OpenAIs Drucktaktiken
- Am Freitag berichtete Vox, dass Mitarbeitende des Tech-Giganten OpenAI beim Versuch, das Unternehmen zu verlassen, mit umfangreichen und stark einschränkenden Austrittsdokumenten konfrontiert wurden.
- Wenn Mitarbeitende die Unterschrift verweigerten, wurde ihnen dem Bericht zufolge gedroht, bereits erworbene Aktienanteile zu verlieren.
- Diese Richtlinie brachte ehemalige Mitarbeitende in die Lage, entweder auf bereits verdiente Millionenbeträge zu verzichten oder zu versprechen, das Unternehmen nicht zu kritisieren.
Interne Reaktionen und Entschuldigung
- Diese Nachricht löste intern bei OpenAI große Unruhe aus.
- CEO Sam Altman veröffentlichte eine Entschuldigung und erklärte: "Wir haben niemals jemandem erworbene Anteile entzogen und werden das auch in Zukunft nicht tun."
- Allerdings tragen Unternehmensdokumente die Unterschriften von Altman und anderen Führungskräften, was ihre Darstellung komplizierter macht.
OpenAIs Drucktaktiken
- Laut von Vox geprüften Dokumenten wurden ehemalige Mitarbeitende gezwungen, extrem weitreichende Nicht-Herabsetzungs- und Geheimhaltungsvereinbarungen zu unterzeichnen.
- Die Dokumente ließen ehemaligen Mitarbeitenden kaum Zeit, rechtlichen Rat einzuholen.
- Als ehemalige Mitarbeitende um mehr Zeit baten, reagierte OpenAI heftig.
OpenAIs harte Haltung
- Anders als bei börsennotierten Unternehmen müssen OpenAI-Mitarbeitende auf Gelegenheiten warten, ihre Aktien zu verkaufen.
- OpenAI warnte, dass Personen, die die restriktiven Vereinbarungen nicht unterzeichneten, von künftigen Aktienverkaufsgelegenheiten ausgeschlossen würden.
- Ehemalige Mitarbeitende sorgten sich, dass dem Unternehmen mehrere Wege für rechtliche Vergeltung offenstanden.
Warum das wichtig ist
- OpenAI hat sich als Unternehmen positioniert, das hohen Standards genügen soll.
- Doch die jüngsten Vorfälle werfen Fragen zur Transparenz und Rechenschaftspflicht des Unternehmens auf.
- OpenAI versprach, ehemalige Mitarbeitende von Nicht-Herabsetzungsverpflichtungen zu entbinden und entsprechende Klauseln aus Austrittsdokumenten zu entfernen.
Warum über diesen Artikel berichtet wurde
- Berichterstattung ist oft voller langweiliger Momente, aber manchmal gibt es "woah"-Momente. Bei der Arbeit an diesem Artikel gab es drei wichtige "woah"-Momente.
- Der erste "woah"-Moment kam bei der Prüfung eines Aufhebungsvertrags für Mitarbeitende. Darin stand, dass Mitarbeitende bereits zugeteilte Aktien behalten konnten, wenn sie im Gegenzug eine strenge Vereinbarung unterschrieben. Für Menschen außerhalb der Tech-Branche mag das nicht nach viel klingen, aber es bedeutete, dass OpenAI eine in der Tech-Industrie als nahezu unantastbar geltende Grenze überschritten hatte.
- Der zweite "woah"-Moment kam bei der Prüfung eines zweiten Aufhebungsvertrags, der an eine ehemalige Mitarbeiterin oder einen ehemaligen Mitarbeiter geschickt wurde, die oder der die rechtliche Zulässigkeit von OpenAIs Vorgehen angefochten hatte. Statt die rechtliche Zulässigkeit dieses Ansatzes zu verteidigen, vollzog das Unternehmen einen abrupten Wechsel zu einem neuen Vorgehen.
- Der dritte "woah"-Moment kam beim Lesen der Gründungsdokumente, auf die sich das Unternehmen als Begründung für diese Befugnisse berief. Diese Dokumente schienen dem Unternehmen weitreichende Befugnisse zu geben, bereits zugeteilte Aktien zurückzufordern und Mitarbeitende am Verkauf zu hindern. Also fragte ich mich, wer so etwas eingerichtet hatte, und scrollte zur Unterschriftenseite. Dort standen drei Unterschriften, und alle drei waren die von Sam Altman. Am Sonntagabend schrieb ich meiner Chefin oder meinem Chef: "Können wir kurz telefonieren?"
Meinung von GN⁺
- Bedeutung von Transparenz: Unternehmen wie OpenAI müssen ein hohes Maß an Transparenz und Rechenschaftspflicht wahren, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zu gewinnen.
- Notwendigkeit rechtlicher Beratung: Es ist wichtig, Mitarbeitenden beim Austritt ausreichend Zeit zu geben, rechtlichen Rat einzuholen.
- Verbesserung der Unternehmenskultur: OpenAI sollte seine interne Kultur verbessern und ein Umfeld schaffen, in dem Mitarbeitende ihre Meinung frei äußern können.
- Standards der Tech-Industrie: Auch andere Tech-Unternehmen sollten transparente Richtlinien einführen, um solche Probleme zu vermeiden.
- Wiederherstellung von Vertrauen in der Zukunft: OpenAI sollte diesen Vorfall zum Anlass nehmen, Vertrauen zurückzugewinnen und eine bessere Unternehmenskultur aufzubauen.
5 Kommentare
Ich habe den Link aufgerufen, weil ich die Aussage „die Vorhersage, dass OpenAI künftig so rücksichtslos und gesellschaftlich schädlich wie Facebook sein wird“ nicht ganz verstanden habe. Nachdem ich die Kommentare direkt gelesen habe, scheint es unterschiedliche Ansichten zu geben: Manche sagen das ohne konkrete Grundlage voraus, andere meinen wiederum, dass FB gute Arbeit leistet. Ich werde das als Referenz im Hinterkopf behalten. Danke.
Sie sammeln wirklich gewissenhaft Karma an.
> CEO Sam Altman veröffentlichte eine Entschuldigung und erklärte: „Wir haben niemals Anteile zurückgefordert, die jemand erworben hat, und werden das auch künftig nicht tun.“
> In den Unternehmensdokumenten finden sich jedoch die Unterschriften von Altman und anderen hochrangigen Führungskräften.
Sind Sam und Altman etwa verschiedene Personen?
Wie nicht die Atombombe das Problem ist, sondern der Mensch, der sie abfeuern will, so ist nicht die KI das Problem, sondern der Mensch, der KI entwickelt.
Hacker-News-Meinung
Zusammenfassung der Hacker-News-Kommentare
Lösung für den Fehler
Entschuldigung und Verantwortungsvermeidung
Zensur von Hacker-News-Beiträgen
Beschränkung des Aktienverkaufs
Aufrichtigkeit der Entschuldigung
Die Zukunft von OpenAI
Der Vorstand hatte recht
Interpretation von Sam Altmans Aussagen
Staatliche Regulierung und Open Source