Mittelstufe in Chinesisch erreichen
- Lernzeit für Chinesisch: Es gibt die Schätzung, dass man für das Erreichen einer flüssigen Beherrschung auf Mittelstufenniveau im Allgemeinen 4.000 Stunden benötigt (2.200 Stunden Unterricht und 1.800 Stunden Lernen außerhalb des Unterrichts). Der Autor hat dies jedoch bereits in 1.500 Stunden erreicht.
- Schätzung des US-Außenministeriums: Um eine „allgemeine berufliche Sprachbeherrschung“ (ILR 3) zu erreichen, werden 2.200 Unterrichtsstunden über 88 Wochen veranschlagt. Das entspricht 25 Stunden pro Woche, in der Praxis können jedoch mehr als 45 Stunden nötig sein.
- Tatsächliche Sprachbeherrschung: Viele Diplomaten erreichen zwar formal ILR 3, bleiben in der Praxis jedoch oft auf ILR 2. Der Autor erreichte mit einem Einsatz von 1.500 Stunden ein Niveau von ILR 2+.
Bescheidene Anfänge — 筚路蓝缕
- Der erste Monat: Während des Mathematikstudiums entwickelte der Autor Interesse an Chinesisch und belegte einen schnell voranschreitenden Anfängerkurs. Er lernte grundlegenden Wortschatz zum Überleben im Alltag und versuchte jeden Tag zu sprechen.
Intensives Selbststudium — 自强不息
- Der dritte Monat: Der Autor lernte effizient mit Spaced-Repetition-Apps wie Anki. Frequenzbasiertes Lernen, Comprehensible Input und viel Lesen beschleunigten den Lernfortschritt.
- Individuelles Tutoring: Durch 1:1-Tutoring wurde das Lerntempo weiter erhöht, und alle Fehler im Gespräch wurden korrigiert.
Reisen — 学以致用
- Der vierte Monat: Während der Winterferien reiste der Autor nach Taiwan und China und setzte Chinesisch direkt in der Praxis ein. Auf jeder Reise lernte er ungefähr 1.000 neue Wörter und Schriftzeichen.
Marathon — 持之以恒
- Der sechste Monat: Mit etwa 15 Stunden Chinesischlernen pro Woche hielt der Autor ein konstantes Lerntempo. Er kannte nun 5.000 Wörter und Schriftzeichen, was ungefähr dem früheren HSK6-Niveau entspricht.
Zusammenfassung von GN⁺
- Dieser Text schildert persönliche Erfahrungen beim Chinesischlernen und betont die Bedeutung effizienter Lernmethoden sowie praktischer Erfahrung durch Reisen.
- Er zeigt, dass Spaced-Repetition-Tools wie Anki und individuelles Tutoring die Lerngeschwindigkeit deutlich steigern können.
- Für Menschen mit Interesse am Chinesischlernen bietet der Text nützliche Informationen und Motivation.
- Als Lernwerkzeuge mit ähnlichen Funktionen werden Duolingo und Rosetta Stone empfohlen.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Beim Lesen des Blogbeitrags fühlte es sich an, als würde man das eigene Ich von vor 10 Jahren sehen; geteilt wird die Erfahrung, damals Chinesisch gelernt und HSK6 erreicht zu haben, heute aber das Gefühl zu haben, dass Chinesisch nutzlos ist
Es wird Interesse am Motivationssystem einer Person geäußert, und erwähnt, dass es beeindruckend sei, eine Promotion und das Chinesischlernen parallel zu verfolgen
Es wird erklärt, warum die Nutzung eines SRS-Systems schwerfällt, und argumentiert, dass unmittelbare Belohnung oder Interesse nötig sei
Bei einem Besuch in Peking habe man die Erfahrung gemacht, ein „lokaler Prominenter“ zu sein, und betont die Bedeutung offizieller Prüfungen
Es wird erwähnt, dass vielfältige Inhalte und Ressourcen in der Zielsprache beim Lernen helfen
Jemand habe 9 Monate lang mit der Methode des Comprehensible Input Chinesisch gelernt und halte sie für effektiv
Es wird erwähnt, dass man nach 10 Jahren wieder begonnen habe, Chinesisch zu lernen, und schnell wieder HSK-5-Niveau erreicht habe
Die Bedeutung von SRS-Systemen wie Anki wird betont, und es wird empfohlen, Spracherkennung zu nutzen, um Sätze schnell einzugeben
Es wird erwähnt, dass häufiger Kontakt mit chinesischsprachigen Inhalten wichtig sei und in China produzierte Animationen hilfreich sein könnten
Es wird erklärt, dass das Lesen persönlich interessanter Inhalte beim Lernen helfe, und eine Zusammenarbeit mit Menschen in Taiwan vorgeschlagen, die sich für das betreffende Fachgebiet interessieren