3 Punkte von GN⁺ 2024-04-13 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Zerosheets - Ein Service, der Google Sheets in eine API verwandelt

  • Zerosheets ist ein Service, der Google-Sheets-Tabellen in leistungsfähige APIs umwandelt, damit sich Prototypen, Websites, Apps usw. schnell entwickeln lassen
  • Kann nach dem Login mit einem Google-Konto genutzt werden
  • Viele Kundenunternehmen vertrauen auf Zerosheets und setzen es ein

RESTful JSON API

  • Eine für Entwickler konzipierte API
  • Wandelt Google Sheets in eine RESTful API um, sodass sich Daten mit einfachen HTTP-Anfragen abrufen und bearbeiten lassen
  • Die API-Konfiguration kann auch individuell angepasst werden
  • Weitere Details finden sich in der Dokumentation

Meinung von GN⁺

  • Google Sheets ist ein nützliches Werkzeug für Zusammenarbeit und Datenmanagement, hatte aber Einschränkungen bei der Anbindung an externe Systeme, die Zerosheets löst
  • Bei der Entwicklung von Prototypen dürfte sich die Datenanbindung schnell testen lassen, ohne erst eine Backend-API entwickeln zu müssen
  • Ähnliche Dienste sind etwa Sheety und SheetDB
  • Die Nutzung von Tabellen als Datenbank ist zwar bequem, kann aber bei der Verarbeitung großer Datenmengen oder bei komplexen Beziehungen an Grenzen stoßen und sollte daher passend zum Einsatzzweck gewählt werden
  • Es lohnt sich, konkrete Details wie Preismodelle nach API-Nutzung oder Datenvolumen sowie SLAs zu prüfen

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-04-13
Hacker-News-Kommentar
  • Man sollte sich vor einer modernen Version der „Excel-Anfängerfalle“ hüten, die in den 80er- und 90er-Jahren entstand, als Investmentbanken übermäßig von Excel-Spreadsheets abhängig waren. Spreadsheets können als universelles Berechnungs-Framework vieles leisten, können aber zu einem schwer wartbaren und kaum durchschaubaren Albtraum werden, bei dem die Business-Logik in persönlichen Sheets als Geisel feststeckt.

  • Vor dem Pivot zum Startup Loom wurde bei einer User-Testing-Firma namens Opentest alles statt in einer DB in Google Sheets gespeichert; das war ohne Downtime gut zugänglich und angenehm, weil es keinen Wartungsaufwand gab. Dabei wurde klar, dass echte Agilität auf jeder Ebene eine intelligente Lösung sein kann.

  • Mit script.google.com kann man auf alle Google-APIs zugreifen und Sheets mit Gmail, Calendar, Seitenerstellung, Formulareingaben usw. integrieren. Allerdings sind transaktionsbasierte Vorgänge wie in einer echten Datenbank nicht möglich.

  • Die Spread API (spreadapi.roombelt.com) ist ein kostenloses Tool, das Google Sheets zu vollständigem CRUD macht. Es gibt jedoch Rate Limits, und ab einem gewissen Wachstum ist eine Migration zu Turso, Cloudflare D1, Pocketbase usw. sinnvoll.

  • Wenn man Google Sheets als Data Layer nutzt, sollte man keine primaryKey-Spalte anlegen, sondern eine Titelspalte verwenden; außerdem sollte man mehrere Tabs in einem einzelnen Spreadsheet nutzen und Zellen anhand von Sheet/Zeile/Spalte gegenseitig referenzieren. Mit AppScript werden künftige Entwickler sicher Freude daran haben, das alles per Reverse Engineering zu entschlüsseln.

  • Teable ist eine Fusion aus Postgres und Airtable; die Verfügbarkeit ist geringer als bei Google Sheets, dafür gibt es mehr integrierte Dashboards.

  • Es wird die Erfahrung geteilt, mit nichts als AppsScript und Google Sheets eine vollständige Web-App gebaut zu haben. Die Idee, ohne Server eine Web-App mit einem Datenspeicher zu bauen, mit dem auch Nicht-Entwickler leicht interagieren können, war attraktiv, aber AppsScript ist für diesen Zweck zu langsam.

  • PocketBase kann als Ort dienen, an dem beliebige Daten mit API-Zugriff gespeichert werden können, und ist wegen fehlender Quotenbeschränkung (60rpm) eine Alternative zu Google Sheets. Mit CapRover lässt es sich leicht auf einem günstigen VPS deployen.

  • Vorgeschlagen wird eine Projektidee, bei der Daten zur Noteneingabe statt über ein schreckliches Web-UI über ein Spreadsheet eingegeben und damit anschließend ein Webformular ausgefüllt werden. Es gibt allerdings Bedenken, dass der OAuth-Flow im Kontext eines User-Skripts schwierig umzusetzen sein könnte.

  • Da die Kosten für die Nutzung des Produkts nicht auf der Website angegeben sind, könnte man zögern, sich mit einem Google-Konto zu authentifizieren.