2 Punkte von GN⁺ 2024-07-16 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Laut einem Tweet von Kevin Bankston liest Googles Gemini-AI-Dienst private Drive-Dokumente ohne Zustimmung der Nutzer
  • Das ist eines Unternehmens wie Google nicht würdig, und es gibt offenbar keinerlei Kontrolle über sensible persönliche Daten
  • Es ist kein gutes Zeichen für künftige Datenschutzprobleme infolge der erzwungenen Einführung von AI

Was genau passiert hier?

  • Weder das Google-Supportteam noch Gemini AI wissen genau, was vor sich geht, aber Kevin Bankston stellt einige Theorien auf
  • Technisch scheint es nicht nur in Google Docs, sondern in ganz Google Drive stattzufinden

Was ist die Ursache dieses Problems?

  • Laut Gemini AI müssten die Datenschutzeinstellungen, die Gemini bekannt gemacht werden sollen, öffentlich verfügbar sein, was jedoch nicht der Fall ist
  • Es sieht so aus, als würde die AI entweder „halluzinieren (lügen)“ oder es gäbe eine Fehlfunktion in einem internen System auf Googles Servern
  • Selbst wenn diese privaten Daten nicht für das Training von Gemini AI verwendet werden, wirkt das alles nicht gut

Das Problem mit dem von Bankston entdeckten Einstellungs-Schalter

  • Die Gemini-Zusammenfassungsfunktion war bereits deaktiviert
  • Sie befand sich an einem völlig anderen Ort als die Webseite, auf die der Gemini-Bot anfangs verwiesen hatte

In Bankstons Fall scheint das Problem auf Google Drive beschränkt zu sein

  • Es tritt zumindest erst auf, nachdem bei einem Dokument einmal auf die Gemini-Schaltfläche geklickt wurde
  • Ein passender Dokumenttyp (in diesem Fall PDF) löst danach künftig automatisch Google Gemini für alle Dateien desselben Typs aus, die in Google Drive geöffnet werden
  • Die Aktivierung von Google Workspace Labs im Jahr 2023 könnte die Ursache sein. Dadurch könnten die eigentlich vorgesehenen Gemini-AI-Einstellungen ignoriert werden

Selbst wenn dieses Problem nur Nutzer von Google Workspace Labs betrifft, ist es ein gravierender Nachteil

  • Der Preis dafür, beim Testen neuer Technologien geholfen zu haben
  • Gerade bei potenziell sensiblen Informationen bleibt die Einwilligung der Nutzer auf granularer Ebene wichtig
  • Google ist diesem Prinzip nicht gerecht geworden und hat damit zumindest einen Teil seiner Nutzerbasis vollständig im Stich gelassen

Meinung von GN⁺

  • Das Sammeln und Analysieren persönlicher Informationen ohne Zustimmung der Nutzer ist ein schwerwiegender Eingriff in die Privatsphäre. Das gilt umso mehr bei sensiblen Daten wie Steuererstattungen
  • Mit dem Fortschritt der AI-Technologie könnten solche Probleme noch gravierender werden. Unternehmen sollten dem Schutz der Privatsphäre ihrer Nutzer höchste Priorität einräumen
  • Für Nutzer, die an Beta-Testprogrammen wie Google Workspace Labs teilnehmen, sind bessere Schutzmechanismen und mehr Transparenz nötig
  • Bei der Einführung von AI-Technologien ist es wichtig, die Zustimmung und Wahlfreiheit der Nutzer zu respektieren. Ein erzwungener Ansatz führt zum Verlust des Nutzervertrauens
  • Google sollte diesen Vorfall zum Anlass nehmen, die Datenschutzrichtlinien seiner Dienste einschließlich Gemini AI zu überprüfen und die Kommunikation mit den Nutzern zu verbessern

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