- Das Open-Content-Programm des Getty Museum, das 2013 gestartet wurde, ist Teil der Bemühungen, eine große Sammlung kultureller Kunstobjekte online frei zugänglich zu machen.
- Das Getty Museum stellt nicht nur digitalisierte Kunstwerke, sondern auch zahlreiche kunsthistorische Texte und Kunstbücher öffentlich bereit.
- Kürzlich wurde eine erweiterte Zugänglichkeit des digitalen Archivs angekündigt, sodass fast 88.000 Bilder unter der Creative-Commons-Zero-Lizenz (CC0) kostenlos heruntergeladen werden können. Das bedeutet, dass die Werke kopiert, verändert, verbreitet und genutzt werden dürfen, auch für kommerzielle Zwecke.
Suchportal und Sammlungen
- Das Suchportal des Open-Content-Archivs von Getty ermöglicht Recherchen nach Entstehungsdatum (einschließlich einer Zeitachsen-Grafik, die bis 6000 v. Chr. zurückreicht), Medium (von agate bis alabaster, von woodcut bis zinc), Objekttyp (Gemälde, Fotografien und Skulpturen ebenso wie akroteria, Pferdegeschirr oder Pinzetten), Kultur und mehr.
- Die Sammlung spiegelt den breiten Sammlungsauftrag des Getty Museum wider und umfasst verschiedene Zivilisationen der Welt sowie Epochen der Menschheitsgeschichte.
- Im Open-Content-Archiv von Getty finden sich antike Skulpturen aus Griechenland, Rom und vielen anderen Regionen, ein Weinkrug aus dem ptolemäischen Ägypten des 3. Jahrhunderts v. Chr., reich verzierte Bücher des Mittelalters, Werke französischer Maler, Stereofotografien von Carleton H. Graves und Arbeiten innovativer abstrakter Künstler.
Verwandte Inhalte
- Das digitale Archiv von Getty erweitert sein Angebot auf mehr als 135.000 kostenlose Bilder, darunter hochauflösende Scans verschiedener Kunstwerke zum Download.
- Eine Suchmaschine hilft dabei, frei verfügbare Bilder aus weltbekannten Museen zu finden.
- Dank des Getty Research Portal sind mehr als 100.000 kostenlose kunsthistorische Texte online verfügbar.
- Vorstellung von Artvee, einer neuen Kunst-Suchmaschine, mit der sich Werke aus mehr als 40 Museen durchsuchen lassen.
- Die Smithsonian Institution hat 4,5 Millionen hochauflösende Bilder online veröffentlicht und zur kostenlosen Nutzung freigegeben.
- Beim Getty Museum können mehr als 325 kostenlose Kunstbücher heruntergeladen werden.
Meinung von GN⁺
- Dieser Schritt des Getty Museum ist eine positive Entwicklung, die den Zugang zu Kunst und kulturellem Erbe verbessert und den Bildungswert sowie die kreative Nutzung fördert.
- Vergleichbare Open-Source-Archive sind etwa Europas Europeana oder die amerikanische Digital Public Library of America (DPLA); solche Plattformen stellen wichtige Ressourcen für Forschende, Studierende und Künstler bereit.
- Die Nutzung der Creative-Commons-Lizenz hilft, Urheberrechtsfragen zu lösen, und schafft Möglichkeiten, Inhalte frei für kommerzielle wie nichtkommerzielle Zwecke zu verwenden.
- Eine großflächige Veröffentlichung von Materialien ohne Berücksichtigung kultureller Sensibilitäten und der Rechte von Herkunftsgemeinschaften kann jedoch ethische Probleme aufwerfen.
- Erforderlich sind ein angemessenes Bewusstsein und Respekt für Urheberrechte, die ursprüngliche Herkunft der Bilder und ihre kulturelle Bedeutung.
2 Kommentare
Das Getty Museum ist wirklich wunderschön.
Der Eintritt ist frei, sodass jeder ganz unkompliziert hineingehen und die Meisterwerke bewundern kann – ein Ort, für den man dankbar sein kann.
Der Gründer, Jean Paul Getty, soll trotz seines enormen Erfolgs im Ölgeschäft äußerst geizig gewesen sein. Er soll sogar bei der Entführung eines Familienmitglieds das Lösegeld heruntergehandelt haben … Außerdem hinterließ er durch mehrere Ehen und Scheidungen eine große Familie; einer seiner Enkel soll Getty Images gegründet haben.
Hacker-News-Kommentare