Hacker entdecken Methode, um Millionen von Hotelschlössern mit Schlüsselkarten in wenigen Sekunden zu öffnen
- Hacker haben eine Schwachstelle entdeckt, mit der sich Hotelschlösser mit Schlüsselkarten der Marke Saflok in wenigen Sekunden öffnen lassen.
- Die Schwachstelle könnte 3 Millionen Hoteltüren weltweit betreffen, und das Schweizer Unternehmen Dormakaba, das die Schlösser herstellt, stellt Maßnahmen zur Behebung bereit.
- Die Behebung kann Monate bis Jahre dauern; bei einigen Hotels könnte es noch länger dauern.
Veröffentlichung der Unsaflok-Technik
- Forschende haben offengelegt, dass sich RFID-basierte Hotelschlösser mit Schlüsselkarten der Marke Saflok von Dormakaba mit einer Technik namens Unsaflok leicht öffnen lassen.
- Die Technik nutzt Schwachstellen in Dormakabas Verschlüsselung und im eingesetzten RFID-System MIFARE Classic aus.
- Hacker können jede beliebige im Hotel erhaltene Schlüsselkarte verwenden, um einen bestimmten Code auszulesen, und mit einem RFID-Lese-/Schreibgerät für 300 US-Dollar zwei eigene Schlüsselkarten beschreiben, um das Schloss zu öffnen.
Reaktion von Dormakaba
- Dormakaba erhielt im November 2022 die technischen Details von den Forschenden und unterstützt Hotels, die über die Schwachstelle informiert wurden, bei der Behebung.
- Bei Saflok-Systemen, die in den vergangenen acht Jahren verkauft wurden, müssen die einzelnen Schlösser nicht ersetzt werden. Stattdessen genügt es, das Front-Desk-Verwaltungssystem zu aktualisieren oder auszutauschen, woraufhin Techniker jede Tür neu programmieren.
- Bislang wurden jedoch nur 36 % der Saflok-Systeme aktualisiert, und es wird erwartet, dass eine vollständige Behebung noch mehrere Monate dauern wird.
Details der Schwachstelle
- Die Forschenden entdeckten zwei ausnutzbare Schwachstellen in den Schlüsselkarten von Dormakaba: Eine erlaubt das Schreiben von Daten auf die Schlüsselkarte, die andere verrät, welche Daten geschrieben werden müssen, um ein Saflok-Schloss zu öffnen.
- Durch Reverse Engineering von Dormakabas Front-Desk-Software konnten die Forschenden alle auf den Karten gespeicherten Daten verstehen, den Objektcode des Hotels und die Codes der einzelnen Zimmer extrahieren sowie eigene Werte erzeugen und wie das Dormakaba-System verschlüsseln.
Was Hotelgäste tun können
- Hotelgäste können anfällige Schlösser erkennen und mit der App NFC Taginfo ihre Schlüsselkarte prüfen, um festzustellen, ob das Schloss aktualisiert wurde.
- Falls das Schloss weiterhin anfällig ist, wird empfohlen, keine Wertsachen im Zimmer zu lassen und die Tür zu verriegeln, wenn man sich im Zimmer befindet.
Meinung von GN⁺
- Dieser Artikel wirft ein wichtiges Sicherheitsproblem für Hotelgäste und die Hotelbranche auf. Hotelgäste sollten stärker darauf achten, ob das Schloss ihres Zimmers sicher ist.
- Die Entdeckung der Schwachstelle sollte die Hotelbranche dazu veranlassen, bestehende Sicherheitssysteme zu überprüfen und bei Bedarf zu modernisieren.
- Solche Schwachstellen unterstreichen die Bedeutung nicht nur physischer Sicherheit, sondern auch von Cybersicherheit. Hotels sollten ihre IT-Infrastruktur stärken und regelmäßige Sicherheitsprüfungen durchführen.
- Ein anderes Sicherheitsprodukt mit ähnlicher Funktion ist das Schlosssystem von Onity, bei dem in der Vergangenheit ebenfalls Schwachstellen entdeckt wurden, was bereits zu Problemen geführt hat.
- Bei der Einführung neuer Technologien oder Sicherheitssysteme ist es wichtig, solche Schwachstellen zu berücksichtigen und die Sicherheit des Systems kontinuierlich zu verbessern.
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Hacker-News-Kommentare
Kommentar eines Mitarbeiters eines Unternehmens, das Zutrittskontroll- und Kommunikationssysteme entwickelt, die verschiedene ID-Standards unterstützen:
Erfahrung einer Person, die in einem Gebäude lebt:
Kommentar einer an der Forschung beteiligten Person:
Kommentar zu einer schwerwiegenden möglichen Schwachstelle in Hotels:
Kommentar zur Reaktion von Dormakaba:
Missverständnis darüber, wie Hotel-Schlüsselkarten funktionieren:
Persönliche Maßnahmen für Sicherheit im Hotel:
Bedeutung physischer Sicherheit:
Wahrnehmung von RFID und NFC: