- Am 31. Mai 2024 erlitt das Cloud-Unternehmen Snowflake ein massives Datenleck.
- Hacker bestätigten gegenüber Hudson Rock, dass sie sich über eine Infostealer-Infektion Zugang verschafft hatten.
- Die Hacker verkauften Daten mehrerer großer Unternehmen, darunter Ticketmaster und die Banco Santander, in einem russischsprachigen Cybercrime-Forum.
Methode des Angriffs
- Die Hacker meldeten sich mit gestohlenen Zugangsdaten beim ServiceNow-Konto eines Snowflake-Mitarbeiters an.
- Sie umgingen OKTA, erzeugten Session-Tokens und exfiltrierten große Datenmengen.
- Die Hacker behaupten, dass rund 400 Unternehmen betroffen seien.
Weitere Belege
- Die Hacker teilten Forschern von Hudson Rock eine CSV-Datei, die den Zugriff auf Snowflake-Server belegen soll.
- Die Datei dokumentiert mehr als 2.000 Kundeninstanzen im Zusammenhang mit den europäischen Servern von Snowflake.
Ziel der Hacker
- Die Hacker fordern von Snowflake 20 Millionen US-Dollar und wollen im Gegenzug die Daten zurückgeben.
- Das Unternehmen reagierte nicht darauf.
Zunahme von Infostealer-Infektionen
- Seit 2018 haben Infostealer-Infektionen um 6000 % zugenommen und sich zu einem wichtigen initialen Angriffsvektor entwickelt.
- Sie werden genutzt, um Cyberangriffe wie Ransomware, Datenexfiltration, Kontoübernahmen und Unternehmensspionage durchzuführen.
Meinung von GN⁺
- Bedeutung von Cybersicherheit: Dieser Vorfall zeigt, dass Unternehmen Cybersicherheit ernster nehmen müssen. Besonders wichtig ist der Umgang mit Zugangsdaten von Mitarbeitern.
- Bedrohung durch Infostealer: Infostealer verbreiten sich extrem schnell, und Unternehmen müssen entsprechende Gegenmaßnahmen vorbereiten.
- Reaktionsstrategie: Im Fall eines Angriffs sind schnelle Reaktionen und Strategien zur Schadensbegrenzung notwendig. Die späte Reaktion von Snowflake vergrößerte den Schaden.
- Sicherheitsschulungen: Es ist wichtig, Sicherheitstrainings für Mitarbeiter zu verstärken, um das Bewusstsein für den Umgang mit Zugangsdaten und für Phishing-Angriffe zu schärfen.
- Alternative Lösungen: Es kann sinnvoll sein, andere Cloud-Speicherlösungen mit ähnlichen Funktionen wie Snowflake in Betracht zu ziehen, etwa AWS S3 oder Google Cloud Storage.
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