8 Punkte von GN⁺ 2024-07-23 | 3 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Bietet unter Linux eine Funktion ähnlich wie „System Restore“ unter Windows und dem Tool „Time Machine“ unter Mac OS
  • Schützt das System, indem regelmäßig inkrementelle Snapshots des Dateisystems erstellt werden. Diese Snapshots können später wiederhergestellt werden, um Systemänderungen rückgängig zu machen
    • RSYNC-Modus: Erstellt Snapshots mit rsync und Hardlinks. Gemeinsame Dateien werden zwischen Snapshots geteilt, um Speicherplatz zu sparen. Jeder Snapshot ist ein vollständiges System-Backup, das im Dateimanager durchsucht werden kann
    • BTRFS-Modus: Erstellt Snapshots mithilfe der integrierten Funktionen des BTRFS-Dateisystems. BTRFS-Snapshots werden nur auf BTRFS-Systemen mit einem Ubuntu-ähnlichen Subvolume-Layout (@- und @home-Subvolumes) unterstützt
  • Timeshift ist rsnapshot, BackInTime und TimeVault ähnlich, verfolgt aber ein anderes Ziel
    • Es ist so konzipiert, dass nur Systemdateien und Einstellungen geschützt werden; Benutzerdateien wie Dokumente, Fotos und Musik sind ausgeschlossen
    • Zum Sichern von Benutzerdateien wird die Anwendung BackInTime empfohlen
  • Nach der Installation ist beim ersten Start nur eine einfache Einrichtung nötig, um den ersten Snapshot zu erstellen
    • Cron-Jobs können aktiviert werden, um regelmäßig automatische Snapshots zu erzeugen
    • Snapshots sind stündlich, täglich, wöchentlich, monatlich und beim Booten möglich; für jede Stufe lässt sich die Anzahl der aufzubewahrenden Snapshots festlegen
  • Es wurde so entwickelt, dass nur Systemdateien und Einstellungen geschützt werden. Es ist also kein Backup-Tool und nicht zum Schutz von Benutzerdaten gedacht
    • Der gesamte Inhalt des Home-Verzeichnisses des Benutzers ist standardmäßig ausgeschlossen. Das hat zwei Vorteile:
      • Bei einer Systemwiederherstellung muss man sich keine Sorgen machen, dass Dokumente überschrieben werden
      • Musik- und Videosammlungen im Home-Verzeichnis verschwenden keinen Speicherplatz auf dem Backup-Laufwerk
  • Im Gegensatz zu Tools, die Backups zu festen Uhrzeiten am Tag durchführen, läuft Timeshift jede Stunde einmal und erstellt nur dann einen Snapshot, wenn einer benötigt wird
    • Das ist besser geeignet für Desktop-Nutzer, die ihre Laptops und Desktops nur einige Stunden lang eingeschaltet haben
    • Wenn Snapshots zu festen Zeiten geplant werden, können Backups ausfallen, wenn das System zu diesem Zeitpunkt nicht läuft
    • Timeshift wird stündlich ausgeführt und erstellt bei Bedarf Snapshots, damit keine Backups verpasst werden

Zusammenfassung von GN⁺

  • Timeshift ist ein Tool, das regelmäßige Backups des Dateisystems von Linux-Systemen erstellt und so eine Systemwiederherstellung ermöglicht.
  • Benutzerdaten sind standardmäßig ausgeschlossen, damit sie bei einer Systemwiederherstellung nicht überschrieben werden.
  • Mit BTRFS-Snapshots sind schnelle und effiziente Backups sowie Wiederherstellungen möglich.
  • Timeshift kann auf verschiedenen Linux-Distributionen verwendet werden und bietet distributionsübergreifende Wiederherstellungsfunktionen.
  • Ähnliche Tools mit vergleichbarem Funktionsumfang sind unter anderem BackInTime und rsnapshot.

3 Kommentare

 
ep6tri 2024-07-25

Timeshift ist in Linux Mint standardmäßig enthalten und funktioniert dort. Deshalb habe ich es ziemlich lange verwendet. Aufgrund der Natur solcher Software gilt allerdings: Keine Nachrichten sind gute Nachrichten, und ich musste es tatsächlich nur ein einziges Mal zur Wiederherstellung einsetzen. Trotzdem ist dieses eine Mal wirklich, wirklich wertvoll.

 
cosine20 2024-07-25

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GN⁺ 2024-07-23
Hacker-News-Kommentare
  • Linux-Backup-Setup: Verwendet restic und rclone, speichert auf einer USB3-SSD und führt Offsite-Backups zu Backblaze B2 durch

    • Effekt: Realisiert unter Linux ein Backup-System ähnlich wie Time Machine oder Arq unter macOS
    • Vorteil: Unterstützt deduplizierte, verschlüsselte, Snapshot-basierte Backups auch ohne ZFS oder btrfs
  • Timeshift: Ähnelt Apples Snapshot-/Backup-Funktionen

  • openSUSE und Snapper: Snapper ist in zypper und YaST integriert und erstellt automatisch Snapshots vor und nach Updates

    • Vorteil: Nützlich, wenn es Probleme mit Grafiktreibern gibt
    • Standardeinstellung: openSUSE verwendet btrfs als Standard-Dateisystem und unterstützt dadurch native Snapshots
  • Einfache Systemkonfiguration: Root- und Home-Partition werden getrennt, sodass bei einer Neuinstallation nur die Root-Partition formatiert wird

    • Vorteil: Man kann verschiedene Distributionen testen und ist nicht an eine bestimmte Distribution oder ein bestimmtes Backup-Tool gebunden
  • Vorteile von Timeshift: Unter Linux kann man bei Problemen auf eine frühere stabile Version zurückrollen und so Zeit bei der Fehlerbehebung sparen

    • Anwendungsfall: Wird auch auf den Computern von Familienmitgliedern eingerichtet, damit sie bei Problemen ein Rollback durchführen können
  • Standardverhalten von NixOS: Bei Konfigurationsänderungen werden Snapshots der Systemkonfiguration erstellt, sodass das System nach einem Problem durch einen Neustart wiederhergestellt werden kann

  • Stabilität von Debian Stable: In den letzten Jahren sehr stabil, daher liegt der Fokus eher auf Laufwerksausfällen oder Diebstahl als auf Systemwiederherstellung

    • Frage: Ob Linux Mint LTS ähnlich stabil ist
  • Einschränkung von Timeshift: Schützt nur Systemdateien und Einstellungen, Benutzerdateien sind ausgeschlossen

    • Alternative: Ein neues ZFS-basiertes Projekt namens httm entdeckt
  • Borg-Backup: Führt mithilfe einer Reihe von Skripten tägliche Backups in ein lokales Repository durch

    • Tipp: Backups häufig prüfen, mit Webmin Änderungen im Backup-Ordner überwachen und E-Mail-Benachrichtigungen einrichten
  • Problem mit Timeshift: Bei einer verschlüsselten SSD erscheinen die Dateien nach dem Entsperren beim Booten doppelt, sodass wegen Platzmangels keine Backups möglich sind