige technische Einschränkungen und Bugs geben kann
- Die Kompatibilität des Grafikkartentreibers sollte unbedingt geprüft werden
- Auch Themen wie Gleichmäßigkeit der Bildqualität oder Spiegelungen sollten berücksichtigt werden
- Wer zu nah davor sitzt, kann Nackenschmerzen bekommen, daher sollte ein angemessener Abstand eingehalten werden
- Die Vorteile der hohen Auflösung und des großen Arbeitsbereichs scheinen die Nachteile aufzuwiegen
- Kann die Produktivität bei Aufgaben wie Programmierung oder Foto-/Videobearbeitung deutlich steigern
- Bietet eine für Multitasking optimierte Umgebung
- Wenn sich künftig Display-Technologien der nächsten Generation wie OLED oder MicroLED auch in 8K verbreiten, dürfte dies eine noch attraktivere Option werden
- Es ist zu erwarten, dass Burn-in-Probleme gelöst und die HDR-Leistung deutlich verbessert werden
- Professionelle Monitore werden dadurch wohl nicht vollständig ersetzt, aber für Nutzer, die zu vernünftigen Kosten eine leistungsstarke Workstation aufbauen möchten, dürfte es eine hervorragende Option sein
10 Kommentare
Ich nutze einen 55-Zoll-8K-Fernseher für die Arbeit: den Samsung 55QN700B und den LG 55NANO95.
Ich nutze seit etwa vier Jahren einen 48-Zoll-OLED-4K-120Hz-Monitor von LG und bin sehr zufrieden damit. Ab und zu spiele ich auch mal eine Runde … Ein Burn-in-Problem gibt es bisher noch nicht.
Ich habe vor dem Schreibtisch noch ein Regal in passender Höhe aufgestellt und mit genügend Abstand genutzt, dadurch habe ich mich daran gewöhnt. Allerdings gilt bei OLED ganz klar: In heller Umgebung muss das nicht unbedingt sein. Abends mit indirekter Beleuchtung konnte ich mich gut konzentrieren, das war wirklich angenehm.
Ich nutze auch 40 Zoll mit einer Auflösung von 5120x2160 und habe deshalb auf ein Multi-Monitor-Setup verzichtet. Inzwischen ist ein einzelner Bildschirm einfach bequemer.
Ein 8K-Fernseher wäre wohl auch ganz okay, aber er wirkt auf mich etwas zu groß, deshalb ist das schon ein bisschen abschreckend.
Ich habe einige Monate lang einen günstigen 75-Zoll-4K-Fernseher von LG als Monitor verwendet.
Der Vorteil war, dass der Bildschirm ausreichend groß ist,
der Nachteil war, dass er sich schwer umpositionieren lässt und etwas träge auf Eingaben reagiert.
Ich habe einige Monate lang Dual-Monitore verwendet und bevorzuge einen großen Monitor, weil das ständige Drehen des Kopfes den Nacken belastet.
Derzeit nutze ich 43-Zoll-Monitore von Philips, Dell und anderen.
Verwendet ihr ihn in größerem Abstand als bei einem normalen Monitor? Ich habe früher einmal mit einem 43-Zoll-Fernseher auf dem Schreibtisch gearbeitet, aber die Informationsmenge im Sichtfeld war gering, sodass ich den Kopf drehen musste, und er war auch vertikal viel zu hoch, sodass Text am unteren Bildschirmrand schwer zu lesen war.
Ja, wenn man es aus derselben Entfernung nutzt, ist es schwierig. Den Monitor zu Hause verwende ich mit einem TV-Ständer, wie man ihn in Ausstellungsräumen oder Firmenkonferenzräumen sieht, und hänge ihn daran auf.
Verstehe. Man braucht zwar nicht unbedingt getrennt einen Fernseher und einen Monitor, aber es wirkt so, als ließe sich das nur aufstellen, wenn man wie in einem Arbeitszimmer Platz vor dem Schreibtisch hat. Danke fürs Teilen.
Ich wünschte, es gäbe einen 32-Zoll-5K-Monitor, aber da es auf dem Markt kein solches Produkt gibt, bin ich beim Monitorkauf unschlüssig. Der Monitor soll an einen Mac angeschlossen werden, daher wäre mir eine Pixeldichte mit exakt dem Doppelten ideal, und ich brauche 1280 horizontale Pixel, aber ein solches Produkt gibt es nicht.
Hacker-News-Kommentare
Einer der Gründe für den Kauf eines 8K-Displays war die Betrachtung von LiDAR-Punktwolken. Zum Beispiel ist das Desktop-Hintergrundbild eine LiDAR-Karte von Bernal Hill in San Francisco.
Rahmen und Zwischenräume bei Monitoren können ablenken. Gleichzeitig werden sie aber auch als etwas gesehen, das die Informationsdichte aufteilt und die Konzentration erleichtert.
Seit September 2020 ist ein 4K LG CX48 OLED im Einsatz und es war die beste Monitorentscheidung.
Nach 15 Jahren Schreibtischarbeit ist die Sitzhaltung wichtiger geworden. Ein einzelner großer Bildschirm direkt vor einem ist besser als zusätzliche Displays.
Ein 43-Zoll-4K-TV ersetzte zwar ein Multi-Monitor-Setup, führte aber zu starker Belastung von Nacken und Augen.
Vor Kurzem erfolgte ein Upgrade auf einen Samsung Odyssey G9 mit 49 Zoll und Curved-Panel.
Ein 65-Zoll-8K-Display erreicht auf 26 Zoll Entfernung Retina-Auflösung. Ein 27-Zoll-4K-Bildschirm erreicht Retina-Auflösung auf 21 Zoll Entfernung.
Der Blogbeitrag gefällt.
Ein 65-Zoll-LG GX OLED wird für Arbeit und Gaming verwendet.
Das größte Problem ist die Ergonomie.