2 Punkte von GN⁺ 2024-05-11 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Überblick über das Großglockner-Webcam-Netzwerk

  • 277 Webcams sind verbunden, und bislang wurden insgesamt 96.042.185 Bilder gesammelt.
  • Die Webcams sind innerhalb eines Radius von 869 km rund um den Großglockner verteilt.
  • Die nächstgelegene ist die Webcam Großglockner Zoom, die sich in 0 km Entfernung vom Berg befindet.
  • Die am weitesten entfernte ist die Webcam in Huaraz, Peru, die 10.798 km entfernt ist.
  • Auch an mehr als 900 km entfernten Orten wie Husum, Flensburg, Bonn und Darmstadt in Deutschland sind Webcams installiert und angebunden.

Bilddaten der Webcams

  • Der Zeitpunkt der neuesten Bildaufnahme einer bestimmten Webcam (Lucknerhaus - Blick zum Großglockner) ist der 11. Mai 2024 um 02:30 Uhr; zu diesem Zeitpunkt betrug die Temperatur 2,8 °C.
  • Für jede Webcam werden Bilddaten nach Tageszeit bereitgestellt.

Meinung von GN⁺

  • Dass ein so großes Netzwerk mit 277 Webcams verbunden ist, ist äußerst beeindruckend. Es könnte für Wetterbeobachtung und Landschaftsmonitoring über ein weites Gebiet hinweg genutzt werden. Allerdings dürften für den Betrieb hohe Kosten anfallen, etwa für Datenübertragung und -speicherung sowie für Installation und Wartung der Webcams.

  • Künftig könnten auf Basis dieser Daten vielfältige Studien möglich sein, etwa zur Analyse des Klimawandels, zur Verfolgung von Zeitreihenveränderungen in Schneelandschaften oder zum Monitoring von Wildtierhabitaten. Da Touristen zudem der Alpenblick in Echtzeit gezeigt werden kann, ist auch ein großer Werbeeffekt zu erwarten.

  • Allerdings könnten Fragen des Datenschutzes aufkommen. Wenn in so hoher Auflösung gefilmt wird, dass Gesichter von Bergsteigern identifizierbar sind, könnte das problematisch sein. Hinweise auf die Installation der Webcams und Einwilligungsverfahren erscheinen notwendig.

  • Dass Webcams sogar über Entfernungen von mehr als 10.000 km angebunden sind, wirkt ungewöhnlich. Das weckt Neugier auf die Netzwerktopologie und die Struktur der Datenübertragung. Es stellt sich die Frage, ob ein globales CDN genutzt wird.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-05-11
Hacker-News-Kommentare

Mehrere Personen teilen ihre Erfahrungen bei der Beobachtung des Polarlichts.

  • In Jütland in Dänemark begann es zunächst mit nebelartigen weißen Streifen, doch nach etwa 10 Minuten erschienen Rot, Violett und Grün an einem Punkt in der Mitte des Himmels. Dieser Punkt veränderte sich ständig und sah aus, als würde er in sich selbst hineingezogen.
  • Im Südwesten Frankreichs war ein langes, spikeförmiges schwaches Leuchten aus dem Norden zu sehen, in sanftem Grau und Rosa.
  • Auf dem Land in Nordengland war es sogar mit bloßem Auge deutlich zu erkennen, und mit einem iPhone 14 ergab ein Foto mit 3 Sekunden Belichtungszeit ein kaum glaubhaft gutes Ergebnis.
  • Selbst im stark lichtverschmutzten Westen Londons wurde zum ersten Mal Polarlicht gesehen; ein Foto über der Themse wurde auf Twitter geteilt.
  • Es wurde auch ein im Hinterhof in Liverpool mit einem iPhone 14 aufgenommenes Foto geteilt.

Weitere Anmerkungen zur Polarlichtbeobachtung

  • Die meisten Regionen Europas sind wegen geringer Lichtverschmutzung gut für die Beobachtung von Polarlichtern geeignet. Im dicht besiedelten Nordwesteuropa ist es wegen des künstlichen Sonnenaufgangseffekts durch Gewächshausanbau rund um die Uhr schwieriger.
  • Das Polarlicht, das bekanntermaßen durch die Wechselwirkung von koronalen Massenauswürfen der Sonne mit der Erdatmosphäre entsteht, wird auch auf der Südhalbkugel zunehmend heller; dass es gleichzeitig auf Nord- und Südhalbkugel so gut sichtbar ist, kommt nicht oft vor.
  • Auch auf den Webcams von Rigi Scheidegg und Rigi Rotstock in der Zentralschweiz ist das Polarlicht gut zu sehen.
  • Im Nordosten der USA gibt es auch einen Einsteiger, der beim Warten auf das Polarlicht in der Abenddämmerung nach Tipps für die Kameraeinstellungen einer Canon EOS R5 DSLR fragt.