1 Punkte von GN⁺ 2024-09-18 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen

Warum wollte dieser große Mathematiker ein 17-Eck auf seinem Grabstein?

  • Der Mathematiker Gauss hinterließ zahlreiche mathematische Leistungen.
  • Unter ihnen wollte er besonders ein „regelmäßiges 17-Eck“ auf seinem Grabstein eingraviert sehen.
  • Mit 18 Jahren löste Gauss mithilfe des regelmäßigen 17-Ecks ein Problem, das Mathematiker 2.000 Jahre lang beschäftigt hatte.

Geometrie im antiken Griechenland

  • Die antiken Griechen waren hervorragend in der Geometrie und legten den Schwerpunkt auf Konstruktionen mit Zirkel und Lineal.
  • Der Zirkel ist ein Werkzeug, mit dem man Kreise um zwei Punkte als Mittelpunkte zeichnen kann, und das Lineal dient zum Zeichnen gerader Linien.
  • Mit diesen Werkzeugen lassen sich weder Entfernungen messen noch Winkel abtragen.
  • Solche geometrischen Konstruktionen gehen auf Euklids Elemente zurück.
  • Euklid versuchte, die gesamte Geometrie aus einem Minimum an Annahmen herzuleiten.

Beispiele für geometrische Konstruktionen

  • Wie man den Mittelpunkt einer gegebenen Strecke findet
    • Mit dem Zirkel zeichnet man Kreise um die beiden Endpunkte.
    • Verbindet man die Schnittpunkte der beiden Kreise mit dem Lineal, kann man den Mittelpunkt bestimmen.
  • Diese Konstruktion halbiert nicht nur die Strecke, sondern erzeugt auch einen rechten Winkel.
  • Verbindet man noch einige weitere Punkte, kann man ein gleichseitiges Dreieck konstruieren.

Das Hindernis

  • Ein regelmäßiges Polygon ist eine Figur, bei der alle Seiten und Winkel gleich sind.
  • Euklid fand Wege, ein regelmäßiges Dreieck, Quadrat und Fünfeck zu konstruieren.
  • Er entdeckte auch Methoden, die Seitenzahl regelmäßiger Polygone zu verdoppeln.
  • Doch ein regelmäßiges Siebeneck und ein regelmäßiges Elfeck ließen sich nicht konstruieren.
  • Dieses Problem blieb 2.000 Jahre lang ungelöst.

Die Rettung durch die Mathematik des 18. Jahrhunderts

  • Bis 1796 wurde kein neues regelmäßiges Polygon entdeckt.
  • Gauss reduzierte das Problem der Konstruktion regelmäßiger Polygone auf das Problem, Strecken bestimmter Länge zu konstruieren.
  • Um ein regelmäßiges 17-Eck zu konstruieren, muss eine Strecke einer bestimmten Länge konstruiert werden.
  • Diese Länge lässt sich als x = cos(2π/17) ausdrücken.
  • Längen, die sich mit Zirkel und Lineal konstruieren lassen, sind solche, die sich durch Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division und Quadratwurzeln ausdrücken lassen.
  • Gauss bewies, dass das regelmäßige 17-Eck konstruierbar ist.
  • Gauss klärte vollständig, welche regelmäßigen Polygone überhaupt konstruierbar sind.
  • Er bewies, dass das regelmäßige Siebeneck und das regelmäßige Elfeck nicht konstruierbar sind.

Das Vermächtnis von Gauss

  • Gauss wollte ein regelmäßiges 17-Eck auf seinem Grabstein eingraviert haben.
  • Tatsächlich wurde es dort jedoch nicht eingraviert.
  • Auf dem Gauss-Denkmal in Braunschweig in Deutschland ist stattdessen ein 17-zackiger Stern eingraviert.

Zusammenfassung von GN⁺

  • Gauss löste mit 18 Jahren mithilfe des regelmäßigen 17-Ecks ein Problem, das 2.000 Jahre lang ungelöst geblieben war.
  • Dies zeigt den Zusammenhang zwischen den geometrischen Konstruktionsmethoden des antiken Griechenlands und der modernen Algebra.
  • Gauss’ Leistung bestimmte die Grenzen der mit Zirkel und Lineal konstruierbaren Figuren.
  • Sie regt die mathematische Neugier an und hilft, die tiefe Verbindung zwischen Geometrie und Algebra zu verstehen.
  • Ähnliche Projekte mit vergleichbaren Funktionen sind Wolfram Alpha und GeoGebra.

Noch keine Kommentare.

Noch keine Kommentare.