Kobo kündigt Farb-E-Book-Reader an
(theverge.com)-
Kobo bringt mit dem Kobo Libra Colour und dem Kobo Clara Colour erstmals Farb-E-Book-Reader auf den Markt
- Sie nutzen E Inks neueste Kaleido-Farbdisplay-Technologie; bei farbigen Inhalten sinkt die Auflösung von 300 ppi in Schwarz-Weiß auf 150 ppi
- Die Geräte bieten dezente Pastelltöne
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Kobo Libra Colour
- Basiert auf dem bisherigen Kobo Libra 2 mit 7-Zoll-Display
- Bietet physische Blättertasten, einen werbefreien Sperrbildschirm und mehr Speicherplatz
- Ist mit dem Kobo Stylus 2 kompatibel, sodass sich Notizen erstellen lassen
- Der Preis liegt bei 219,99 US-Dollar und damit 30 US-Dollar über dem Kobo Libra 2 (Stylus separat erhältlich für 69,99 US-Dollar)
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Kobo Clara Colour
- Ähnelt dem Kobo Clara 2E mit 6-Zoll-Display und IPX8-wasserdichtem Design
- Bietet 16 GB Speicher und einen verbesserten Prozessor
- Der Preis liegt bei 149,99 US-Dollar
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Kobo Clara BW
- Kobo bringt außerdem eine aktualisierte Schwarz-Weiß-Version des Kobo Clara heraus
- Mit Upgrades bei Speicher und Prozessor
- Der Preis liegt bei 129,99 US-Dollar
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Alle Geräte können ab heute vorbestellt werden und sollen am 30. April erscheinen
Meinung von GN+
- Kobo steigt nun endlich in den Markt für Farb-E-Book-Reader ein. Damit dürfte sich ein Wettbewerb mit einer möglichen Farbversion des Kindle Scribe abzeichnen
- E Inks Kaleido-Farbdisplay wirkt bei der Farbdarstellung noch etwas begrenzt, dürfte aber zur Belebung des Marktes für farbige E-Books beitragen
- Die Stylus-Unterstützung des Kobo Libra ist eine interessante Funktion, allerdings ist es schade, dass der Stylus separat gekauft werden muss. Ein Bundle wäre wünschenswert
- Die Leistungsverbesserungen beim Kobo Clara sind eine erfreuliche Nachricht. Hoffentlich werden damit die Geschwindigkeitsprobleme des bisherigen Modells behoben
- Da es bislang noch nicht viele Inhalte für farbige E-Books gibt, ist der unmittelbare praktische Nutzen fraglich. Langfristig zeigt sich jedoch Potenzial, den Markt für farbige E-Books anzuführen
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Farbige E-Ink-Displays sind in manchen Szenarien nützlich, aber wenn man sie überwiegend in Schwarzweiß nutzen will, sollte man den Kauf eher vermeiden. Der Hauptnachteil von Farb-E-Ink-Bildschirmen ist, dass sie durch die Farbfilter-Schicht dunkler wirken und einen geringeren Kontrast haben als normale Schwarzweiß-Displays.
Nutzererfahrungen mit Kobo-E-Book-Readern:
Wenn man einen Kindle jailbreakt und KOReader installiert, bekommt man viele gute Funktionen, aber der Prozess ist aufwendig, und Amazons OTA-Updates können KOReader wieder entfernen. Da Kobo KOReader unterstützt, wird es als nächster E-Book-Reader in Betracht gezogen.
Technisches Wissen wird schnell nutzlos. Das leistungsfähigste monochrome Kompressionsverfahren in ImageMagick ist "Group 4", ein Faxstandard aus den 1980er Jahren.
Ein Kobo-Fan meint, dass Kobo zwar als erster unter Amazon/B&N einen Farb-E-Book-Reader herausgebracht hat, die Farbwiedergabe aber nicht gut genug ist, um Comics darauf zu lesen, weshalb ein sofortiger Kauf nicht geplant ist. Man möchte nicht für farbige Buchcover oder Markierungen eine schlechtere PPI bei Schwarzweiß-Text in Kauf nehmen.
Es gibt auch positive Erfahrungsberichte zu den farbigen E-Book-Readern von Boox. Die Farben sollen tatsächlich beeindruckend sein.
Die Position des Power-Buttons an der Unterseite des Kindle ist schlecht. Es ist unverständlich, wer das so entworfen hat.
E Ink entwickelt eine Vollfarb-Technologie namens ACeP, die ohne Farbfilter auskommt und volle Auflösung sowie besseren Kontrast bietet. Gerüchten zufolge prüft auch Amazon die Einführung von ACeP.
Schade ist, dass Kobos erster Farb-Reader 7 Zoll groß ist. Der Hauptvorteil von farbigen E-Book-Readern ist das Anzeigen von PDFs, Comics usw., und dafür sind größere Bildschirme nützlicher. Erwartet wurden 8 Zoll oder mehr, idealerweise 10,3 Zoll. Bei Readern in Buchgröße ist der Vorteil von Farbe eher gering. Kobos PDF-Software ist nicht besonders gut, lässt sich aber mit Drittanbieter-Readern verbessern.