Eine sanfte Einführung in das Self-Hosting von Software
- Früher wurden Software und Spiele auf DVDs verteilt. In den 2000er-Jahren waren Personal Computer der Mainstream, und Chromebooks waren ein neues Konzept: Sie konnten mit nichts weiter als Internetzugang und einer Benutzeroberfläche die meiste Software ausführen.
- In den 2010er-Jahren wurde Cloud Computing zum dominierenden Trend, und Abonnementdienste wurden neben Werbung zur wichtigsten Methode, online Geld zu verdienen.
- Dadurch haben Informatiker die Möglichkeit verloren, als Computer-Enthusiasten anzufangen, und der Hackergeist verschwindet allmählich.
- 2024 ist es an der Zeit, die grundlegende Freude am Self-Hosting wiederzuentdecken.
Warum Self-Hosting?
- Philosophischer Grund: Eine Möglichkeit, sich gegen Monopole zu wehren und die vollständige Kontrolle über das digitale Selbst zu behalten — die letzte Bastion der Online-Freiheit.
- Praktischer Grund: Man kann Geld sparen, verliert dafür aber möglicherweise Zeit und mentale Gesundheit. Praktischer ist es, andere die Zuverlässigkeit, Parallelität, Redundanz und Verfügbarkeit des Systems verwalten zu lassen.
- Intellektueller Grund: Eine digitale Garage, in der man sein System ständig weiter optimiert — wie nach einem langen Tag mit dem Lieblingsspielzeug zu spielen.
- Der wichtigste Grund: Es soll Spaß machen. Self-Hosting als Hobby.
Shared Hosting
- Shared-Web-Hosting-Dienste funktionieren so, dass mehrere Dienste auf einem einzigen Webserver untergebracht sind. Die Kosten für die Serverwartung werden auf mehrere Kunden verteilt.
- Uberspace wird empfohlen. Es ist ein sehr freundlicher Hosting-Anbieter.
- Man kann bei Uberspace ein Konto erstellen, SSH-Zugriff erhalten und in der Cloud 10 GB Speicherplatz sowie 1,5 GB RAM nutzen.
Software installieren
- Uberspace Labs: Bietet Installationsanleitungen für verschiedene Software, die auf Uberspace genutzt werden kann.
- Awesome-Selfhosted: Bietet eine Liste von Software, die sich selbst hosten lässt.
- Docker kann auf Uberspace nicht verwendet werden, aber man kann Software aus dem Quellcode installieren oder Docker-Images als Build-Images verwenden.
Empfohlene Software
- Actual Budget: Eine App für das Finanzmanagement, die die Envelope-Budgeting-Methodik verwendet. Man behält die Kontrolle über sensible Finanzdaten und kann weltweit über den Browser darauf zugreifen.
- Miniflux: Ein minimalistischer und meinungsstarker Feed-Reader. Über RSS-Feeds lassen sich Updates von verschiedenen Websites an einem Ort verfolgen.
Bonus: Domain
- Der coolste Teil des Self-Hostings ist, mit einer eigenen Domain das Eigene zu präsentieren.
- Man kann bei einem Domain-Registrar eine Domain kaufen und verschiedene auf Uberspace gehostete Dienste mit Subdomains verbinden.
- Prüfen, ob der E-Mail-Anbieter benutzerdefinierte Domain-Einstellungen erlaubt, damit sich der E-Mail-Dienstanbieter wechseln lässt, ohne die E-Mail-Adresse aufzugeben.
- Man kann Subdomains oder URL-Pfade mit einem GitHub-Repository verbinden, um öffentlich zugängliche Dateien zu hosten.
Zusammenfassung von GN⁺
- Dieser Artikel ist nützlich für alle, die die grundlegende Freude am Self-Hosting wiederentdecken möchten.
- Self-Hosting ist aus philosophischen, praktischen und intellektuellen Gründen wertvoll — und vor allem sollte es Spaß machen.
- Mit Shared-Hosting-Diensten wie Uberspace lässt sich leicht einsteigen, und es können verschiedene Softwarepakete installiert und genutzt werden.
- Mit einer persönlichen Domain kann man das Eigene präsentieren und gleichzeitig den Dienstanbieter wechseln, ohne die E-Mail-Adresse zu verlieren.
- Bietet interessante und nützliche Informationen für Menschen, die sich für Self-Hosting interessieren.
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