4 Punkte von GN⁺ 2024-04-15 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Kates Unterstützung für verschiedene Plattformen

  • Mit Stand vom 14. April 2024 unterstützt Kate verschiedene Betriebssysteme
    • Auf Unix-artigen Systemen mit X11 oder Wayland wird es gut unterstützt
    • Für große Linux-Distributionen sowie Spezialdistributionen wie NixOS wird es als Binärpaket bereitgestellt
    • Auch auf BSD-Systemen wie FreeBSD und OpenBSD kann es über die üblichen Paketsysteme installiert werden
    • Ein direkter Build aus dem Quellcode ist in den meisten Fällen ebenfalls problemlos möglich
  • Dank der Aktivitäten der KDE-Community ist Kate nun auch unter Windows nutzbar
    • Es wird offiziell im Windows Store bereitgestellt, und mit Craft ist auch direkte Entwicklung möglich
    • Screenshots des Build-Status der neuesten Version werden bereitgestellt
  • Auch für macOS werden Builds angeboten, und Entwicklung ist über Craft möglich
    • Installationsdateien der neuesten Builds für ARM- und Intel-Macs werden bereitgestellt
  • Darüber hinaus gibt es Portierungsaktivitäten für verschiedene Desktop-Betriebssysteme wie Haiku
    • Auch wenn das Kate-Team nicht direkt daran arbeitet, ist es offen dafür, Patches und Ähnliches zu integrieren
  • Möglichkeiten, zu helfen
    • Teilnahme an Entwicklung und Tests für Systeme außerhalb von Linux und BSD
    • Arbeit an der Entfernung der DBus-Abhängigkeit unter Windows, macOS usw.

Meinung von GN⁺

  • Für Open-Source-Projekte ist es nicht leicht, viele verschiedene Plattformen zu unterstützen, und die Bemühungen des Kate-Teams stechen hier hervor. Besonders beeindruckend ist die aktive Unterstützung sogar für kommerzielle Betriebssysteme wie Windows und macOS.
  • Es werden nicht nur einfach Builds bereitgestellt, sondern auch Werkzeuge und Methoden für die direkte Entwicklung erklärt, was den Einstieg zur Mitarbeit erfreulich niedrig hält.
  • Andererseits scheint es keine Pläne zur Unterstützung mobiler Betriebssysteme wie Android oder iOS zu geben. Das wirkt wie eine Grenze eines klar Desktop-zentrierten Projekts. Um im Bereich der Texteditoren langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, könnte es sinnvoll sein, auch mobile Plattformen in Betracht zu ziehen.
  • Auch Bemühungen zur Optimierung unter Berücksichtigung plattformspezifischer Eigenschaften, wie etwa die Entfernung der DBus-Abhängigkeit, fallen auf. Es geht also nicht nur darum, Builds bereitzustellen, sondern darum, Kate möglichst naturnah auf den jeweiligen Systemen laufen zu lassen.
  • Da es im Markt für Texteditoren bereits starke Konkurrenzprodukte mit hoher Verbreitung wie VS Code und Sublime Text gibt, scheint es wichtig, die eigenen Differenzierungsmerkmale von Kate klar herauszuarbeiten und weiter zu stärken. Denkbar wäre etwa, das Potenzial als integrierte Entwicklungsumgebung auf KDE-/Qt-Basis weiterzuentwickeln.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-04-15
Hacker-News-Kommentare

Im Folgenden eine Zusammenfassung der Hacker-News-Kommentare:

  • Kate war einer der Hauptgründe, warum jemand etwa 2004/2005 zu Linux wechselte. Bei der MySQL-Entwicklung musste man unter Windows das schwere und langsame MySQL Workbench verwenden, während man unter Linux SQL in Kate schreiben und im integrierten Terminal die MySQL-CLI ausführen konnte, was eine deutlich schnellere Entwicklung ermöglichte.

  • Auch der MP3-Player Amarok war ein Grund für den Wechsel zu Linux. Er bot schon um 2002 Funktionen wie endlose Playlists auf Basis des Nutzergeschmacks, Radio und mehr, die später von iTunes, Spotify und anderen kopiert wurden und heute als Standard gelten.

  • Kate war eine der ersten Apps aus KDE, die besonders beeindruckten und positiv auffielen. Es erfüllt die Rolle, die früher Notepad++ unter Windows hatte, und ist bei dateibasierten Arbeitsabläufen nützlich.

  • Das einzige aktuelle Problem mit Kate ist das Icon, das eher wie das Symbol einer nutzlosen mobilen App aussieht als wie das eines brauchbaren Utilities.

  • Man ist dankbar, dass es Kate überhaupt gibt, wegen seiner hohen Qualität und erstaunlichen Funktionen. Früher musste man für Programme wie UltraEdit bezahlen und sich mit Lizenzen herumschlagen.

  • Vor einigen Monaten machte Kate die Arbeit beim Schreiben von Assembly für einen vollständig benutzerdefinierten Prozessor mit Funktionen wie Syntax-Highlighting viel einfacher als VSCode/VSCodium.

  • Die KDE-Entwickler haben eine großartige Vision. Sie scheinen eine OS-Shell bauen zu wollen, die über KDE Connect und Ähnliches Nutzerdaten synchronisiert. KDE Plasma sagt manchen zwar nicht zu, aber KDE-Anwendungen waren unter Linux wegen ihrer Reaktionsschnelligkeit immer die erste Wahl.

  • Manche mögen die KDE-Toolchain und Plasma und spenden jeden Monat. Im Vergleich zum dogmatischen Design von Gnome sei es deutlich nützlicher.

  • Kate war unter Linux der erste Code-Editor und wurde genutzt, um PHP und Python zu lernen. Dank an die Mitwirkenden, denn es hat das Leben beeinflusst.

  • Kate wird geliebt. Selbst bei der Arbeit unter Windows wurde es installiert. Mehrfachcursor sowie die hervorragende Suchen-und-Ersetzen-Funktion wurden gebraucht. Mit dem Standard-Theme gab es Probleme, die aber mit einem Nightly Build behoben wurden.