- Die Einteilung der Gartenzonen des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) wurde geändert. Die neue Karte zeigt anschaulich, was sich verändert hat.
- Kürzlich hat das USDA seine Karte zur Winterhärte von Pflanzen zum ersten Mal seit 11 Jahren aktualisiert.
- Da heute jeder auch auf dem Balkon oder vor der Haustür gärtnern kann, ist das ein wichtiges Thema.
- Die aktualisierte Karte eröffnet Hobbygärtnern neue Möglichkeiten, hat aber auch ihre Grenzen.
- Es wird erklärt, wie sich die Karte verändert hat und was das für den Garten bedeutet.
Veränderung der regionalen winterlichen Tiefsttemperaturen
- 2012 ordnete das USDA Loading als Zone Loading ein. Damals lag die durchschnittliche winterliche Tiefsttemperatur von Loading bei Loading Grad Fahrenheit.
- 2023 stufte das USDA Loading in Zone Loading um. Die durchschnittliche winterliche Tiefsttemperatur liegt jetzt bei Loading Grad Fahrenheit.
- Der Grund ist, dass die neue durchschnittliche Mindesttemperatur von Loading im Vergleich zum vorherigen Zeitraum um Loading gestiegen ist.
- Der Großteil dieser Veränderungen ist auf die Klimaerwärmung zurückzuführen. Die Winter erwärmen sich schneller als die anderen Jahreszeiten.
- Gleichzeitig haben die größere Datenmenge und die bessere Qualität der Daten von Wetterstationen im ganzen Land die allgemeine Genauigkeit aktueller Temperaturmessungen verbessert.
Was die Einteilung in Winterhärtezonen bedeutet
- Man könnte denken, dass die eigene Winterhärtezone direkt sagt, welche Pflanzen man anbauen kann, aber tatsächlich ist es etwas komplexer.
- Die Zoneneinteilung basiert auf der durchschnittlichen jährlichen Tiefsttemperatur eines Gebiets in den vergangenen 30 Jahren.
- Dieser Messwert ist nur für Pflanzen nützlich, die den Winter überstehen müssen. Diese werden mehrjährige Pflanzen genannt: Einmal gepflanzt, wachsen sie bei passenden Bedingungen nach jedem Winter wieder nach. Dazu zählen Bäume, Sträucher und andere verholzende Pflanzen.
- Todd Rounsaville vom USDA erklärt, dass Winterhärtezonen „im Allgemeinen einer der besten Indikatoren sind, um das Überleben im Winter und das Überleben von Pflanzen vorherzusagen“.
- Er rät dazu, die Karte als eines der sehr wichtigen Werkzeuge im Werkzeugkasten zur Risikobewertung zu nutzen.
Was sich aus Winterhärtezonen nicht ablesen lässt
- Allein anhand der Winterhärtezone lässt sich nicht genau bestimmen, was man an einem Ort anbauen sollte.
- Teile von Juneau, Boston und Santa Fe gehören alle zur USDA-Zone 7a, aber intuitiv ist klar, dass dort nicht dieselben Pflanzen wachsen können.
- Die Winterhärtekarte gibt keine Auskunft über extreme Tiefsttemperaturen. Nur weil sich die durchschnittliche winterliche Tiefsttemperatur verändert hat, heißt das nicht, dass die Temperatur nicht auch unter die angegebene Winterhärtezone fallen kann.
- Die Winterhärtekarte sagt auch nichts über die Häufigkeit extremer Kälte aus. Für das Überleben von Pflanzen sind Dauer und Häufigkeit von Kälte entscheidend.
- Die Winterhärtekarte kann auch nicht sagen, ob Pflanzen den Sommer überstehen. Extreme Sommertemperaturen sind sehr wichtig, werden aber in der USDA-Winterhärtekarte nicht berücksichtigt.
Kann man nach einer geänderten Zoneneinteilung neue Pflanzen setzen?
- Möglicherweise hat man den Klimawandel bereits wahrgenommen und schon früher Pflanzenarten ausprobiert, die in der Region zuvor ungewöhnlich waren.
- Man sollte im Kopf behalten, dass die neue USDA-Karte Veränderungen abbildet, die in den vergangenen 30 Jahren bereits stattgefunden haben.
- In den Vororten von Philadelphia wurde in den vergangenen Jahren beobachtet, dass Kamelien und Feigen den Winter überstehen.
- Lokale Baumschulen und botanische Gärten sind gute Anlaufstellen für Beratung zur regional passenden Gartengestaltung. Auch lokale Beratungsnetzwerke bieten Hinweise zu Landwirtschaft und Gartenbau.
Meinung von GN⁺
- Die Veränderung der Winterhärtezonenkarte wirkt wie eine unvermeidliche Folge des Klimawandels. Gärtner werden ihre Pflanzplanung entsprechend anpassen müssen.
- Allerdings reicht die Winterhärtezone allein nicht aus, um die Pflanzenauswahl zu bestimmen. Extreme Temperaturen, sommerliche Hitze und viele weitere Faktoren müssen gemeinsam berücksichtigt werden.
- Neben einer landesweiten Winterhärtekarte wären detailliertere Mikroklima-Karten für einzelne Regionen sinnvoll. Praktische Materialien mit dem Know-how lokaler Experten könnten dabei helfen.
- Es ist gut, mutig Pflanzen auszuprobieren, die nun neu infrage kommen, doch ebenso wichtig ist es, Vorsorge für extreme Wetterlagen zu treffen. Die Widerstandsfähigkeit sollte durch langfristige Beobachtung bestätigt werden.
- Auch wenn man die Veränderung der Winterhärtezonen noch nicht unmittelbar spürt, ist es sinnvoll, Gartenpläne vorausschauend zu machen. Das Klima kann sich abrupt ändern, daher sollte man mögliche Reaktionen im Voraus durchdenken.
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