- In den Home- und Pro-Versionen von Windows 11 ist standardmäßig eine Anmeldung mit einem Microsoft-Konto erforderlich.
- Mit einem Microsoft-Konto lassen sich Dienste wie OneDrive, GamePass und Microsoft 365 nutzen.
- Bei der Nutzung eines lokalen Kontos gibt es weniger Werbung und Hinweise zur Anmeldung bei Diensten.
- Microsoft hat jedoch den Inhalt der offiziellen Support-Seite entfernt, der erklärte, wie man von einem Microsoft-Konto zu einem lokalen Konto wechselt.
- Bis zum 12. Juni war noch enthalten, wie sich ein Microsoft-Konto in ein lokales Konto umwandeln lässt.
- Um den 17. Juni herum wurde dieser Inhalt gelöscht.
Weiterhin mögliche Umgehungsmethoden
- Unter Windows 11 23H2 und 24H2 lässt sich weiterhin ein lokales Konto erstellen.
- Während der Installation
Shift+F10 drücken, um ein Eingabeaufforderungsfenster zu öffnen, dann OOBE\BYPASSNRO eingeben und neu starten.
- Wenn zur WLAN-Verbindung aufgefordert wird, auf die Schaltfläche „Kein Internet“ klicken.
- Mit dem Tool Rufus lässt sich ein USB-Installationsmedium erstellen, das die Pflicht zur Anmeldung mit einem Microsoft-Konto umgeht.
- Nutzer von Windows 11 Pro können die Option wählen, den PC einer Domäne beizutreten, und dann tatsächlich keiner Domäne beitreten.
- Auch die Methode, die Einrichtung zunächst mit einem Microsoft-Konto abzuschließen und sich danach abzumelden, ist weiterhin möglich.
Vergleich mit anderen Unternehmen
- Apple und Google erzwingen keine Kontoanmeldung, um Grundfunktionen zu nutzen.
- Bei Mac, iPhone und iPad lässt sich die Einrichtung ohne Anmeldung abschließen.
- Google erlaubt die Nutzung von Chromebooks im Gastmodus, und auch Android-Geräte lassen sich ohne Anmeldung verwenden.
Meinung von GN⁺
- Benutzererfahrung: Microsofts erzwungene Anmeldepolitik kann die Benutzererfahrung beeinträchtigen. Besonders für technisch weniger versierte Nutzer kann das unbequem sein.
- Sicherheitsaspekte: Bei der Nutzung eines lokalen Kontos können Sicherheitsupdates oder Datensicherungsfunktionen verpasst werden. Mit einem Microsoft-Konto stehen bessere Sicherheitsfunktionen zur Verfügung.
- Alternative Produkte: Apples macOS und Googles Chrome OS ermöglichen die Nutzung grundlegender Funktionen auch ohne Kontoanmeldung und kommen daher als Alternativen infrage.
- Technische Überlegungen: Bei einem lokalen Konto kann die Integration mit einigen Microsoft-Diensten eingeschränkt sein. Daher sollte die Kontoeinrichtung dem jeweiligen Nutzungszweck entsprechen.
- Mögliche Richtlinienänderungen: Es ist auch möglich, dass Microsoft seine Richtlinien künftig ändert. Da sie je nach Nutzerfeedback angepasst werden könnten, ist eine fortlaufende Beobachtung nötig.
3 Kommentare
Wenn man sich einfach nur mit einem Konto anmeldet, merkt man es vielleicht nicht, aber die automatische Aktivierung von OneDrive, die Datenerfassung zu Marketingzwecken und der Verkauf weiterer eigener Produkte machen die Nutzung des Betriebssystems unbequem.
Auf einem Computer, den die Familie gemeinsam nutzt, verwende ich derzeit ein lokales Konto. Ich hoffe, dass die Richtlinie bald wieder geändert wird ;_;
Hacker-News-Kommentare
OOBE\BYPASSNROeingibt, kann man ganz einfach ein lokales Konto einrichten.