1 Punkte von GN⁺ 2024-03-29 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Das Ende von Facebook Watch

  • Im April vergangenen Jahres kündigte Meta an, keine Originalshows mehr für Facebook Watch zu unterstützen.
  • Facebook Watch galt als Konkurrent von YouTube und Netflix, produziert inzwischen jedoch keine Originalserien mehr und ist auch nicht mehr als App verfügbar.
  • Das Ende des Streaming-Geschäfts scheint mit Metas Kostensenkungen zusammenzuhängen, einschließlich Entlassungen.

Vorwürfe einer Bevorzugung von Netflix durch Facebook

  • In einer von Meta-Kunden eingereichten Sammelklage wird behauptet, Meta habe durch wettbewerbswidriges Verhalten dem Wettbewerb im Social-Media-Markt und den Verbrauchern geschadet.
  • Laut veröffentlichten Schreiben baute Netflix durch seine Werbeausgaben bei Facebook eine enge Beziehung auf und gab die Anweisung, Verhandlungen zur Beendigung des Wettbewerbs im Streaming-Video-Bereich zu führen.
  • Es wird behauptet, Facebook habe Netflix Zugriff auf die privaten Nachrichten der Nutzer gewährt.

Geheime Vereinbarung zwischen Facebook und Netflix

  • 2013 schloss Netflix mit Facebook die Vereinbarung „Facebook Extended API“ ab.
  • Diese Vereinbarung umfasste programmatischen Zugriff auf die Posteingänge privater Nachrichten von Facebook-Nutzern.
  • Facebook erklärte 2018 gegenüber Vox, private Nachrichten nicht für Werbetargeting zu verwenden, doch die New York Times berichtete, Facebook habe Netflix und Spotify die Berechtigung erteilt, private Nachrichten von Nutzern zu lesen.

Meinung von GN⁺

  • Dieser Artikel behandelt geheime Vereinbarungen zwischen dem Social-Media-Riesen Meta und dem globalen Streaming-Anbieter Netflix sowie die daraus resultierenden Vorwürfe wettbewerbswidrigen Verhaltens. Solche Inhalte können eine wichtige Diskussion über ethische Kooperationen zwischen Unternehmen und die Rechte der Verbraucher auslösen.
  • Sollten sich diese Behauptungen als wahr erweisen, könnten die Sorgen der Nutzer über Datenschutz und Datenaustausch zunehmen, was grundlegende Fragen zur Transparenz und Vertrauenswürdigkeit von Unternehmen aufwerfen würde.
  • Andere Streaming-Dienste oder Social-Media-Plattformen mit ähnlichen Funktionen sind etwa YouTube, Amazon Prime Video und Twitter, die jeweils auf ihre eigene Weise im Markt konkurrieren.
  • Datenaustausch und Datenschutz sind in der Tech-Branche stets sensible Themen, und dieser Artikel unterstreicht, wie wichtig es ist, dass Unternehmen beim Umgang mit Nutzerdaten rechtliche und ethische Standards einhalten.
  • Dieser Artikel ist interessant und hilfreich, weil er das Verständnis für die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen rund um Nutzerdaten, Datenschutz und die Verantwortung von Unternehmen vertiefen kann.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-03-29
Hacker-News-Kommentar
  • Der Artikel lässt Kontext weg und klingt dadurch viel schlimmer, als es tatsächlich war. Facebook hat Netflix nicht einfach zufällig Zugriff auf die Nachrichten aller Nutzer gegeben. Der Nutzer musste sich in der Netflix-App mit seinem Facebook-Konto anmelden und den Zugriff auf die Chat-Funktion erlauben (mit dem Zweck, innerhalb der Netflix-App Filmempfehlungen an Facebook-Freunde zu senden).
  • Facebook erklärte 2018 gegenüber Vox, dass private Nachrichten nicht für Ad-Targeting verwendet würden. Einige Monate später berichtete jedoch die New York Times, dass Facebook Netflix und Spotify die Berechtigung erteilt habe, die privaten Nachrichten von Nutzern zu lesen.
  • Wenn die Nachrichten "end-to-end" verschlüsselt sind, stellt sich die Frage, wie Facebook sie überhaupt "verwenden" kann. Dass Facebook Nachrichten tatsächlich "verwendet", ist an sich schon hochsensibel, und ihre Antworten wirken außerhalb von Marketingzwecken zweifelhaft.
  • Es ist nicht klar, was der Artikel genau behauptet. Es steht im Raum, dass Meta die Direktnachrichten von Kunden mit Geschäftspartnern geteilt und Einzelpersonen nicht über gesendete Nachrichten informiert habe. Unklar ist außerdem, ob behauptet wird, dass Meta dies auch nach der Einführung von "end-to-end-Verschlüsselung" getan habe.
  • Es wird behauptet, Facebook habe Netflix "programmatischen Zugriff" auf den Posteingang der Nutzer gewährt, aber es ist unklar, was das genau bedeutet. Selbst nach dem Lesen des Artikels bleibt unverständlich, welche Berechtigungen tatsächlich vorlagen.
  • Facebook hatte zwar erklärt, private Nachrichten nicht für Ad-Targeting zu verwenden, doch die New York Times berichtete, dass Facebook Netflix und Spotify die Erlaubnis gegeben habe, die privaten Nachrichten von Nutzern zu lesen.
  • Es wird erwähnt, dass nicht nur Netflix, sondern auch Spotify in den Artikel einbezogen ist.
  • Das ist nur eines von vielen schlechten Dingen, die passieren, wenn Kartellrecht ignoriert wird und einige wenige Unternehmen so groß werden, dass sie die Wirtschaft beherrschen.
  • Von Facebook Watch höre ich hier zum ersten Mal.
  • Es stimmt wohl, dass jedes Gespräch auf irgendeinem Server automatisch Flags auslöst.
  • Das Verschlüsselungsthema ist hier etwas verwirrend. Facebook besitzt die UI, die den Nachrichtentext anzeigt. Es braucht überhaupt keine Backdoor in der E2E-Verschlüsselung; schon eine einfache Prüfung von UI-Eigenschaften genügt, damit der Frontend-Code vollständigen Zugriff auf den Nachrichteninhalt hat. Wenn man das in eine private API überführt, werden Nachrichten entschlüsselt, obwohl sie mit zu 100 % sicherer E2E-Verschlüsselung übertragen wurden.