- Einer aktuellen Studie zufolge kann das Anbringen des Labels „AI“ auf Produkten Menschen tatsächlich eher abschrecken
- Wurde dasselbe Produkt einmal als „Hightech“ und einmal als mit „AI“ beschrieben, war die Kaufabsicht der Menschen bei der AI-Version deutlich geringer
- Untersucht wurden verschiedene Produktkategorien wie Haushaltsprodukte, Fernseher, Verbraucherdienste und Gesundheitsdienste; jedes Mal, wenn in der Produktbeschreibung „AI“ erwähnt wurde, sank die Kauf- oder Nutzungsabsicht deutlich
Die Rolle von Vertrauen
- Laut einer neuen Studie, die im "Journal of Hospitality Marketing & Management" veröffentlicht wurde, legten die Forschenden 1.000 Befragten Fragen und Beschreibungen zu Produkten vor
- Überraschenderweise waren Produkte, die als mit AI arbeitend beschrieben wurden, durchgängig weniger beliebt
- Die Studie umfasste die Einschätzungen der Teilnehmenden zu Produkten, die als „risikoarm“ gelten, etwa Haushaltsgeräte mit AI, sowie zu Produkten, die als „risikoreich“ gelten, etwa selbstfahrende Autos, AI-basierte Investment-Entscheidungsdienste und medizinische Diagnosedienste
- Der Anteil derjenigen, die nicht kaufen wollten, war in der Hochrisikogruppe höher, doch in beiden Produktgruppen bildeten Kaufverweigerer die Mehrheit
- Bei der Wahrnehmung von Produkten, die als „AI-powered“ beschrieben werden, spielen zwei Arten von Vertrauen eine Rolle: kognitives Vertrauen und emotionales Vertrauen
- Kognitives Vertrauen, also die Erwartung, dass AI eine Maschine ohne menschliche Fehler ist, kann schnell geschwächt werden, wenn AI Fehler macht (Beispiel Google)
- Fehlen Wissen und Verständnis über die interne Funktionsweise von AI, sind Verbraucher gezwungen, sich auf emotionales Vertrauen zu stützen und subjektive Urteile über die Technologie zu fällen
- „Einer der Gründe, warum Menschen keine AI-Geräte oder -Technologien nutzen wollen, ist die Angst vor dem Unbekannten“
- „Vor der Einführung von ChatGPT wussten nicht viele Menschen über AI Bescheid, doch AI lief bereits seit Jahren im Hintergrund und ist keineswegs völlig neu“
- Auch die Art und Weise, wie AI in der Popkultur dargestellt wird, hilft nicht dabei, das Vertrauen in die Technologie zu stärken
- Hollywood-Sci-Fi-Filme, in denen Roboter als Bösewichte besetzt wurden, hatten einen größeren Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung von AI, als man denken könnte
- „Lange bevor die Menschen überhaupt viel über AI hörten, prägten diese Filme ihre Vorstellung davon, wozu AI-gesteuerte Roboter Menschen antun könnten.“
Mangel an Transparenz
- Ein weiterer Faktor, der Verbraucher beeinflusst, ist das wahrgenommene Risiko rund um AI, insbesondere im Umgang mit persönlichen Nutzerdaten
- Bedenken darüber, wie Unternehmen Kundendaten verwalten, dämpfen die Erwartungen an Tools, die das Nutzererlebnis vereinfachen sollen
- Mangelnde Transparenz kann die Wahrnehmung einer Marke durch Kunden verschlechtern
- Unternehmen sollten davor zurückschrecken, Schlagworte wie „AI“ als Etikett zu verwenden, ohne die Funktionen der Technologie genauer zu erklären
- „Das Wünschenswerteste, was sie tun sollten, ist, die richtige Botschaft zu vermitteln“
- „Wenn man den Menschen erklärt, wie dies helfen kann, statt einfach nur 'AI-powered' oder 'run by AI' zu sagen, kann das die Ängste der Verbraucher mindern“
9 Kommentare
Insbesondere beim Kauf von Haushaltsgeräten scheinen Verbraucher zynisch zu reagieren, wenn ein AI-Label darauf klebt. So nach dem Motto: „Eine Funktion, die man kaum nutzt, wird einfach als AI vermarktet und dann teurer verkauft?“
Wenn man allein die Qualität der Ergebnisse betrachtet, die LLMs bislang liefern, ist es, ein AI-Label daraufzukleben und so zu verkaufen, im Grunde so, als würde man damit werben: „Wir setzen gering qualifizierte Arbeitskräfte ein, die den Kontext dessen, was wir tun, nicht verstehen, und ob Fachleute das Ergebnis prüfen oder nicht, bleibt uns überlassen.“ Maschinelles Lernen hat den Hype zwar immerhin schon einmal hinter sich, aber wenn es als AI verpackt wird, scheint die Nuance, die das beim Verbraucher auslöst, ähnlich zu sein.
Vertrauen entsteht doch aus anderen Faktoren, darunter die Genauigkeit der Ergebnisse und die Fachkompetenz des Unternehmens — aber nur weil irgendwo AI draufsteht, wer sollte deshalb Vertrauen haben?
Wenn man sagen würde, man verkauft einen Humanoiden, würden die Leute es vielleicht kaufen?
Als ich im Artikel etwas von autonomem Fahren gesehen habe,
habe ich mich gefragt, was das überhaupt mit dem Wort AI zu tun hat.
Wenn es sichere AI wäre, würden sie es wohl kaufen, hahaha.
Wie viele Leute in unserem Land arbeiten in der IT
– das ist eher ein Fall, in dem sie beim Täuschen erwischt wurden; mit dem Wort AI hat das wohl nichts zu tun.
Die Verwirrung wird noch größer, weil Menschen Algorithmen, maschinelles Lernen, Content-Erstellung und große Sprachmodelle pauschal als AI bezeichnen. Das ist zwar ein unvermeidliches Phänomen, aber trotzdem bitter.
Ich stimme auch der Meinung von eze886 zu. Nach dem, was ich beim Lesen des Artikels empfunden habe, scheint es noch ein weiter Weg zu sein, bis AI bei den Menschen ein gewisses Maß an Vertrauen gewinnt.
Eher, weil hier viele in der IT arbeiten und deshalb wissen, wie unrealistisch es ist, einfach nur blind „AI“ draufzukleben, haha.
Nicht etwa, weil man "AI" draufschreibt und es dann teurer verkauft?
Persönlich gibt es für mich Formulierungen, bei denen das Image sofort schlechter wird, sobald sie dranhängen:
with kakaobei SpielenGame Changer, wie es in Artikeln, Titeln usw. verwendet wirdgibt es auch.
Hahaha, kommt nur her, K-Hahaha