4 Punkte von GN⁺ 2024-06-16 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Apple verschärft in iOS 18 die Regeln für Social-Apps, die Zugriff auf die Kontakte von Nutzerinnen und Nutzern anfordern
  • Einführung eines neuen zweistufigen Berechtigungsdialogs. Auf dem ersten Bildschirm wird gefragt, ob der Zugriff auf Kontakte erlaubt werden soll, auf dem zweiten können die Kontakte ausgewählt werden, die geteilt werden sollen
  • Wenn Nutzerinnen und Nutzer einer App den Zugriff auf Kontakte erlaubten, konnte die App bislang dauerhaft darauf zugreifen, auch wenn neue Kontakte hinzugefügt wurden. Um das einzuschränken, wird der zweistufige Berechtigungsdialog eingeführt.
  • Nutzerinnen und Nutzer können über die Optionen „Vollzugriff erlauben“ oder „Kontakte auswählen“ nur bestimmte Kontakte freigeben.
  • Für diese Funktion müssen Entwickler keine separate API implementieren. Wenn eine App den Zugriff auf Kontakte anfordert, erscheint der neue Bildschirm automatisch.
  • Betroffene Beispiele
    • Die Foto-Sharing-App Lapse schaffte es in die oberen Ränge des App Store, indem sie beim Registrieren einen Mechanismus nutzte, der Nutzerinnen und Nutzer dazu brachte, Freundinnen und Freunde einzuladen
    • Apps wie Poparazzi und Clubhouse verlangten Zugriff auf das gesamte Adressbuch, was als Growth Hacking half, das Netzwerk schnell auszubauen
  • Das Sicherheitsunternehmen Mysk erklärte, diese Änderung sei für Datensammel-Apps wie LinkedIn eine „traurige Nachricht“.
    • Bei Snapchat wird weiterhin um Kontaktzugriff gebeten; man kann die Berechtigung erlauben und dann 0 Kontakte auswählen

Meinung von GN⁺

  • Schutz der Privatsphäre der Nutzer: Diese Änderung ist ein positiver Schritt zur Stärkung der Privatsphäre und gibt Nutzerinnen und Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten.
  • Änderungen bei App-Wachstumsstrategien nötig: Apps, die bislang auf Wachstum über den Kontaktzugriff gesetzt haben, müssen neue Wege zur Gewinnung von Nutzerinnen und Nutzern finden.
  • Weniger Aufwand für Entwickler: Da Entwickler keine separate API implementieren müssen, sinkt der Entwicklungsaufwand.
  • Verbesserte Nutzererfahrung: Da Nutzerinnen und Nutzer beim Verwenden von Apps unnötige Datenfreigaben reduzieren können, dürfte sich die User Experience verbessern.
  • Möglichkeit neuer Konkurrenz-Apps: Während Apps mit bisherigen Wachstumsstrategien nach neuen Ansätzen suchen, könnten Konkurrenz-Apps auftauchen, die den Schutz der Privatsphäre stärker in den Mittelpunkt stellen.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-06-16
Hacker-News-Kommentare
  • Ich finde das Vorgehen gegen Werbe- und Benachrichtigungsberechtigungen gut. Ich möchte die Situation verbessern, in der man wegen Werbung wichtige Benachrichtigungen verpasst.
  • Ich mag keine Apps, die Zugriff auf Kontakte verlangen. Zum Schutz meiner Privatsphäre verwende ich eine separate Datenbank.
  • Die großen sozialen Netzwerke kennen die Adressbuchinformationen ohnehin schon, daher denke ich, dass diese Maßnahme viel zu spät kommt.
  • Schon Kontaktinformationen allein können eine Person identifizieren, daher halte ich das für einen großen Fortschritt beim Datenschutz.
  • Ich wünschte, man könnte für bestimmte Apps den Netzwerkzugriff blockieren.
  • Es wird erwähnt, dass Apple möglicherweise einen „Identity Proxy“ einführen könnte. Erwartet wird ein System, das Apps den Zugriff auf echte Kontakte verwehrt, sofern der Nutzer ihn nicht ausdrücklich erlaubt.
  • Ich mag Apples geschlossenes Ökosystem. Es zwingt zur Einhaltung der App-Store-Regeln und ermöglicht so den Schutz der Nutzer.
  • Ich bin überrascht, dass die Funktion zum eingeschränkten Teilen von Fotos früher eingeführt wurde.