2 Punkte von GN⁺ 2024-10-05 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Mittelstufe in Chinesisch erreichen

  • Lernzeit für Chinesisch: Es gibt die Schätzung, dass man für das Erreichen einer flüssigen Beherrschung auf Mittelstufenniveau im Allgemeinen 4.000 Stunden benötigt (2.200 Stunden Unterricht und 1.800 Stunden Lernen außerhalb des Unterrichts). Der Autor hat dies jedoch bereits in 1.500 Stunden erreicht.
  • Schätzung des US-Außenministeriums: Um eine „allgemeine berufliche Sprachbeherrschung“ (ILR 3) zu erreichen, werden 2.200 Unterrichtsstunden über 88 Wochen veranschlagt. Das entspricht 25 Stunden pro Woche, in der Praxis können jedoch mehr als 45 Stunden nötig sein.
  • Tatsächliche Sprachbeherrschung: Viele Diplomaten erreichen zwar formal ILR 3, bleiben in der Praxis jedoch oft auf ILR 2. Der Autor erreichte mit einem Einsatz von 1.500 Stunden ein Niveau von ILR 2+.

Bescheidene Anfänge — 筚路蓝缕

  • Der erste Monat: Während des Mathematikstudiums entwickelte der Autor Interesse an Chinesisch und belegte einen schnell voranschreitenden Anfängerkurs. Er lernte grundlegenden Wortschatz zum Überleben im Alltag und versuchte jeden Tag zu sprechen.

Intensives Selbststudium — 自强不息

  • Der dritte Monat: Der Autor lernte effizient mit Spaced-Repetition-Apps wie Anki. Frequenzbasiertes Lernen, Comprehensible Input und viel Lesen beschleunigten den Lernfortschritt.
  • Individuelles Tutoring: Durch 1:1-Tutoring wurde das Lerntempo weiter erhöht, und alle Fehler im Gespräch wurden korrigiert.

Reisen — 学以致用

  • Der vierte Monat: Während der Winterferien reiste der Autor nach Taiwan und China und setzte Chinesisch direkt in der Praxis ein. Auf jeder Reise lernte er ungefähr 1.000 neue Wörter und Schriftzeichen.

Marathon — 持之以恒

  • Der sechste Monat: Mit etwa 15 Stunden Chinesischlernen pro Woche hielt der Autor ein konstantes Lerntempo. Er kannte nun 5.000 Wörter und Schriftzeichen, was ungefähr dem früheren HSK6-Niveau entspricht.

Zusammenfassung von GN⁺

  • Dieser Text schildert persönliche Erfahrungen beim Chinesischlernen und betont die Bedeutung effizienter Lernmethoden sowie praktischer Erfahrung durch Reisen.
  • Er zeigt, dass Spaced-Repetition-Tools wie Anki und individuelles Tutoring die Lerngeschwindigkeit deutlich steigern können.
  • Für Menschen mit Interesse am Chinesischlernen bietet der Text nützliche Informationen und Motivation.
  • Als Lernwerkzeuge mit ähnlichen Funktionen werden Duolingo und Rosetta Stone empfohlen.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-10-05
Hacker-News-Kommentare
  • Beim Lesen des Blogbeitrags fühlte es sich an, als würde man das eigene Ich von vor 10 Jahren sehen; geteilt wird die Erfahrung, damals Chinesisch gelernt und HSK6 erreicht zu haben, heute aber das Gefühl zu haben, dass Chinesisch nutzlos ist

    • Rückblickend wird Chinesischlernen als zu aufwendig empfunden, und man erinnert sich daran, dass diese Energie vielleicht besser in andere, sinnvollere Dinge investiert worden wäre
  • Es wird Interesse am Motivationssystem einer Person geäußert, und erwähnt, dass es beeindruckend sei, eine Promotion und das Chinesischlernen parallel zu verfolgen

    • Grundlegende Motivation wird für wichtig gehalten, und diese Person wird als jemand mit außergewöhnlicher Motivation eingeschätzt
  • Es wird erklärt, warum die Nutzung eines SRS-Systems schwerfällt, und argumentiert, dass unmittelbare Belohnung oder Interesse nötig sei

    • Es wird die Ansicht vertreten, dass man zum Erlernen einer Sprache direkte Kommunikation braucht
  • Bei einem Besuch in Peking habe man die Erfahrung gemacht, ein „lokaler Prominenter“ zu sein, und betont die Bedeutung offizieller Prüfungen

    • Freunde oder Tutor:innen könnten Fehler übersehen, Prüfungen jedoch nicht
  • Es wird erwähnt, dass vielfältige Inhalte und Ressourcen in der Zielsprache beim Lernen helfen

    • Es wird erklärt, dass es bei anderen schwierigen Sprachen wie Vietnamesisch an Ressourcen mangele
  • Jemand habe 9 Monate lang mit der Methode des Comprehensible Input Chinesisch gelernt und halte sie für effektiv

    • Es wird beschrieben, dass mit Anki-Flashcards und Peppa Pig 2.000 Wörter gelernt wurden und man auf einer Taiwan-Reise gute Erfahrungen gemacht habe
  • Es wird erwähnt, dass man nach 10 Jahren wieder begonnen habe, Chinesisch zu lernen, und schnell wieder HSK-5-Niveau erreicht habe

    • Es wird erklärt, dass sich Chinesischlernen gut für selbstgesteuertes Lernen eigne und Motivation einen Schneeballeffekt haben könne
  • Die Bedeutung von SRS-Systemen wie Anki wird betont, und es wird empfohlen, Spracherkennung zu nutzen, um Sätze schnell einzugeben

  • Es wird erwähnt, dass häufiger Kontakt mit chinesischsprachigen Inhalten wichtig sei und in China produzierte Animationen hilfreich sein könnten

  • Es wird erklärt, dass das Lesen persönlich interessanter Inhalte beim Lernen helfe, und eine Zusammenarbeit mit Menschen in Taiwan vorgeschlagen, die sich für das betreffende Fachgebiet interessieren