Das Ende des Hackintosh
- Seit Anfang 2020, als der erste Hackintosh gebaut wurde, wurden noch mehrere weitere Systeme gebaut und täglich genutzt.
- Es wird erklärt, warum es sich gelohnt hat, einen Hackintosh genau in der Phase auszuprobieren, in der Apple auf eigene CPU-/GPU-Lösungen umstieg.
- macOS 14 (Sonoma) unterstützt zwar weiterhin die neuesten Intel-Macs, aber Apple hat die Unterstützung für WiFi-/Bt-Kartentreiber vollständig entfernt und damit der Hackintosh-Community einen schweren Schlag versetzt.
Einstellung der Treiberunterstützung
- Apple hat in Sonoma die Treiber für Broadcom-Karten entfernt, die in iMac- und MacBook-Modellen von 2012/13 verwendet wurden.
- Diese Karten waren für Hackintosh-Builds unverzichtbar und vollständig mit allen Apple-Diensten kompatibel.
- Trotz der Bemühungen des OCLP-Teams funktionieren diese Karten unter Sonoma nicht, es sei denn, man nimmt eine erhebliche Schwächung der macOS-Sicherheit in Kauf.
Die Grenzen von OpenIntelWireless
- Das OpenIntelWireless-Projekt bot mit Intels WiFi6-Karten unter macOS beeindruckende Geschwindigkeiten, doch durch Apples Bereinigung des Treiber-Stacks wurde die Unterstützung für Messages und FaceTime instabil.
- Apple hat außerdem die Funktionsweise des USB-Subsystems geändert, was bei Hackintosh-Builds zu Problemen führt.
Persönliche Erfahrungen
- Es wurde ein Sonoma-Build mit Intel AX200 WiFi/Bt, AMD-CPU und -GPU sowie NVMe-SSD ausprobiert, dabei traten jedoch diverse Probleme auf.
- Dazu gehörten Instabilitäten beim Ethernet-Controller und Bluetooth sowie fehlgeschlagene Installationen des macOS-14.4-Updates.
Die Zukunft des Hackintosh
- Das Fehlen von WiFi-Treibern stellt für den Hackintosh eine große Hürde dar.
- Da nützliche macOS-Funktionen von bestimmten WiFi-Chips abhängen, kann man das System ohne diese Funktionen nicht als echten Mac bezeichnen.
- Einige Funktionen des Hackintosh könnten noch einige Monate oder Jahre nutzbar bleiben, für den Autor lohnt sich das aber nicht mehr.
- Da die auf M1/M2/M3 basierende Mac-Produktpalette inzwischen genügend gute Optionen bietet, ist geplant, einen gebrauchten Mac mini oder ein Studio-Modell zu kaufen.
Meinung von GN⁺
- Hackintosh ist ein Community-getriebenes Projekt, das macOS auf Geräten betreibt, die keine Apple-Hardware sind, und wird von Apple nicht offiziell unterstützt.
- Der Artikel liefert Hackintosh-Nutzern wichtige Informationen und zeigt, wie sich Apples Strategie der engen Verzahnung von Hardware und Software auf externe Entwickler und Nutzer auswirkt.
- Die Hackintosh-Community hat die inoffizielle Nutzung von macOS ermöglicht, doch durch Apples technische Weiterentwicklung wird das zunehmend schwieriger.
- Der Artikel bietet Technikbegeisterten ein interessantes Thema und schärft das Bewusstsein für Kompatibilitätsprobleme zwischen Hardware und Software.
- Als ähnliche Projekte zum Hackintosh gibt es verschiedene Linux-basierte Distributionen, die Nutzer als Alternativen in Betracht ziehen können.
- Wer einen Hackintosh nutzt, kann durch diesen Artikel erkennen, dass künftige Updates und die Hardware-Auswahl sorgfältig abgewogen werden sollten.
5 Kommentare
Da Intel-Macs nach und nach aus dem von macOS unterstützten Kreis herausfallen, dürfte es eher mehr Versuche geben, Linux oder Windows auf Intel-Macs zu betreiben. Das wird am Ende aber wohl auch nutzlos werden…
https://t2linux.org/
Es hat Spaß gemacht, verschiedene kexts passend zur Hardware zu installieren und immer wieder zu testen, ob es bootet, haha.
Für den tatsächlichen Einsatz war es allerdings etwas unpraktisch. Schade, dass das jetzt verschwindet.
Mit Apple Silicon und den gleichzeitig deutlich gesunkenen Mac-Preisen scheint es inzwischen sinnvoller zu sein, sich von dem Geld für einen Hackintosh lieber einen Mac zu kaufen.
Sobald man einen Mac hat, gibt es meist ohnehin kaum noch einen Grund, einen Hackintosh zu nutzen...
Ich habe auch einmal einen Hackintosh gebaut und genutzt, als bei Apple-Geräten nur noch ältere Intel-CPUs verbaut wurden, aber das war wohl nur eine Phase.
Vor allem seit Apple Silicon scheint es so gut wie unmöglich zu sein.
Jetzt bleibt das wohl einfach nur noch eine Erinnerung, haha
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