2 Punkte von GN⁺ 2024-04-28 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Probleme bei der Unterstützung mehrerer Displays im Mac-Betriebssystem

Fensterpositionen werden beim erneuten Starten von Apps nicht gespeichert

  • Das Mac-Betriebssystem hat seit 30 Jahren das Problem, dass es sich die Positionen von Fenstern beim erneuten Starten einer App nicht merken kann
  • Etwa einen Monat lang war alles in Ordnung, danach traten bei jedem Booten alle Fenster übereinander auf dem Hauptdisplay auf
  • Die lästige Notwendigkeit, alle Fenster immer wieder manuell zu verschieben, wiederholt sich ständig

Unzureichende Behandlung von Zweitdisplays bei Vollbild-Apps

  • Beim Start von Vollbild-Apps wie Spielen werden Zweitdisplays ignoriert und bleiben mit unveränderter Helligkeit aktiv
  • Bei jedem Starten oder Beenden einer App muss die Helligkeit des Zweitdisplays manuell angepasst werden
  • Wenn man das Zweitdisplay aus- und wieder einschaltet, gerät macOS durcheinander und Apps stürzen mitunter ab

Es ist schwierig, das Dock seitlich am Bildschirm zu platzieren

  • Bei mehreren Displays erscheint das Dock nur auf dem äußersten Display, was die Nutzung unpraktisch macht
  • Befindet sich das Dock unten, verdeckt es die Fenstergrößenänderung, Toolbars, Scrollbars und stört damit die Arbeit

Schlechtere Nutzbarkeit der Menüleiste bei mehreren Displays

  • Die automatisch ausgeblendete Menüleiste erscheint nur auf dem aktiven Display, wodurch häufige Mausbewegungen nötig werden
  • Während eine App läuft, erscheint die Menüleiste nicht, sodass unklar ist, ob das am Cursor oder an der App liegt

Fenster erscheinen auf dem falschen Bildschirm

  • Es gibt Bugs, bei denen modale Dialoge etwa hinter bestehenden Fenstern verborgen werden

Ergonomische Unannehmlichkeiten bei der Nutzung mehrerer Displays

  • Der Zwischenraum zwischen zwei Displays unterbricht den Blick auf unnatürliche Weise
  • Die Diskrepanz zwischen Tastatur, Maus und Display verschlechtert Tippgefühl und Mausgenauigkeit
  • Weil man ständig außerhalb der Mitte schauen muss, schmerzt der Nacken

Schwierigkeiten bei der Aufteilung der Arbeit auf mehrere Displays

  • Anders als zwei nebeneinanderliegende Fenster auf einem Bildschirm ist die Arbeit über getrennte Displays hinweg deutlich unbequemer
  • Ursache scheinen die Unterschiede bei Augen- und Kopfbewegungen zu sein
  • Wichtige Arbeiten landen auf dem Hauptdisplay, während das Zweitdisplay zum Ablageort für selten Genutztes wird
  • Das Zweitdisplay kann die Aufmerksamkeit sogar eher zerstreuen

Meinung von GN⁺

  • Dass der Autor seit über 35 Jahren Mac-Nutzer ist, zeigt, dass diese Unannehmlichkeiten nicht einfach ein Problem der Bedienung sind. Es wirkt, als habe Apple die Nutzbarkeit von Multi-Display-Setups vernachlässigt.

  • Auch wenn die Displayleistung selbst, etwa Auflösung oder Farbgenauigkeit, wichtig ist, haben Stabilität und Komfort auf Betriebssystemebene großen Einfluss auf die User Experience. Hochpreisige Hardware allein reicht nicht aus.

  • Dass es viele von Mac-Nutzern entwickelte Third-Party-Utilities zur Fenster- und Displayverwaltung gibt, ist ein Beleg für den großen Bedarf in diesem Bereich. Für eine grundlegende Lösung scheint Apples Einsatz nötig zu sein.

  • Um die für einen selbst optimale Arbeitsumgebung zu finden, sind Versuche und Irrtümer kaum zu vermeiden. Wie beim Autor kann es hilfreich sein, verschiedene Layouts auszuprobieren und ihre Vor- und Nachteile zu verstehen.

  • Ein hochauflösendes Ultra-Wide-Display könnte eine Alternative sein, doch die Pixeldichte ist noch unzureichend. Wenn sich die entsprechende Technik weiterentwickelt, könnte sie dazu beitragen, die Unannehmlichkeiten von Multi-Display-Setups zu entschärfen.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-04-28
Hacker-News-Kommentare
  • Die Multi-Display-Unterstützung von Mac OS scheint sich im Vergleich zu früher verschlechtert zu haben. Vor 20 Jahren wurde viel Aufwand betrieben, damit sich Fenster auch zwischen Monitoren mit unterschiedlichen Auflösungen und Farbtiefen natürlich bewegen konnten, heute wird ein Fenster jedoch nur auf einem einzigen Display angezeigt.

  • Probleme mit mehreren Displays sind nicht allein ein Problem des OS. Durch unerwartete Ereignisse können Bildschirme an- und ausgehen, und App-Entwickler schieben die Verantwortung oft auf das OS, sodass es schwer lösbare Randbedingungen gibt.

  • Um das Problem zu lösen, dass sich Fensterpositionen nach dem Standby eines Monitors verschieben, wird vorgeschlagen, mit AppleScript ein Skript zu erstellen, das je nach Arbeitssituation Fensterpositionen festlegt und per Tastenkürzel aufgerufen werden kann.

  • Genannt werden verschiedene Beschwerden, etwa vertauschte Bildschirme, sich ständig ändernde Hintergrundbilder und Schwierigkeiten bei der Nutzung der Standardauflösung.

  • Mit Drittanbieter-Tools wie displayplacer, Phoenix und Rectangle lassen sich Monitoranordnungen sowie das Verschieben und Ändern der Größe von Fenstern automatisieren.

  • Das Problem, dass die Desktop-Wechselanimation auf ProMotion-Displays langsam ist, ist Apple seit über einem Jahr bekannt, wurde aber noch immer nicht behoben.

  • Letztlich haben Mac, Windows und Linux alle Schwierigkeiten mit der Unterstützung mehrerer Displays. Vielleicht lassen sich technische Arbeitskräfte mit AI und LLMs in großem Maßstab ersetzen, aber schon beim Anschluss von nur zwei Displays funktioniert ein Computer nicht mehr richtig.