Die humorvolle Antwort von Präsident Ronald Reagan auf den Antrag eines Teenagers auf Katastrophenhilfe
- Am 18. April 1984 schickte der 13-jährige Andy Smith aus Irmo, South Carolina, einen Brief an Präsident Reagan.
- Andys Mutter habe sein Schlafzimmer zum Katastrophengebiet erklärt, und er bat um Mittel der Bundesregierung, um Arbeitskräfte für das Aufräumen seines Zimmers zu engagieren.
- Andy bot an, die Anschubfinanzierung für das Projekt selbst zu übernehmen.
- Nach seiner China-Reise kehrte Präsident Reagan ins Weiße Haus zurück, erhielt Andys Brief und antwortete ihm am 11. Mai.
- Zunächst wies er auf das Problem hin, dass eine Erklärung zum Katastrophengebiet von der zuständigen Behörde beantragt werden müsse – in diesem Fall also von Andys Mutter.
- Er erklärte, dass es 1984 wegen zahlreicher Katastrophen wie Hurrikans, Überschwemmungen, Waldbränden, Dürren und Erdbeben einen großen Mangel an staatlichen Katastrophenhilfefonds gebe.
- Er meinte, Andys Situation eigne sich eher dafür, durch lokale Freiwillige gelöst zu werden, als durch staatliche Hilfe, und schlug vor, dass Andy selbst ein Freiwilligenprogramm ins Leben rufen solle.
- Zum Schluss bat er Andy, seiner Mutter Grüße auszurichten.
GN⁺-Meinung
- Es ist beeindruckend, dass der Präsident damals auf den Brief eines 13-jährigen Jungen so sorgfältig geantwortet hat. Natürlich wurde der Entwurf wohl vom Stab des Präsidenten erstellt, aber die Vertrautheit und der Witz des Briefes zeigen Reagans typische bodenständige Ausstrahlung.
- Statt einfach nur abzusagen, erklärte er, warum Unterstützung schwierig sei, und empfahl Andy stattdessen, das Problem selbst zu lösen. Das wirkt wie eine starke pädagogische Botschaft. Auch wenn es nur eine kleine Sache war, hätte sie eine Gelegenheit sein können, Verantwortungsbewusstsein und Eigeninitiative zu lernen.
- Allerdings hat der Brief die Form eines offiziellen Schreibens aus dem Weißen Haus, sodass Andy ihn durchaus als einen direkt von Präsident Reagan an ihn gerichteten Brief verstanden haben könnte. Dass es sich um ein Schreiben im Rahmen der Arbeit des Stabs handelte, ist ein kleiner Wermutstropfen.
- Trotzdem ist diese Episode, in der ein vielbeschäftigter Präsident einem Kinderbrief so aufmerksam und humorvoll antwortet, herzerwärmend. Sie verleiht dem Amt des Präsidenten, das leicht autoritär wirken kann, ein nahbareres Image.
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